09.11.2018 - Eichstätt - Ingolstadt

Eine starke Wirtschaft braucht eine starke Schiene ‎

© IHK

Fördermöglichkeiten für Unternehmen, die den Transport von Wirtschaftsgütern direkt ab Werk auf die Schiene verlagern möchten, standen im Mittelpunkt der diesjährigen IHK-Konferenz Schienenverkehr im Interpark Ingolstadt. Auf der Veranstaltung bei Binderholz diskutierten mehr als 90 Unternehmer mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Transportgewerbe über das Zukunftspotential, das im Schienengüterverkehr steckt, und wie es sich Unternehmen erschließen können.

IHK-Konferenz Schienengüterverkehr im Interpark / Güterverkehr braucht Schiene als Alternative ‎

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© IHK Marco Steglich vom Fraunhofer Institut stellt 5G vor

Laut Georg Dettendorfer, Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern und Vorsitzender des Verkehrsausschusses, setzt sich die IHK bereits seit Jahren für die Kombination der unterschiedlichen Verkehrsträger ein. „Dank umfangreicher staatlicher Förderpakete für den Güterverkehr sind Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Bahn erheblich gestiegen, nur wissen das zu wenige Unternehmen. Aufgabe der IHK ist es, darüber aufzuklären“, erläuterte Dettendorfer. Der Vizepräsident betonte: „Bis 2030 ist laut Verkehrsprognosen des Bundes deutschlandweit mit einer Zunahme des Warenverkehrs um 40 Prozent zu rechnen. Wenn wir Autobahnen und Bundesstraßen vom Güterverkehr entlasten wollen, geht an der Schiene kein Weg vorbei. Gerade im wirtschaftsstarken Oberbayern, das außerdem viel innereuropäischen Transitverkehr zu schultern hat, häufen sich schon heute die Verkehrsprobleme. Wirkliche Abhilfe kann hier nur die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Gleise bringen. Die Bahn ist eine umweltfreundliche und sichere Logistik-Option, deren Potenzial längst nicht ausgeschöpft ist.“

Dettendorfer verwies insbesondere auf Fördermaßnahmen wie die Gleisanschlussförderung des Bundes: „Dank solcher Angebote liegt die Förderquote für einen Gleisanschluss ab Werk bei inzwischen beeindruckenden 50 Prozent.“

Wie die Direktverladung von Wirtschaftsgütern über einen firmeneigenen Gleisanschluss funktioniert und welche Vorteile sie Unternehmen bietet, erfuhren die Konferenzteilnehmer bei einer Besichtigung des Freigeländes und Vorführungen an den Gleisanlagen bei Binderholz.