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IHK Exporttag Bayern 2018 - 22.11.2018 - IHK Akademie Muenchen. Foto: Sebastian Widmann
© Sebastian Widmann

Bayerns Außenhandelsvolumen stieg auf ‎über 376 Milliarden Euro - eines von vielen Highlights im Jahr 2018.

Inhalt

Außenwirtschaft in Zahlen

Die IHK für München und Oberbayern hat 3.269 Carnets und insgesamt 90.992 Exportdokumente ausgestellt. Unter die Rubrik Exportdokumente fallen Ursprungszeugnisse, Handelsrechnungen und sonstige Bescheinigungen. Rechnet man die Kopien hinzu, kommt man auf die stolze Zahl von 212.605 Exportdokumenten, die die IHK im vergangenen Jahr ausgestellt hat. Bemerkenswert ist zudem der digitale Trend. 53 Prozent der 65.712 Ursprungszeugnisse wurden im vergangenen Jahr bei der IHK elektronisch eingereicht. 2017 waren es nur 49 Prozent.

Bayerns Außenhandel legt nochmals zu, leichter Rückgang der Exporte

Die Abkühlung der Weltkonjunktur, Brexit-Verunsicherung, die internationalen Handelskonflikte – all das hat sich auch in der Handelsbilanz der bayerischen Wirtschaft niedergeschlagen. Nach Exportrekorden in Folge hat Bayerns Wirtschaft 2018 mit Exporten in einem Gesamtwert von 190,6 Milliarden Euro einen leichten Rückgang erlebt. Das Außenhandelsvolumen legte dagegen nochmals um 1,7 Prozent auf ‎über 376 Milliarden Euro zu. Bayerns Importe stiegen mit 3,6 Prozent kräftig auf knapp 186 Milliarden Euro an. Der Außenhandelsüberschuss beträgt folglich immer noch 4,7 Milliarden Euro.

Dauerthema Brexit

Die IHK hat sich intensiv mit dem möglichen Folgen des Brexits beschäftigt. Die IHK bot den Unternehmen hierzu in ihren Medien umfassende Informationen an. Die IHK machte vor allem klar, auf welche Brexit-Szenarien sich Bayerns Unternehmen vorbereiten müssen – und wie sich diese Szenarien auf Zoll, Transport, Dienstleistungen, Steuern Recht und Finanzen auswirken könnten. Die IHK organisierte zudem zwei Brexit-Veranstaltungen in Brüssel und in München. Die Veranstaltung in München am 14. November war gleichzeitig der Auftakt einer BREXIT-Roadshow in Oberbayern, die Anfang 2019 startete.

Die IHK sucht den Dialog – auch mit schwierigen Partnern

Die IHK hatte schon viele Staatschefs und ranghohe Wirtschaftsdelegationen zu Gast. 2018 führte sie Gespräche mit Vertretern zweier Regierungen, deren Verhalten EU-weit Sorgen machen. Sheikh Saoud bin Abdulrahman Al-Thani, Botschafter des Staates Katar in Deutschland, repräsentiert ein System, dem fortlaufende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wird. Selbst arabische Nachbarstaaten werfen Katar vor, Terrororganisationen zu finanzieren. Auch deshalb ist geplante Fußball-WM 2024 in Katar hoch umstritten.

Ein weit größeres Problem ist der protektionistische Kurs des US-Präsidenten Donald Trump. Er hat der bayerischen Autoindustrie mehrmals mit Strafzöllen gedroht. US-Generalkonsulin Meghan Gregonis versuchte bei ihrem Gespräch in der IHK, diese Sorgen zu dämpfen. Sie sagte, auch wenn die Regierung Trump bei manchen Themen neue Ansätze suche, stehe Washington unverändert zu den guten transatlantischen Handelsbeziehungen. Meghan Gregonis argumentierte, Trump habe dem deutsch-amerikanischen Handel bislang nicht geschadet. Auch in den USA tätige deutsche Unternehmen seien Gewinner des Reformkurses der US-Präsidenten. Sie profitierten von der massiven Senkung der US-Unternehmenssteuern und des Bürokratieabbaus. Die US-Generalkonsulin zitierte eine Studie der deutschen Außenhandelskammern, wonach mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen, die bereits in den USA aktiv sind, ihre Investitionen noch erhöhen wollten. Frank Dollendorf, Leiter der IHK-Außenwirtschaft, betont, es sei nicht Aufgabe der IHK, politische Konflikte zu lösen. Die IHK werde aber im Interesse der Mitgliedsfirmen weiter das Gespräch mit schwierigen Partnern suchen. „Es gibt auch Dinge in Russland, China oder Brasilien, die uns nicht gefallen. Wir stehen für die Überzeugung, dass wir über gute Handelsbeziehungen zu einem besseren gesellschaftspolitischen Klima in unseren Partnerländern beitragen können“, sagt Dollendorf.

‎Abschluss des Projekts C-TEMAlp ‎

Die Unternehmensnachfolge ist für den gesamten deutschen Mittelstand eine Überlebensfrage. Noch schwieriger gestaltet sich das im Alpenraum, weil dort erst recht junge Führungstalente fehlen. Der Tourismus wird die Alpen nicht retten. In den Bergtälern entwickelt sich die Wirtschaft deutlich schlechter als in den Industrie- und Ballungsräumen. Die Kluft könnte noch größer werden, wenn sich für die wenigen Betriebe in der Alpenregion keine Nachfolger finden. Deshalb haben EU-Kommission und elf ‎Projektpartner aus Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien und ‎der Schweiz 2015 das Projekt C-TEMAlp gegründet. Die Kürzel steht für „Continuity of ‎Traditional Enterprises in Mountain Alpine Space Areas”. Das Ganze wird vom ‎Interreg-Programm für den Alpenraum finanziert. Die Idee: Die Nachfolge grenzüberschreitend lösen. Die Maßnahmen hierzu: Aufbau eines internationalen ‎Expertennetzwerks für die Unternehmen, ein Serviceangebot zur ‎Unterstützung der Betriebsübergaben und der Start der Business-Transfer-Plattform (www.business-transfer.eu), die Kontakte zwischen potentiellen Käufern und Verkäufern von ‎Unternehmen schaffen soll. Am 18. Oktober trafen sich die Partner des Projekts C-TEMAlp zur ‎Abschlusskonferenz der bis Ende 2018 befristeten Initiative. Als Fazit dieser Konferenz wurde vereinbart, diese Kampagne in einem neuen Rahmen weiterzuführen. Als ‎beste Variante wurde die Fortführung über das EEN - „Enterprise Europe Network“ vorgeschlagen. Das macht auch organisatorisch Sinn: Die meisten Projektpartner sind auch ‎Servicestellen des Enterprise Europe Networks. ‎

‎10 Jahre Netzwerk EEN ‎

Es war ein wichtiges Jubiläum für Europa: Das Enterprise Europe Network (EEN) hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Das EEN soll dafür sorgen, dass kleine und mittlere Unternehmen von den Vorzügen des EU-Binnenmarktes profitieren. Dem Netzwerk gehören heute über 600 wirtschaftsnahe ‎Organisationen in allen Regionen der EU und in Drittländern an. Allein in Bayern beteiligen ‎sich zehn Organisationen. Die IHK für München und Oberbayern ist Koordinator des ‎bayerischen Netzes und Ansprechpartner für die Firmen.‎ Die EU-‎Förderung ermöglicht, dass das EEN-Angebot für die Firmen größtenteils kostenlos ist. Zum Service gehören Länderworkshops, ‎Kooperationsbörsen, Unternehmerreisen, Beratung zum öffentlichen ‎Auftragswesen und zu EU-Förderprogrammen sowie die Suche nach passenden Partnern ‎für geschäftliche Kooperationen, Technologietransfer und Forschungsvorhaben. Auch ‎kleinere Unternehmen können ihre Innovationsfähigkeit innerhalb ‎ihrer Branche prüfen lassen. Unternehmen können das EEN über bestehende Hindernisse im Binnenmarkt informieren. Das EEN gibt diese Beschwerden an Entscheidungsträger in Brüssel weiter. Den Firmen steht dafür auch eine ‎Onlineplattform zur Verfügung. Das EEN-Bayern ‎organisiert in Brüssel sechs Veranstaltungen pro Jahr, um mit Vertretern von EU-‎Parlament und EU-Kommission über eine mittelstandsfreundliche Gestaltung des EU-Binnenmarkts zu diskutieren.

IHK-Studie zur Dienstleistungsfreiheit im EU-Binnenmarkt

Die IHK hat die Studie „Binnenmarkt, Dienstleistungsfreiheit und Arbeitnehmerentsendung – wieviel Bürokratie verträgt ein fairer Wettbewerb?“ vorgestellt. Die Studie bestätigt die Alltagserfahrung bayerischer Unternehmer: Während der grenzüberscheitende Austausch industrieller Waren im EU-Binnenmarkt recht gut funktioniert, kämpfen Bayerns Dienstleister unverändert mit hohen bürokratischen Hürden. Hier wird viel Potenzial verschenkt. Die Studie stellt sogar einen Rückschritt fest: Demnach haben seit 2009 die Behinderungen des grenzüberschreitenden Dienstleistungshandels deutlich zugenommen.

Zollforum Bayern 2018: Top-Resonanz mit 400 Teilnehmern

Das Zollforum Bayern ist seit Jahren eines der erfolgreichsten Veranstaltungsformate im Bereich Außenwirtschaft. Das Zollforum wird von den bayerischen IHKs und Handwerkskammern in Partnerschaft ‎mit der Generalzolldirektion ausgerichtet. Organisator ist das Außenwirtschaftszentrum Bayern. Das Zollforum fand in der IHK Aschaffenburg und in der IHK für München und Oberbayern statt. Zu beiden Veranstaltungen kamen rund 200 Teilnehmer – schließlich war die Brisanz des Themas Zoll seit Jahrzehnten nicht mehr so groß. Kern der Tagung war der Vortrag des Rechtsanwalts Dr. Ulrich Möllenhoff über die möglichen zollrechtlichen Folgen des Brexits. Seine Botschaft: Da nicht einmal die britische Regierung weiß, wie sie den Brexit gestalten soll, sollten sich bayerische Unternehmen auf das schlechteste Szenario einstellen: den Abstieg Großbritanniens auf den Drittlandstatus. Dann würden automatisch Zölle auf Basis der WTO-Standards in Kraft treten. Robert Schreiber und Franziska Schubert von den Hauptzollämtern München und Schweinfurt ‎beschäftigten sich mit der Entwicklung des 2016 in Kraft getretenen Unionszollkodex. Sie konzentrierten sich dabei auf die gerade laufende Neubewertung der Bestandsbewilligungen für vereinfachte Verfahren.‎ Annette Liebl von der Gene‎ralzolldirektion informierte über das Freihandelsabkommen mit Japan und berichtete über den Stand der Freihandelsverhandlungen, die die EU derzeit mit weiteren potenziellen Partnern führt. ‎Rechtsanwalt Dr. Thomas Weiss sprach über die Reform des grenzüberschreitenden Umsatzsteuerrechts, auf die sich Unternehmen von 2020 an einzustellen haben. Johanna Wegner, Zollexpertin der IHK München, referierte über die Ursachen und Folgen von Handelskriegen der Vergangenheit – und was man heute daraus lernen sollte.

Exportpreis Bayern 2018‎

Der Exportpreis Bayern wurde 2018 zum 12. Mal in den Kategorien Dienstleistung, Handwerk, Handel ‎und Industrie vergeben. Insgesamt bewarben sich 55 Unternehmen mit ‎maximal 50 Mitarbeitern um den Preis. Der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zeichnete die ‎Preisträger am 21. November 2018 in München aus. Erstmalig wurden auch die Top-3-Unternehmen mit ‎einer Urkunde und Logo bei der Preisverleihung bedacht. Träger des Wettbewerbs sind das Bayerische ‎Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, der Bayerische Industrie- und ‎Handelskammertag und die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern in Kooperation mit Bayern International.

Exporttag Bayern 2018‎

So viel Außenwirtschaftsexpertise an nur einem Tag bietet keine andere Veranstaltung im Freistaat: Beim Exporttag Bayern am 22. November 2018 waren Experten der deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) aus über 60 Ländern vertreten. Sie klärten Exportfragen von Unternehmern in vorab terminierten Einzelberatungen. Den gut 200 Teilnehmern wurden zudem Fachvorträge über aktuelle Themen der Außenwirtschaft und Gesprächsmöglichkeiten mit Dienstleistern der Außenwirtschaft geboten. Im Fokus standen Fragen zu den Themen Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten, Marktstrukturen und Branchenentwicklungen, Kooperations- und Vertriebspartnersuche sowie die Firmengründung im Ausland.

Münchner Exportkontrolltag 2018‎

Eine gelungene Premiere mit brisanten Themen: Der 1. Münchner Exportkontrolltag fand am 11. Oktober in der Münchner IHK Akademie statt. Mit 180 Teilnehmern war die Auftaktveranstaltung ausgebucht. Die Referenten informierten Unternehmen über neue Risiken, die den Unternehmen im Tagesgeschäft drohen. Diskutiert wurde etwa die Frage, inwieweit Lieferungen im Bereich Cloud Computing sicherheitsrelevant und damit ausfuhrrechtlich zu genehmigen sind. Ein heißes Thema war ferner, wie sich die sogenannten „Secondary Sanctions“ der USA auf das Iran- und Russland-Geschäft bayerischer Unternehmen auswirken. Ein weiteres wichtiges Vortragsthema waren die strafrechtlichen Konsequenzen bei Fehlern in der Exportkontrolle.

Webinare und Workshops zum Thema Mitarbeiterentsendung

Die IHK für München und Oberbayern hat gemeinsam mit den Deutschen Auslandshandelskammern Workshops und ein Webinar zum Thema Dienstleistungsexport innerhalb Europas angeboten. Grund: Die Nationalstaaten versuchen, ihre Dienstleistungsmärkte mit komplizierten Auflagen für Anbieter aus den Nachbarländern abzuschotten. So müssen in Deutschland beschäftigte Mitarbeiter vor jedem Arbeitseinsatz in vielen europäischen Ländern bei den dortigen Behörden angemeldet werden. Verstöße gegen diese Auflagen können für den Unternehmer teuer werden. Die IHK-Workshops beschäftigten sich mit allen Fragen, die in der Praxis zu beachten sind: Gestaltung der Arbeitsverträge, Sozialversicherungspflicht, Entsendungsverfahren und Verwaltungsvorgaben. Die Workshops beschäftigten sich mit den Ländern Österreich, Italien, Frankreich, Schweiz und die Niederlande. ‎

Wirtschaftsforum Ukraine ‎

Volodymyr Groysman, Premierminister der Ukraine, kam zum IHK-Wirtschaftsforum Ukraine, um Bayerns Unternehmen und Investoren von seinem Standort zu überzeugen. Groysman braucht Hilfe von außen, um sein Land wirtschaftlich in Gang zu bringen. Für Bayerns Unternehmen könnte sich ein Engagement in der Ukraine rechnen. Groysman versprach eine Fortsetzung seines wirtschaftsfreundlichen Reformkurses. Die Sicherheitsrisiken sind seiner Ansicht nach kalkulierbar. Das bestätigten zwei deutsche Unternehmer, die über ihr erfolgreiches Engagement in der Ukraine berichteten. Sie empfahlen das Land uneingeschränkt. Das Bild, das man in Deutschland von der Ukraine habe, sei viel zu negativ. Man könne in der Ukraine völlig ohne Korruption saubere Geschäfte machen. Niedrige Löhne, gut ausgebildete Fachkräfte und eine sich rasant entwickelnde Wirtschaft seien klare Vorzüge des Standorts Ukraine.

Global Sourcing Roadshow

Die bayerischen IHKs haben gemeinsam mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium im Juni eine Global Sourcing Roadshow gestartet. Grund ist eine Schieflage im Wettbewerb: Konzerne nutzen schon seit Jahren globale Einkaufstrategien für Ressourcen, Materialien und Vorprodukte, was Kosten senkt und Produktion sichert. Digitalisierung macht solche Prozesse der Beschaffung auch Mittelständlern möglich, nur nutzen sie das bislang kaum. Die Roadshow machte deutlich, wie kleinere Firmen mit vertretbarem Aufwand globale Einkaufsstrategien entwickeln können.

Veranstaltung „IHK-Aktuell Iran“ ‎

Noch Anfang 2016 galt der Iran nach der damaligen starken Lockerung der Wirtschaftssanktionen als einer der vielversprechendsten Märkte. Das Interesse der bayerischen Unternehmen war entsprechend groß. US-Präsident Donald Trump sorgte für ein Ende der Euphorie: Am 8. Mai hat er beschlossen, die US-Sanktionen gegen den Iran schrittweise wieder einzuführen. Das hat auch zu einem Konflikt zwischen der EU und den USA geführt. Europas Banken weigern sich beispielsweise Geschäfte im Iran zu finanzieren, weil sie Strafmaßnahmen der US-Regierungen fürchten. Ob es sich lohnt, trotzdem in das Iran-Geschäft einzusteigen, muss jeder Unternehmer im Einzelfall entscheiden. Die IHK-Veranstaltung machte deutlich, welche Risiken dabei zu kalkulieren sind.

Veranstaltungsreihe in Brüssel

Bayerns IHKs haben gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich sechs Großveranstaltungen in der Brüsseler Vertretung des Freistaates Bayern organisiert. Den Auftakt machte am 28. Februar die Veranstaltung „Luftreinhaltung in Europa – Perspektiven aus Wirtschaft und Kommunen“. Dabei ging es in erster Linie um die Sorgen vor möglichen Fahrverboten, der Lähmung des Wirtschaftsverkehrs und Versorgungsprobleme der Gastronomie, Hotellerie und des Einzelhandels. Am 7. Mai folgte die Diskussion „Neue Impulse für freien, nachhaltigen und fairen Handel durch ein Mercosur-‎Abkommen?‎“ Das Fragezeichen kommt nicht von ungefähr. Brasilien galt einst als Hoffnungsträger des Welthandels, befindet sich heute aber im politischen und wirtschaftlichen Krisenmodus. In Venezuela herrscht blankes Chaos. Gleichwohl könnte dieser Wirtschaftsraum auf lange Sicht ein attraktiver Partner sein. Die Veranstaltung „NEXT STOP BREXIT – Kann sich die Wirtschaft auf den Brexit vorbereiten?‎“ fand am 19. Juni statt. Dabei ging es natürlich um die Frage, wie Unternehmen, Liefer- und Logistikketten und Handelsbeziehungen unter den Bedingungen fehlender Planungssicherheit funktionieren können. Der „Parlamentarische Abend: Herausforderungen für den grenzüberschreitenden ‎Güterverkehrmit Beispielen aus ‎Deutschland, Österreich und Italien“ machte klar, das selbst zwischen EU-Kernstaaten Barrieren bestehen. Mit den Kontrollen an der bayerischen Grenze hat sich die Lage seit 2015 für den Güterverkehr auf der Straße sogar verschlechtert. Zwei BIHK-Veranstaltungen beschäftigten sich mit der Frage, wie die EU Innovationen im Mittelstand sinnvoll fördern kann. Tenor der Diskussion: Neben der sinnvollen Ausgestaltung der EU-Förderprogramme wäre es hilfreich, wenn die EU Mittelständlern auch Risikokapital zur Verfügung stellen könnte.