08.02.2018 - Ingolstadt

Wirtschaft plädiert für mehr Innovationstransfer ‎

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Arbeiten 4.0, Robotik, Virtual Reality – über die zahlreichen Facetten der Digitalisierung tauschte sich der IHK-Regionalausschuss Ingolstadt in seiner jüngsten Sitzung mit Vertretern der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) aus. „Die Wirtschaft braucht den engen Schulterschluss mit Forschung und Wissenschaft, wenn sie sich erfolgreich digitalisieren will. Mit der THI haben wir in unmittelbarer Nachbarschaft einen Partner, mit dem auch der Mittelstand vielfältige Projekte stemmen kann“, eröffnete Fritz Peters, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses, das Treffen. Gastgeber Thomas Suchandt, Vizepräsident der THI, betonte, dass der THI die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand aus der Region ein großes Anliegen sei. Er verwies auf die verschiedenen Förder­möglichkeiten des Bundes, über die gerade auch kleineren Unternehmen Forschungskooperationen mit der THI ermöglicht werden könnten.

Peters: „Die THI ist wichtiger Partner für unsere Unternehmen“‎

Wie Wirtschaft und Wissenschaft zum gegenseitigen Nutzen kooperieren können, darüber informierte Thomas Bartolomé, Leiter des Projekts „Mensch in Bewegung“. Dabei handelt es sich um ein Verbundprojekt mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, für das vor kurzem der Startschuss fiel. Ziel des Projektes sei es, so Bartholomé, gemeinsam mit Partnern aus der Region, Innovationen aus der Wissenschaft direkt in die Wirtschaft beziehungsweise zu den Menschen vor Ort zu übertragen. „Damit wollen wir einer nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in der Region neue Impulse geben“, erklärte der Referent. Sogenannte Themencluster, denen sich die Projektgruppen widmen, sind beispielsweise Mobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement. „Wir freuen uns auf weitere neue Partner“, wandte sich Bartholomé an die anwesenden Vertreter der Wirtschaft und lud sie direkt zur Mitarbeit ein. „Getreu seinem Namen sei auch das Projekt in Bewegung und könne um Themen erweitert werden“, erklärte Bartholomé weiter. Der Ausschuss schlug deshalb einen Ideenworkshop vor, in dem Unternehmer beispielsweise branchenspezifisch neue Themenfelder erarbeiten, in denen sie von innovativen Impulsen aus der Wissenschaft profitieren möchten.

Vor ihrer Sitzung besichtigten die Ausschussmitglieder einige Labore der THI. Im Labor für Virtual Reality und Simulation konnten sie in einer sogenannten CAVE (Cave Authentic Virtual Environment) in interaktive 3D-Simulationen eintauchen und im Labor für Produktionsmechatronik machten sie sich mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Robotersystemen bekannt.