Ab 2023

Infos zu den Neuordnungen der Ausbildungsberufe 2023

Gestalter für immersive Medien
© Eren Li by pexels

Zum August 2023 werden mehrere Ausbildungsberufe neugeordnet. Hier finden Sie alle Informationen zu den geplanten Neuordnungen in diesem Jahr. Ganz neu wird es den/die Gestalter/-in für immersive Medien geben. Die Informationen auf dieser Seite werden laufend aktualisiert.

Neugeordnete Ausbildungsberufe 2023

  • Gestalter/-in für immersive Medien

Nachdem eine Voruntersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung 2021 empfahl, diese Lücke zu schließen, wurde ein Neuordnungsverfahren zur Entwicklung eines entsprechenden Berufsbildes gestartet. Die dreijährige duale Ausbildung Gestalter/-in für immersive Medien wird zunächst als Monoberuf, also ohne Differenzierungsmöglichkeiten in Fachrichtungen oder Wahlmodule, aufgesetzt, um bei geringeren Ausbildungszahlen eine einheitliche Struktur vorzugeben. Der Beruf soll ab August 2023 bundesweit ausgebildet werden.

360-Grad-Videos, virtuelle Räume und Konferenzen, animierte Grafiken – der Medieneinsatz im Alltag steigt seit Jahren rasant. Unternehmen verschiedener Branchen suchen dafür zunehmend Fachkräfte. Diesem Bedarf soll der neue dreijährige Ausbildungsberuf Gestalter/-in für immersive Medien entgegenkommen – ab 1. August 2023 bundesweit.

Vermittelt werden Aufnahmetechniken für reale und virtuelle Produktionen, das Erfassen, Modellieren und Aufbereiten von 3-D-Daten, die Gestaltung immersiver Klangwelten – was nicht nur für die Games-Branche zählt. Zunächst soll in Bayern eine Berufsschulklasse in Fürth im ersten Lehrjahr gemeinsam mit dem Mediengestalter/-in Bild/Ton beginnen. "Das klingt nach einem praxisorientierten Berufsbild mit vielen Schnittstellen", meint Rosie Schuster, Inhaberin des Münchner Streamingdienstleisters Techcast GmbH und Vorsitzende des IHK-Arbeitskreises Medien. Sie vergleicht dies mit der Einführung des Fachinformatikers vor einigen Jahren: "Das sind heute attraktive, passgenaue Mitarbeiter für viele Firmen. Ehe die virtuelle Realität browserbasiert und damit breitenwirksam in Anwendung kommt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, parallel Fachkräfte dafür auszubilden. Immersive Media als Trend wird uns massiv herausfordern."
Für viele Schulabgänger könne dies auch eine Alternative zum Studium sein, was wiederum den Medienstandort Bayern stärke.

Informationsveranstaltung zum neuen Ausbildungsberuf Gestalter/-in für immersive Medien

Am 8. März 2023, 14.00 bis 16.00 Uhr
in der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern

Hier geht's zur Anmeldung

Agenda

TOP 1 Begrüßung

  • Alex Schaurer, IHK für München und Oberbayern, Stabsreferat „Digitalisierung, Organisation, Prozesse“

TOP 2 GIM – ein neuer Ausbildungsberuf für die Gestaltung immersiver Medien

  • Dr. Heike Krämer, Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB), Projektleiterin des Neuordnungsverfahrens
  • Prof. Fabrizio Palmas, Creative & Technical Director von straightlabs GmbH & Co. KG, Sachverständiger des Bundes für die Erarbeitung des Ausbildungsrahmenplans
  • Matthias Zimpel, Schulleiter der Martin-Segitz-Schule, Staatliche Berufsschule III in Fürth

TOP 3 Unterstützungsangebote der IHK für München und Oberbayern für neue Ausbildungsbetriebe

  • Alex Schaurer, IHK für München und Oberbayern

TOP 4 Informeller Austausch und Möglichkeit zur Vernetzung

  • Michael Assenmacher, DIHK, Referatsleiter Weiterentwicklung der Beruflichen Ausbildung, Federführer für die Arbeitgeberseite im Neuordnungsverfahren #gemeinsam mit
  • Thomas Hagenhofer, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)
  • Dr. Heike Krämer Prof. Fabrizio Palmas
  • Silke Schmidt, XR Hub Bavaria München