In ihrer neuen Studie „Neue Wege für die Energiewende (Plan B)“ hat die DIHK einerseits die volkswirtschaftlichen Kosten einer Weiterführung der bisherigen Energiewende bis 2050 untersuchen lassen. Die sich ergebende Summe von bis zu 5,4 Billionen Euro würde die deutschen Unternehmen und Haushalte enorm belasten. Andererseits werden Alternativen aufgezeigt, wie die Energiewende durch mehr Technologieoffenheit, marktwirtschaftliche Lösungen und Fokussierung auf ein umfassendes Cap-und-Trade-System deutlich effizienter gestaltet und dabei alleine im reinen Energiesystem bis zu 910 Mrd. Euro eingespart werden können. Einschließlich weiterer Maßnahmen wie mehr internationaler Kooperation ergibt sich bis 2050 ein Kostensenkungspotenzial von deutlich über einer Billion Euro.
DIHK-Präsident Peter Adrian warnt: "Wenn wir den aktuellen Weg der Energiepolitik unter diesen Vorgaben weitergehen, gefährden wir nicht nur den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern erweisen auch dem notwendigen Ziel der Klimaneutralität einen Bärendienst." Es brauche dringend ein Umdenken in der Energiepolitik, um die Belastungen durch die Energiewende in Deutschland zu reduzieren.
Auch kleinteilige Regulierung, Komplexität und bürokratische Prozesse stehen der Energiewende im Weg und kosten Akzeptanz: "Die Transformation stockt bei Unternehmen und Verbrauchern, weil sie durch energiewendebedingte Regulierung und Bürokratie belastet und zunehmend überfordert sind", erklärt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Derks. "Insbesondere auf EU-Ebene ist durch den Green Deal ein Wildwuchs an Bürokratie entstanden, den wir dringend zurückdrängen müssen."
DIHK-Pressemeldung zur Studie "Plan B"