Im Jahr 2025 beträgt der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz der oberbayerischen Gemeinden 343 % und steigt damit leicht um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahresniveau von 2024. Auf Ebene der Landkreise variieren die durchschnittlichen Hebesätze zwischen 303 % im Landkreis München und 364 % im Landkreis Erding. Die kreisfreien Städte Ingolstadt und Rosenheim veranschlagen einen Hebesatz von 400 %, während es in der Landeshauptstadt München 490 % sind.
Im Jahr 2025 reicht die Spannweite der Gewerbesteuerhebesätze in Oberbayern von 230 % bis 490 %. Den höchsten Hebesatz einer Kommune (ohne die kreisfreien Städte) weist die Gemeinde Kirchberg (Lkr. Erding) mit 430 % aus. Es folgen die Gemeinden Berglern (Lkr. Erding), Kösching (Lkr. Eichstätt) und Langenpreising (Lkr. Erding) mit jeweils 420 %. Den niedrigsten Gewerbesteuerhebesatz veranschlagt die Gemeinde Baierbrunn (Lkr. München) mit 230 %. Dahinter folgen die Gemeinden Stammham (Lkr. Altötting), Bad Wiessee (Lkr. Miesbach), Grünwald (Lkr. München) und Pöcking (Lkr. Starnberg), die jeweils einen Hebesatz von 240 % erheben.
Mit einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 343 % liegt Oberbayern unter dem bayerischen Durchschnitt von 347 % und gehört damit zu den steuerlich attraktivsten Regierungsbezirken Bayerns. Nur Schwaben (334 %) weist einen niedrigeren Durchschnittswert auf. Gleichzeitig bleibt Bayern mit 347 % insgesamt unter dem bundesweiten Durchschnitt von 409 % (Wert aus 2024, gemäß Verfügbarkeit beim statistischen Bundesamt). Damit liegt Bayern insgesamt 62 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt. Die Ergebnisse verdeutlichen die moderate Gewerbesteuerbelastung der bayerischen Kommunen und stellen einen wichtigen Standortvorteil im nationalen Wettbewerb dar.
Die Gewerbesteuerhebesätze in Oberbayern zeigen im Jahr 2025 eine hohe Stabilität. Von insgesamt 500 Kommunen in Oberbayern haben 462 Kommunen (92,4 %) ihren Hebesatz gegenüber dem Vorjahr unverändert gelassen. 33 Kommunen (6,6 %) haben den Hebesatz erhöht und fünf Kommunen (1,0 %) gesenkt. Die größten Anpassungen gegenüber 2024 erfolgten in den Gemeinden Warngau und Penzberg, die ihren Hebesatz jeweils um 50 Punkte angehoben haben. Die stärkste Senkung verzeichnete Baierbrunn mit einer Reduzierung um 70 Punkte auf aktuell 230 %.
Ein Blick auf die längerfristige Entwicklung seit 2015 zeigt jedoch ein anderes Bild: Während in 275 Kommunen (55 %) der Hebesatz unverändert blieb, haben 210 Kommunen (42 %) ihren Hebesatz erhöht. Nur 15 Kommunen (3 %) nahmen in diesem Zeitraum eine Senkung vor. Dies könnte darauf hindeuten, dass langfristig eine Tendenz zu höheren Hebesätzen besteht.