Ratgeber

BayernCloud Tourismus: Mehr Sichtbarkeit durch Open Data

Mehr Reichweite, bessere Auffindbarkeit und weniger Pflegeaufwand: So nutzen Tourismusbetriebe die BayernCloud Tourismus erfolgreich.

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erlebe.bayern Gert Krautbauer

Immer mehr Reisende informieren sich nicht mehr ausschließlich über Suchmaschinen oder Buchungsplattformen. Sie nutzen KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Copilot, um Reiseziele, Unterkünfte, Gastronomieangebote und Freizeitaktivitäten zu finden. Damit verändern sich die Anforderungen an die digitale Sichtbarkeit von Tourismusbetrieben grundlegend.

Neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung (SEO) gewinnt deshalb die Generative Engine Optimization (GEO) an Bedeutung. Ziel ist es, Inhalte so bereitzustellen, dass sie von KI-Systemen gefunden, verstanden und in Antworten eingebunden werden können. Voraussetzung dafür sind strukturierte, maschinenlesbare und aktuelle Daten.

Genau hier setzt die BayernCloud Tourismus (BCT) an. Sie fungiert als zentrale Datendrehscheibe für touristische Informationen in Bayern und ermöglicht die automatisierte Verteilung von Daten über zahlreiche digitale Kanäle. Betriebe profitieren dadurch von mehr Sichtbarkeit, höherer Reichweite und geringerem Pflegeaufwand.

Was ist die BayernCloud Tourismus?

Mit der BayernCloud Tourismus (BCT) stellt die Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) Akteuren aus dem Tourismus eine zentrale Datenplattform für touristisch relevante Informationen zur Verfügung. Daten werden gesammelt, standardisiert und für unterschiedliche Anwendungen bereitgestellt.

Die Daten werden einmal zentral gepflegt und anschließend automatisiert an verschiedene Ausspielungskanäle verteilt. Das Prinzip lautet: „Einmal pflegen, überall ausspielen.“

Die BayernCloud Tourismus eignet sich für:

  • Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen
  • Campingplätze
  • Gastronomiebetriebe
  • Freizeit- und Erlebnisanbieter
  • Museen
  • Bergbahnen
  • Veranstalter
  • Tourist-Informationen und
  • Destinationsmanagementorganisationen.

Open Data als Grundlage digitaler Sichtbarkeit

Open Data sind Daten, die unter klar definierten offenen Lizenzen veröffentlicht werden und von Dritten genutzt, verarbeitet und weiterverbreitet werden dürfen. Im Tourismus betrifft dies beispielsweise:

  • Kontaktdaten
  • Beschreibungen
  • Bilder
  • Öffnungszeiten
  • Veranstaltungsinformationen
  • Tourendaten

Open Data bildet das Fundament der BayernCloud Tourismus. Nur offene und strukturierte Daten können automatisiert zwischen verschiedenen Plattformen ausgetauscht und von Suchmaschinen sowie KI-Systemen verarbeitet werden.

Warum ist Open Data für KI-Systeme wichtig?

KI-Systeme bevorzugen Informationen, die:

  • aktuell sind,
  • maschinenlesbar vorliegen,
  • strukturiert aufgebaut sind,
  • rechtssicher verwendet werden dürfen.

Unstrukturierte Webseiteninhalte oder PDF-Dokumente sind für KI-Anwendungen deutlich schwieriger nutzbar. Open Data erhöht deshalb die Wahrscheinlichkeit, in digitalen Assistenten und KI-gestützten Reisesuchen sichtbar zu werden.

Die Vorteile der BayernCloud Tourismus

  • Mehr Reichweite: Die Daten können über unterschiedlichste Kanäle ausgespielt werden, z.B. Websites, Apps, Sprachassisteten, Kartenanwendunge, digitale Gästeservices, KI-basierte Anwendungen.
  • Weniger Pflegeaufwand: Anstatt Informationen mehrfach in verschiedenen Systemen zu aktualisieren, erfolgt die Pflege einmal zentral. Änderungen werden automatisch übernommen.
  • Höhere Datenqualität: Durch strukturierte Erfassung und kontinuierliche Pflege werden Fehler, Dubletten und veraltete Informationen reduziert.
  • Basis für innovative Anwendungen, z.B. KI-Reiseassistenten, digitale Gästekarten, personalisierte Empfehlungen, intelligente Besucherlenkung.
  • Kostenfreie Nutzung: Für Datenlieferanten und Datenbereitsteller ist die Nutzung der BayernCloud Tourismus grundsätzlich kostenfrei.

Wie funktioniert die BayernCloud Tourismus für Betriebe?

  • Datenbestand erfassen: Prüfen Sie, welche Daten bereits vorhanden sind und wo diese gespeichert werden.
  • Datenqualität bewerten: Kontrollieren Sie Aktualität, Vollständigkeit und Korrektheit.
  • Rechte klären: Überprüfen Sie insbesondere Bilder und Texte auf urheberrechtliche Nutzungsrechte.
  • Open-Data-Lizenzen vergeben: Kennzeichnen Sie geeignete Inhalte entsprechend ihrer Verwendbarkeit.
  • Datenpflege im Webclient der BayernCloud Tourismus.
  • Daten automatisiert ausspielen: Nutzen Sie die BayernCloud Tourismus und deren Widgets für eine breite Verteilung Ihrer Inhalte.

Nach der Einbindung in die BayernCloud Tourismus müssen Informationen nicht mehr auf mehreren Plattformen separat gepflegt werden. Änderungen werden nur noch einmal zentral vorgenommen und anschließend automatisch in der jeweils aktuellen Version an alle angeschlossenen Kanäle und Anwendungen übertragen. Dadurch reduziert sich der Pflegeaufwand und die bereitgestellten Informationen bleiben überall konsistent und aktuell.

Weitere Informationen und Anleitungen finden Sie auf der Webseite der Bayern Tourismus Marketing GmbH.

Die Widgets der BayernCloud Tourismus

Eine besonders einfache Möglichkeit zur Datennutzung bieten die kostenlosen Widgets der BayernCloud Tourismus. Sie lassen sich per Code-Snippet, einem kurzen Ausschnitt aus dem Programmcode, in bestehende Websites integrieren und aktualisieren sich automatisch. Die BayernCloud Tourismus bietet aktuell die folgenden Widgets:

  • Karten-Widge zur interaktiven Darstellung von Sehenswürdigkeiten, Betrieben, Touren inkl. Filter- und Suchfunktionen.
  • Veranstaltungs-Widget zur automatischen Anzeige von Events, Feste etc.
  • Entdecker-Widget mit Einbindung von Point of Interests, Touren, Attraktionen und Erlebnissen.
  • Wintersport-Widget zur Darstellung aktueller Informationen zu Schneehöhen, Loipen, Liftbetrieben und Wintersportgebieten.

FAQs: Open Data

Offene Daten, die von anderen genutzt und weiterverarbeitet werden dürfen. Die Daten haben ein einheitliches Format, sodass verschiedene Programme und Anwendungen sie einfach verarbeiten können.

Sie verbessern Reichweite, Sichtbarkeit und Nachnutzbarkeit digitaler Inhalte. Open Data machen Wissen leichter zugänglich. Das spart Zeit, vermeidet doppelte Datenerfassung und ermöglicht die Entwicklung neuer digitaler Lösungen.

Die Bedingungen für die Nutzung von Open Data werden durch Lizenzen geregelt. Sie legen fest, wie Daten verwendet werden dürfen, etwa ob sie bearbeitet, weitergegeben oder kommerziell genutzt werden können und ob eine Quellenangabe erforderlich ist. Eindeutige Lizenzbedingungen schaffen Transparenz und Rechtssicherheit für alle Nutzenden. Häufig kommen dafür etablierte offene Lizenzen zum Einsatz, beispielsweise CC0 (uneingeschränkt nutzbar), CC BY (mit Namensnennenung) oder CC BY-SA (mit Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen).

Weitere Informationen zu Lizenzen und Bildrechten finden Sie hier.

Allein die Veröffentlichung von Daten im Internet reicht nicht aus, damit sie gut auffindbar, verständlich oder nachnutzbar sind. Erst eine klare Struktur, beispielsweise durch standardisierte Schemata und Metadaten, ermöglicht es Suchmaschinen und KI-Anwendungen, Inhalte zuverlässig zu erkennen, einzuordnen und bereitzustellen. Zudem sorgt eine eindeutige Lizenz dafür, dass transparent ist, unter welchen Bedingungen die Daten genutzt, weitergegeben oder verändert werden dürfen.

FAQs: BayernCloud Tourismus

Die BayernCloud Tourismus ist die zentrale Datenplattform für touristische Informationen in Bayern. Sie bündelt Inhalte wie Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Touren sowie Wetter-, Verkehrs- und Auslastungsdaten und stellt diese für zahlreiche digitale Anwendungen bereit. Informationen wie Standorte, Öffnungszeiten, Bilder oder Preise werden dabei zentral erfasst und gepflegt. Nach dem Prinzip „einmal pflegen – vielfach nutzen“ können die Daten anschließend automatisiert auf verschiedenen Websites, Apps und weiteren digitalen Kanälen ausgespielt werden.

Mehr Sichtbarkeit, höhere Reichweite, weniger Pflegeaufwand und bessere Datenqualität für Betriebe. Inhalte werden in Reiseplanungstools, Apps und Informationssysteme integriert.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Daten einzuspielen.

  • Anbindung über Schnittstellen: Bestehende Systeme von Destinationen, Städten, Regionen oder touristischen Partnern können über technische Schnittstellen mit der BayernCloud Tourismus verbunden werden. Die Daten werden dann automatisiert übertragen und aktualisiert. Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer Kommune oder dem zuständigen Tourismusverband.
  • Direkte Eingabe: Für Akteure ohne eigenes Datenmanagementsystem stehen einfache Eingabetools zur Verfügung. Diese richten sich beispielsweise an Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie und werden schrittweise auf weitere Bereiche wie Hofläden, Veranstaltungen und andere touristische Anbieter ausgeweitet.


Die Nutzung der BayernCloud Tourismus als Datenplattform ist für Datenlieferanten kostenfrei.

Plattformen wie die BayernCloud Tourismus werden durch KI sogar noch wichtiger. KI-Anwendungen können Informationen zwar schnell analysieren, zusammenfassen und in natürlicher Sprache bereitstellen. Sie sind jedoch auf zuverlässige, aktuelle und strukturierte Datenquellen angewiesen, da sie selbst keine Informationen erzeugen.

Genau hier setzt die BayernCloud Tourismus an. Sie stellt sicher, dass Daten zu Ausflugszielen, Veranstaltungen, Unterkünften oder Freizeitangeboten zentral gepflegt, aktuell gehalten und in einer einheitlichen Struktur bereitgestellt werden.