12.07.2018 - Ingolstadt - Neuburg-Schrobenhausen - Pfaffenhofen

B 16-Ausbau für Zukunft des Wirtschaftsstandorts entscheidend

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© IHK

In einem gemeinsamen Beschluss haben der IHK-Regionalausschuss Neuburg-Schrobenhausen sowie die IHK-Regional­versammlungen Donau-Ries und Dillingen ihre Forderung nach einem zeitnahen, durchgängigen und mindestens dreispurigen Ausbau der Bundesstraße B 16 als Kraftfahrstraße zwischen Manching und Günzburg bekräftigt. Auf einem Treffen in Neuburg an der Donau verwiesen die Vertreter der regionalen Wirtschaft erneut auf die Dringlichkeit der Bauprojekte.

IHK-Vertreter bekräftigen Dringlichkeit des Projekts / Stillstand ist keine Lösung

„Die Bedeutung des über 110 Kilometer langen Abschnitts der B 16 für den Wirtschaftsverkehr zwischen Manching und Günzburg und damit für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts muss immer wieder betont werden. Während der durchschnittliche Schwerverkehrsanteil von Lkw über 12 Tonnen auf bayerischen Bundesstraßen bei 8,9 Prozent liegt, erreicht er auf der B 16 mittlerweile 14,9 Prozent. Das verdeutlicht die enorme Bedeutung dieser West-Ost-Tangente für den regionalen aber auch überregionalen Verkehr. Wirtschaft und Bürger brauchen den umgehenden Ausbau. Und dafür ist die Unterstützung der Politik unumgänglich“, erklärte Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Neuburg-Schrobenhausen.

Franz Leinfelder, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries, bedauerte, dass sich aufgrund einzelner Entscheidungen auf kommunaler Ebene im schwäbischen Teil der Trasse bereits Verzögerungen abzeichneten. Leinfelder verwies darauf, dass jedes Einzelprojekt zu einer Verbesserung der Ist-Situation führen müsse und man sich daher mit ‚Nulllösungen‘ nicht zufrieden geben dürfe.

In diesem Zusammenhang sei auch die Forderung der IHK-Vertretungen nach einem Ausbau der B 16 zu einer Kraftfahrstraße zu sehen, einen Ausbau­standard, den im Mai 2017 der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zugesagt habe, so Leinfelder weiter. Dem langsam fahrenden landwirtschaftlichen Verkehr müssten dann andere attraktive Alternativen angeboten werden. „Wir wünschen uns, dass wir damit möglichst viel Akzeptanz finden“, sagte Leinfelder.

Vertreter der Staatlichen Bauämter Krumbach, Augsburg und Ingolstadt informierten während des Treffens zum aktuellen Planungsstand bei den Einzelprojekten. Stefan Scheckinger vom Bauamt Augsburg verwies darauf, dass die notwendigen finanziellen Mittel vorlägen, sich jedoch fehlende personelle Ressourcen sowohl in den Behörden als auch bei den für die Umsetzung der Bauvorhaben benötigten Planungsbüros und Bauunternehmen erheblich auf die zeitliche Umsetzung der Bauvorhaben auswirken werden. „Diese Probleme sind nach wie vor ungelöst“, bedauerte Scheckinger.

Umso wichtiger sei es laut Regionalausschussvorsitzendem Beutler, dass die Wirtschaft auch weiterhin unermüdlich auf die Dringlichkeit des B 16-Ausbaus hinweise: „Unser Beschluss soll den beteiligten Politikern einmal mehr signalisieren, dass es unseren Unternehmen mit dem B 16-Ausbau sehr ernst ist.“