IHK-‎Dienstleistungsausschuss

Berichte aus den Sitzungen des IHK-Dienstleistungsausschusses

Der Dienstleistungsausschuss beschäftigt sich mit politischen Themen, die die im Ausschuss vertretenen Branchen bewegen und erarbeitet Stellungnahmen und Positionen auf Bundes- und Landesebene. Im Fokus steht eine praxisnahe Gestaltung von Gesetzen. Zudem dient die Expertise des Dienstleistungsausschusses für IHK-Stellungnahmen, Briefe an die Politik sowie Gespräche mit Politik und Parteien, Verwaltung und Hochschulen.

Eine vielseitige Ausschusssitzung: Von Zuwanderungspolitik, über den „Pakt für die Freiheit“ bis zu Sustainable Finance

Der Dienstleistungsausschuss beschäftigte sich am 28.03.2019, in den Räumen der Rohrer Immobilien GmbH, mit der Zuwanderung von Fachkräften, einer aktiven Wirtschaftspolitik für kleine Unternehmen sowie mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum.

Frau Carla Rhode, ifo Center for International Institutional ‎Comparisons and Migration Research, stellte in Ihrer Analyse fest, dass zum Erhalt der ‎notwendigen Fachkräftebasis und der deutschen Wettbewerbsfähigkeit Fachkräfte ‎aus dem Ausland rekrutiert werden müssen. Frau Elfriede Kerschl, Referatsleiterin Wirtschaftspolitik, Fachkräfte, Frauen in der ‎Wirtschaft, IHK für München und Oberbayern, diskutierte zusammen mit dem Dienstleistungsausschuss einen IHK-10-Punkte-Katalog, der KMUs bei der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten unterstützen soll. Der Ausschuss stimmte dem 10-Punkte-Katalog zu und empfiehlt der IHK den eingeschlagenen politischen Kurs beizubehalten. Strategien rund um den Fachkräftemangel werden zentrales Thema des Ausschusses bleiben.

Herr Peter Kammerer, Bereichsleiter Standort, Handel, Dienstleistungen, IHK für München und Oberbayern, berichtete über das IHK-Engagement für Selbstständige und Kleinunternehmer. Ziel sei ein wirksamer Abbau von bürokratischen Belastungen und ein praxisnaher ‎Vollzug von Gesetzen, speziell für kleine Unternehmen – auch über eine aktive Zuarbeit zur Initiative „Pakt für die Freiheit“ der bayerischen Staatsregierung.‎ Der Ausschuss lieferte in der Diskussion wertvolle weitere Arbeitsimpulse.

Herr Tobias Bücheler, Bereichsleiter Regulatory Strategy, Allianz SE, gab einen ‎Überblick über den aktuellen EU-Aktionsplan zur Finanzierung von nachhaltigem ‎Wachstum („Sustainable Finance“). Der Aktionsplan zielt darauf ab, ‎Kapitalflüsse auf nachhaltige Investitionen umzulenken sowie die Langfristigkeit ‎und Transparenz in der Finanz- und Wirtschaftstätigkeit zu fördern. ‎Nach ausführlicher Diskussion zu den Folgen des EU-Aktionsplans – insbesondere für KMU - beschloss der Ausschuss sich in der kommenden Sitzung zum Thema zu positionieren.