02.02.2018 - Pfaffenhofen

Mehr Azubis bei IHK-Ausbildungsunternehmen ‎

Gruppe von glücklichen Studenten mit Lehrer und Tablet Computer in der Universität
© © Robert Kneschke

Über 200 Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen konnten im vergangenen Jahr 423 neue Ausbildungsverträge abschließen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Ausbildungsverträgen im Landkreis Pfaffenhofen ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. 216 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 207 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Arbeitsagentur blieben 92 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2017).

Kastner: „Betriebe im Landkreis sind im Wettbewerb um Azubis erfolgreich“‎

„Auch wenn die Bilanz bei den Ausbildungsverträgen das fünfte Jahr in Folge erfreulich ausfällt, lässt der Wettbewerb der Betriebe um Azubis nicht nach. Auch weiterhin ist unter den jungen Leuten viel Überzeugungsarbeit zu leisten, wenn man sie für die duale Ausbildung begeistern will. Dabei ist es entscheidend, dass sich Wirtschaft und Gesell­schaft noch mehr auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere zurück­besin­nen. Das betrifft nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern auch die Bildungspolitik. Die Berufsbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke“, erläutert Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. Um das zu erreichen, haben die IHK und Partner wie das Bayerische Wirtschaftsministerium in den vergangenen Jahren erfolgreiche Kampagnen wie ‚Elternstolz‘ oder die ‚Woche der Ausbildung‘ ins Leben gerufen. Letztere startet dieses Jahr am 26. Februar.

Unter den 423 Neu-Azubis im Landkreis sind heuer auch 18 Jugendliche aus fluchtwahr­scheinlichen Herkunftsländern. Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen die Bürokaufleute vor Verkäufern und Elektronikern für Betriebstechnik. Es folgen Einzelhandelskaufleute, Fluggerätmechaniker und Bankkaufleute. Bei den Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Elektroniker für Betriebstechnik. Insgesamt konnten die Unternehmen Neuverträge in 58 verschie­denen Berufen abschließen. Die Anzahl der IHK Ausbildungsbetriebe stieg auf 217. Sie stehen für 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.