Die 2. Änderung der 1. Förderrichtlinie zum Bundesprogramm ist Ende März in Kraft getreten.

Förderung "Ausbildungsplätze sichern" in Corona-Zeiten

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© Rene Asmussen von Pexels
UPDATE - Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wird verlängert und ausgeweitet!
Mitte März hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und weiterzuentwickeln. Das Programm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick, um die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise zu verringern und den Ausbildungsmarkt weiter zu stärken. Außerdem wird das Programm einem größeren Kreis von Betrieben zugänglich gemacht. Das wird durch die Erhöhung der Prämien für die Neueinstellung oder die Übernahme von Auszubildenden sowie der Ausweitung der Förderung zur Vermeidung von Kurzarbeit umgesetzt.

Folgende Eckpunkte der ersten Förderrichtlinie wurden dafür angepasst:

Generelle Fördervoraussetzungen

  • Die Kriterien für die erhebliche Corona-Betroffenheit werden für Ausbildungen ab 01.06.2021 deutlich reduziert. Beim Umsatzeinbruch ist zukünftig nur noch ein 30%-iger Rückgang in mindestens einem Monat erforderlich.
  • Bisher konnten nur Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeiter von der Ausbildungsprämie profitieren. Für Ausbildungen, die ab 01.06.2021 beginnen, können Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden gefördert werden.
  • Ab Inkrafttreten werden auch Ausbildungswechsler unabhängig vom Ausbildungsjahr mit Ausbildungsprämien gefördert.

Ausbildungsprämie / Ausbildungsprämie plus

  • Die Ausbildungsprämien werden für Ausbildungen, die bis zum 31.05.2021 beginnen - rückwirkend zum 16. Februar 2021 - in bisheriger Höhe verlängert.
  • Für neue Ausbildungen, welche frühestens ab dem 1. Juni 2021 beginnen, wird die Ausbildungsprämie von 2.000 Euro auf 4.000 Euro und die Ausbildungsprämie plus von 3.000 Euro auf 6.000 Euro verdoppelt.

Zuschüsse

  • Der Anreiz, Auszubildende und ihre Ausbilder trotz Kurzarbeit im Betrieb zu halten, wird verbessert. Mit Inkrafttreten gibt es deshalb nicht nur einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung, sondern auch einen Zuschuss zur Ausbildervergütung.
  • Es gibt einen "Lockdown II-Sonderzuschuss" für Kleinstunternehmen bis 4 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit aufgrund coronabedingter behördlicher Anordnung einstellen mussten oder nur in geringem Umfang weiterführen konnten. Dies wird ein Zuschuss in Höhe von pauschal 1.000 Euro je Azubi sein, wenn die Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt wurde.

Übernahmeprämie

Die Übernahmeprämie wird mit Inkrafttreten bis 31.12.2021 verlängert und auf 6.000 EUR verdoppelt. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit

Die im Koalitionsbeschluss vorgesehene Förderung neuer Ausbildungsverträge ist mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ umgesetzt worden. Ziel ist es, ausbildende Betriebe in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation dabei zu unterstützen, Ausbildungskapazitäten aufrecht zu erhalten oder zu steigern, Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden sowie Anreize zur Übernahme von Auszubildenden im Falle einer pandemiebedingten Insolvenz zu schaffen.

  • Die 1. Förderrichtlinie des Bundesprogramms mit der "Ausbildungsprämie", der "Ausbildungsprämie plus", dem "Zuschuss zur Ausbildungsvergütung" und der "Übernahmeprämie" ist zum 01. August 2020 in Kraft getreten.
    Die Förderung zur Sicherung von Ausbildungsplätze wurde vom 11. Dezember an ausgeweitet. Eine weitere Verlängerung bzw. Weiterentwicklung der 1. Förderrichtlinie ist am 27.03.2021 Inkraft getreten. Das Programm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick, um die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise zu verringern und den Ausbildungsmarkt weiter zu stärken. Außerdem wird das Programm einem größeren Kreis von Betrieben zugänglich gemacht. Das wird durch die Erhöhung der Prämien für die Neueinstellung oder die Übernahme von Auszubildenden sowie der Ausweitung der Förderung zur Vermeidung von Kurzarbeit umgesetzt.
  • Die 2. Förderrichtlinie zur "Auftrags- und Verbundausbildung" ist in einer zweiten Richtlinie geregelt und zum 30. Oktober 2020 in Kraft getreten.

An wen richtet sich die Förderung?

Betriebe, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits-und Sozialwesen durchführen.

Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus:
ausschließlich ausbildende kleine und mittlere Unternehmen

  • für Ausbildungsverhältnisse, die bis zum 31. Mai 2021 beginnen:
    mit bis zu 249 Mitarbeitern
  • für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen:
    mit bis zu 499 Mitarbeitern

Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit:
Diese Förderungen (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung und Zuschuss zur Ausbildervergütung) waren bisher ausschließlich für ausbildende kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern.
Ab März 2021 sind diese möglich für Betriebe mit bis zu 499 Mitarbeitern!

Lockdown-II-Sonderzuschuss:
Eine Förderung mit dem „Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen“ ist ausschließlich für Kleinstunternehmen mit bis zu vier Mitarbeitern möglich.

Übernahmeprämie:
Bei der Übernahmeprämie sind ausbildende Unternehmen unabhängig von der Zahl ihrer Mitarbeiter!

Ausschlusskriterien:

  • Praktika sind ausgeschlossen.
  • Pro Ausbildungsvertrag kann entweder eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus oder eine Übernahmeprämie plus gewährt werden. Mehrere Prämien für einen Ausbildungsvertrag werden nicht gewährt. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn der Ausbildungsbetrieb für ein und denselben Ausbildungsvertrag bereits eine Förderung mit gleicher Zielrichtung oder mit gleichem Inhalt erhält.
  • Es kann entweder für einen Ausbildungsvertrag eine Förderung in Form des „Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit“ in Anspruch genommen werden oder die Förderung mit dem Lockdown-II-Sonderzuschuss.
  • Der Ausbildungsbetrieb muss seinen Sitz in Deutschland haben.

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