02.02.2018 - Neuburg-Schrobenhausen

IHK-Ausbildungsunternehmen mit weniger Azubis ‎

Ausbilder zeigt Auszubildenden die Maschinen

Für 2017 verzeichnet die IHK für München und Oberbayern im Landkreis 300 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, davon 164 in kaufmännischen und 136 in gewerblichen Ausbildungsberufen. Während oberbayernweit die Zahl der Ausbildungsverträge bei IHK-Mitgliedsunternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf fast 16.900 anwuchs, musste der Landkreis hingegen ein leichtes Minus von 1,3 Prozent verzeichnen. Gemäß den Zahlen der Arbeitsagentur blieben 87 Lehr­stellen mangels Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017).

Beutler: „Viele Betriebe stehen im Dauerwettbewerb um Fachkräftenachwuchs“‎

„Der Wettbewerb um Azubis lässt nicht nach. Inzwischen müssen Betriebe das ganze Jahr über um ihren Fachkräftenachwuchs werben und viel Überzeugungsarbeit leisten. Aufklärung über die Berufsausbildung, ihre Vorteile und Chancen, wird dabei immer entscheidender. Und dafür müssen wir mit allen sprechen – Schülern, Eltern, Lehrern und den Bildungspolitikern. Dass die duale Ausbildung ein ausgezeichnetes Sprungbrett in eine berufliche Karriere ist, ist mehrfach nachgewiesen. Und nicht zu vergessen, dass wir mit ihr das Fundament unserer wirtschaftlichen Stärke legen“, erläutert Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen. Um genau darüber aufzuklären, haben die IHK und Partner wie das Bayerische Wirtschafts­ministerium in den vergangenen Jahren Kampagnen wie ‚Elternstolz‘ oder die ‚Woche der Ausbildung‘ ins Leben gerufen. Letztere startet dieses Jahr am 26. Februar.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis die Industriemechaniker vor den Büro- und Einzelhandelskaufleuten. Es folgen Industriekaufleute, Bankkaufleute und Verkäufer. Bei den Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Industriemechaniker. Insgesamt konnten die Unternehmen Neuverträge in 56 verschiedenen Berufen abschließen. Die Anzahl der IHK Ausbildungsbetriebe stieg auf 201. Sie stehen für 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.