Die Studie an der Hochschule Kempten unter Leitung von Professor Alfred Bauer, Dekan der Fakultät Tourismus-Management und Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT), hat unter Mitwirkung zahlreicher touristischer Akteure positive wie negative Entwicklungsperspektiven für den Bayerntourismus der kommenden 20 Jahre beleuchtet. Sieben mögliche Zukunftsszenarien wurden dabei herausgearbeitet:
- Szenario 1 „Schleichender Kontrollverlust“: Von Dritten gesteuertes, nicht-nachhaltiges Wachstum führt in Hotspots zum "Overtourism«"
- Szenario 2 „Alles im Flow“: Bayerische Identität lockt europäische Touristen mit nachhaltigen Angeboten in die Hotspots
- Szenario 3 „Digital Dirndl“: Agile Tourismusanbieter machen Bayern zum globalen Ziel für vornehmlich post-materiell orientierte Kunden
- Szenario 4 „Neue Verträglichkeit“: Klimawandel zwingt Tourismus zu völlig neuen Ansätzen – Wachstum nur noch in der Fläche
- Szenario 5 „Macht der Algorithmen“: Umbruch der Tourismus-Branche mit spezialisierten nachhaltigen und KI-gestützten Services in einer regionalisierten Welt
- Szenario 6 „Ausverkauf der Heimat“: Globale Tourismuskonzerne dominieren die Branche jenseits von Traditionen und Nachhaltigkeit
- Szenario 7 „Tourismus am Ende?“: Kritische Wirtschaftslage, verändertes Reiseverhalten und anspruchsvolle Kunden setzen althergebrachten Akteuren zu
Besonders erstrebenswert sind laut Studie die Szenarien 3 und 4, unsicher hinsichtlich der Bewertung sind die Autoren bezüglich des Szenarios 5.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden.