08.10.2018 - Eichstätt

Gewerbesteuer bleibt wichtige Einnahmequelle der Kommunen im Landkreis‎

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Über 58 Millionen Euro an Brutto-Gewerbesteuereinnahmen konnten die Städte, Märkte und Gemeinden 2017 im Landkreis verbuchen, so die Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz liegt bei 333 Prozent

Damit stand die Gewerbesteuer im vergangenen Jahr für 30 Prozent der kommunalen Steuereinnahmen. Auch wenn der Gewerbesteuer­hebesatz in allen Gemeinden stabil blieb, fordert Alexander Kessel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Eichstätt, dass die Kommunen auch künftig besonders sorgsam mit dieser Einnahmequelle umgehen. Denn: „Generell wächst die steuerliche Belastung der Betriebe“, stellt Kessel fest. Insgesamt erhöhten im vergangenen Jahr 31 der 500 gewerbesteuerberechtigten Gemeinden in Oberbayern ihre Gewerbesteuerhebesätze. Senkungen gab es nur in drei Fällen.

Mit 333 Prozent liegt der durchschnittliche Hebesatz im Landkreis leicht unter dem Wert von 334 Prozent für Oberbayern. Bayernweit liegt der Durchschnitt bei 339 Prozent und damit auch deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (364 Prozent). Laut Vorsitzen­dem Kessel dürfe mit diesem Standortvorteil nicht leichtfertig umgegangen werden. Niedrige Hebesätze würden den Betrieben zu mehr Spielraum bei Investitionen verhelfen und ihre Innovationsbereitschaft sichern.

Spitzenreiter beim Gewerbesteuerhebesatz waren auch 2017 die Landkreis-Gemeinden Kösching und Mörnsheim mit jeweils 380 Prozent. Den niedrigsten Hebesatz riefen die Gemeinden Altmannstein, Kinding, Kipfenberg, Pollenfeld, Schernfeld und Walting mit jeweils 300 Prozent auf.

Die IHK-Broschüre „Gewerbesteuer in Oberbayern“ mit rechtlichen Grundlagen und allen oberbayerischen Hebesätzen ist unter www.ihk-muenchen.de/gewerbesteuer verfügbar.