Verantwortung sichert Zukunft

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Die IHK für München und Oberbayern engagiert sich für verantwortungsvolles Unternehmertum und das Leitbild des ‎Ehrbaren Kaufmanns“. Richtschnur dieses Engagements ist die „Agenda 2030“ der Vereinten Natio‎nen für eine ‎nachhaltige Entwicklung. Mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen weist die Agenda den Weg in ‎die ‎Zukunft: Bayerns Wirtschaft wird dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn sie zum Wohlerge‎hen ‎der heutigen Gesellschaft und zukünftiger Generationen weltweit beiträgt. Es dürfen nicht mehr Ressourcen ‎verbraucht werden, als die Erde zu bieten hat. „Made in Germany“ muss zukünftig nicht nur für Qualität, sondern auch ‎für ‎verantwortungsvolles, zukunftsfähiges Wirtschaften stehen.

Inhalt

Bayernweiter Meinungsbildungsprozess „Verantwortungsvolles Wirtschaften“‎

Die bayerischen IHKs haben einen breiten, partizipativen Meinungsbildungsprozess zum Thema ‎‎„Verantwortungsvolles Wirtschaften“ ins Leben gerufen. Der erste Schritt bildete eine im März unter den bayerischen ‎Mitgliedsunternehmen durchgeführte IHK-Umfrage zum Thema „Verantwortungsvolles Wirtschaften ‎in ‎Bayern“. Im zweiten Schritt diskutierten ‎die ‎bayerischen IHKs unter dem Motto „Gemeinsam unternehmen wir Verantwortung“ im Juni und Juli verschiedene Aspekte ‎der ‎gesellschaftliche ‎Verantwortung von Unternehmen ‎‎(CSR) und den Beitrag ‎der ‎Wirtschaft zu ‎einer ‎nachhaltigen Entwicklung im Rahmen der „‎Agenda 2030‎“. Aufbauend auf den Ergebnissen der Umfrage und der Diskussionsforen wird aktuell ein Eckpunktepapier für verantwortungsvolles, ‎zukunftsfähiges Wirtschaften entwickelt.‎

IHK-Nachtschicht: Kreativmarathon für den sozialen Zweck

Die IHK unterstützt Unternehmen dabei, das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter zu fördern. Hierfür entwickelte die IHK ein neues Veranstaltungsformat: Die erste IHK-Nachtschicht fand im Juni statt. Freiwillige aus der Münchner Kreativbranche arbeiteten in einer achtstündigen Nachtschicht für gemeinnützige Organisationen der Stadt. Die Kreativ-Profis entwickelten das, für was den gemeinnützigen Organisationen Zeit und Geld fehlen: Broschüren, Flyer, Info- oder Schulungsmaterialien, eine maßgeschneiderten Corporate Identity und IT-Konzepte. Das Ganze hat absoluten Praxisbezug. Was in der Nachtschicht entwickelt wurde, konnte am nächsten Tag schon verwendet werden.

‎6. Bayerischer CSR-Tag: Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammendenken

Der 6. Bayerische CSR-Tag fand am 26. September 2018 im Forum der Münchner IHK Akademie statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Schöne neue Welt: Nach‎haltig wirtschaften im digitalen Zeitalter“. Die Resonanz zeigte, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit heute in Bayerns Wirtschaft hat. ‎Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen. Sie diskutierten mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über das neue Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Was die Zukunft bringt, ist – wie diese Veranstaltung zeigte – völlig offen. Robotik, Big Data und Künstliche ‎Intelligenz, all das hat enormes Potenzial, um Nachhaltigkeit entscheidend zu fördern. Entscheidend dafür sind die Werte, die als Basis der Entwicklung dieser Technologien stehen. Digitalisierung ist bislang nicht auf Nachhaltigkeit programmiert. Es drohen erhöhter Energiebedarf und Rebound-Effekte (z.B. ressourcenschonende Produkte bringen nichts, wenn man sie in immer größeren Mengen herstellt). Auf dem CSR-Tag waren sich Referenten und Teilnehmer einig: Wer mehr Nachhaltigkeit will, muss die Digitalisierung entsprechend gestalten. Ansonsten wird eine große Chance verspielt.

IHK-Ausschuss Unternehmensverantwortung gegründet

Binnen sechs Monaten hat die IHK gleich zwei große Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gemacht: Im Sommer 2018 hat die IHK den Arbeitskreis Unternehmensverantwortung mit mehr als 40 Mitgliedsunternehmen gegründet. Zur Vorsitzenden wurde die IHK-Vizepräsidentin Kathrin Wickenhäuser-Egger gewählt. Die IHK-Vollversammlung hat im Dezember 2018 einstimmig beschlossen, dieses Gremium aufzuwerten. Der Arbeitskreis wurde zum Ausschuss hochgestuft. Sein Ziel: Nachhaltigkeit als Leitbild einer zukunftsfähigen Entwicklung stärken, zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in der Region beitragen und der verantwortungsbewussten Wirtschaft in der politischen und der gesellschaftlichen Diskussion eine Stimme geben.