02.02.2018 - Ingolstadt

Fast 1.100 Ausbildungsverträge in Ingolstadts Unternehmen ‎

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Über 400 Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen konnten im vergangenen Jahr in Ingolstadt 1.098 neue Ausbildungsverträge abschließen. Das ist einer weniger als im Vorjahr. 533 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 565 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet, berichtet die IHK für München und Oberbayern. Gemäß den Zahlen der Arbeitsagentur blieben 89 Lehrstellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017).

Peters: „Im Dauerwettbewerb um jeden Azubi gibt es keine Verschnaufpause“‎

„Die stabilen Ausbildungszahlen sind sehr erfreulich. Im Wettbewerb um jeden einzelnen Azubi dürfen wir dennoch nicht nachlassen. Gerade die kleinen und mittleren Betriebe müssen das ganze Jahr über um Fachkräftenachwuchs werben. Viel Überzeugungs­arbeit ist notwendig, um junge Leute für die duale Berufsausbildung zu begeistern. Wir alle müssen uns deshalb mehr denn je auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere besinnen. Das gilt für Schüler, Eltern, Lehrer und die Bildungspolitik gleicher­maßen. Die Berufsausbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaft­lichen Stärke“, erläutert Fritz Peters, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Ingolstadt. Dafür haben die IHK und Partner wie das Bayerische Wirtschaftsministerium in den vergangenen Jahren erfolgreiche Kampagnen wie ‚Elternstolz‘ oder die ‚Woche der Ausbildung‘ ins Leben gerufen. Heuer startet diese am 26. Februar.

Unter den 1.098 Neu-Azubis in Ingolstadt sind in diesem Jahr auch 36 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen in Ingolstadt die Mechatroniker vor den Fertigungsmechanikern und den Kaufleuten für Büromanagement. Bei Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei Buben der Mechatroniker. Insgesamt konnten die Unternehmen Neuverträge in 72 verschiedenen Berufen abschließen. Die Anzahl der IHK Ausbildungsbetriebe stieg auf 408. Sie stehen für 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.