14.05.2018 - Eichstätt - Ingolstadt - Neuburg-Schrobenhausen - Pfaffenhofen

IHK-Wirtschaftsempfang: Netzwerken steht an erster Stelle ‎

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© stefanboesl.de

Was macht gutes Netzwerken aus? Wie pflegt man Kontakte zu Geschäftspartnern und Kunden im Internet-Zeitalter? Sind junge Unternehmer offener für Social Media als ältere? Und wie sehr ist inzwischen die Digitalisierung in den Unternehmensalltag vorgedrungen? Diesen und vielen weiteren Fragen stellten sich die Unternehmer Fritz Peters, Alexander Kessel, Eduard Kastner und Christian Krömer beim Eröffnungs-Talk des diesjährigen
IHK-Wirtschafts­empfangs in der Ingolstädter IHK-Geschäftsstelle. Im Gespräch mit Moderatorin Anja Autenrieth gaben sie Einblick in ihre Betriebe und zeigten, wie digital die Wirtschaft bereits in vielen Bereichen aufgestellt ist, sei es im Kundendienst via Tablet-PC, mit Online-Shops im Einzelhandel, bei der Mitarbeitergewinnung über Social Media oder in der digitalen Steuerung und Wartung von Produktionsanlagen.

Über 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren der Einladung der IHK-Regionalausschüsse der Region 10 zum Netzwerken und Gedanken­austausch gefolgt. Beim Stichwort Digitalisierung spannte Autenrieth den Bogen zum zweiten Thema des Abends – dem Tatort World Wide Web. In einem oft beunruhigenden Vortrag entführte IT-Sicherheits-experte Götz Schartner in die Tiefen und Untiefen des Internets. Ob beim Live-Hacking von Smartphones anwesender Gäste oder dem Missbrauch real existierender Internet-Logins: anschaulich demonstrierte Schartner, wie sorglos sich nahezu jedermann und viele Unternehmen in der digitalen Welt bewegen und dadurch völlig zufällig Opfer von Datendiebstahl und Identitätsmissbrauch werden können. Die Internetkriminalität habe sich inzwischen zum größten Risiko für Unternehmen jeder Größe entwickelt, so Schartners Fazit.

Der Experte beließ es allerdings nicht nur bei der Demonstration unterschied­licher Verbrechensszenarien, sondern gab sowohl Tipps für die private Internet-Sicherheit als auch grundlegende Empfehlungen, wie sich ein Mittelständler schützen sollte. Laut Schartner gerate gerade diese Zielgruppe zunehmend ins Visier von Internet-Kriminellen.

„Wir stecken zwar alle mittendrin in der Digitalisierung und wissen um deren Risiken, aber wie groß unser Nachholbedarf in Sachen Internet-Sicherheit ist, lässt mir den Atem stocken“, brachte es Elke Christian, Leiterin der IHK-Ge­schäftsstelle in Ingolstadt, zum Ausklang des Abends auf den Punkt. Sie betonte, dass gerade die IT-Sicherheit ein Paradebeispiel dafür sein, welch große Rolle der Gedanken- und Erfahrungs­austausch untereinander spiele. Und genau das sei Ziel des IHK-Wirtschaftsempfangs: Menschen zusammenzubringen, brisante Themen zu diskutieren und natürlich zum Nachdenken und Handeln anzuregen.