Mobile Zukunft München und Region (MZM)

Nachhaltige Mobilität ist ein zentraler Erfolgs- und Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand in Oberbayern. Die Herausforderungen im Mobilitätsbereich sind komplex und können nur gemeinsam bewältigt werden. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit von Freistaat, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft, um innovative Lösungen für eine leistungsfähige und nachhaltige Mobilität im Großraum München zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund und aufbauend auf dem Verkehrspakt Großraum München sowie der Inzell-Initiative haben Vertreter der Wirtschaft die strategische Allianz „Mobile Zukunft München“ (MZM) initiiert. Die Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern hat am 16. März 2022 beschlossen, sich als Partner in dieser Allianz zu engagieren.

Ziel der MZM ist die Entwicklung und Umsetzung einer gemeinsamen, überregionalen Mobilitätsstrategie für die Region München. Dabei orientiert sich die Allianz an den Grundsätzen der nachhaltigen Mobilitätsplanung. Als methodische Grundlage dient der europäische Planungsansatz Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP), der auf eine zielorientierte und kontinuierlich weiterentwickelte Mobilitätsplanung setzt. Für die regionale Ebene wurde dieser Ansatz zum Sustainable Regional Mobility Plan (SRMP) weiterentwickelt. Damit nimmt die MZM bundesweit eine Vorreiterrolle bei der regionalen Mobilitätsplanung ein.

Seit Beginn der zweiten Laufzeit im Januar 2026 liegt der Schwerpunkt der Allianz auf der Umsetzung konkreter Maßnahmen. Dabei bringt die IHK die Perspektive der Wirtschaft aktiv ein und beteiligt sich an ausgewählten Projekten.

Regionalwerkstatt Güterverkehr

Güterverkehr im Großraum München – hohe Relevanz für eine starke Wirtschaftsregion

Der Güterverker ist eine zentrale Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit im Großraum München. Damit Industrie, Handel, Handwerk, Gastronomie und Hotellerie auch künftig leistungsfähig bleiben, müssen die Anforderungen an Laden, Liefern und Leisten ausreichend berücksichtigt werden. Leitbild ist ein Wirtschaftsverkehr, der berechenbar und durchgehend ohne nennenswerte zeitliche Einschränkungen funktioniert, um die Versorgung der Menschen sowie Transport-, Logistik- und Dienstleistungsverkehre im Großraum München sicherzustellen. Dafür braucht es ein abgestimmtes Stadt-Umland-Konzept, das bestehende Erfahrungen aus München aufgreift, regionale Verflechtungen berücksichtigt und die Rahmenbedingungen für Unternehmen nachhaltig verbessert.

E-Boost LKW

Die Maßnahme „E‑Boost LKW“ zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Hochlauf der Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Lkw im Großraum München zu unterstützen.

Adressiert wird die Herausforderung in der Sicherung ausreichender Netzanschlussleistung für die Unternehmen, aufgrund konkurrierender Bedarf am Netz, insbesondere in großen Gewerbegebieten. Die Entwicklung der Ladeinfrastruktur, sowohl nicht-öffentlich als auch öffentlich, ist eine zentrale Herausforderung im Prozess der Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs.

Durch die von der IHK für München und Oberbayern organisierten Gewerbgebietskonferenzen werden Unternehmen, Kommunen und Netzbetreibern vernetzt, Unternehmen können Ihre Bedarfe adressieren und Netzbetreiber erhalten ein dezidiertes Bild über zukünftige Leistungsbedarfe. So werden Voraussetzungen geschaffen, um Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht zu entwickeln. In der Kachel finden Sie Zugang zu einer Befragung der Logistik-Unternehmen im MZM-Raum, zu ihrem Einsatz von E-LKW. Die Angaben fließen unmittelbar in die Ermittlung der Ladebedarfe im MZM-Raum ein.

Über die Links in der Kachel werden die kommenden Gewerbegebietskonferenzen bekanntgegeben. Unternehmen können sich direkt über die IHK homepage anmelden.

Reallabor Urbane Logistik

Die Maßnahme „Reallabor Urbane Logistik“ erprobt neue Ansätze für eine effiziente und klimafreundliche Organisation von Güterverkehren im urbanen Raum. Adressiert werden steigende Verkehrsbelastungen, Flächenkonkurrenzen und Emissionen durch Lieferverkehre.

Im Rahmen des Reallabors werden innovative Lösungen unter realen Bedingungen getestet, Akteure aus Logistik, Kommunen und Wirtschaft vernetzt und übertragbare Konzepte für eine nachhaltige Organisation der urbanen Logistik entwickelt.

Ein zentrales Thema ist Radlogistik. Im Rahmen des Reallabors entstand Münchens erstes Radlogistik-Hub am Viehhof und die IHK für München und Oberbayern unterstützt die Landeshauptstadt bei Ermittlung neuer Flächen für weitere Hubs. Die bisherigen Erfahrungen flossen in einen Handlungsleitfaden "How-to-Do-Radlogistik", der Kommunen und interessierten Unternehmen detaillierte Informationen zur Entwicklung von Radlogistik-Konzepten bietet.

Modellregion für Autonomes Fahren

Die Region München soll als „Modellregion für autonomes Fahren“ etabliert werden. Die MZM-Partner haben gemeinsam ein Visionspapier entwickelt, die notwendigen Rahmenbedingungen und Strategien beschreibt, um die Region bis zum Jahr 2045 international führend im autonomen ÖPNV und Güterverkehr auf der Straße zu machen.

Bis zum Jahr 2045 soll in der Region München in mehreren Phasen ein vollständig vernetztes, autonomes ÖPNV-System sowie ein Ökosystem für autonomen Güterverkehr entstehen.

Die IHK für München und Oberbayern koordiniert die Aktivitäten zum autonomen Güterverkehr.

Alles über „Mobile Zukunft München (MZM)“ auf einen Blick

Mobile Zukunft München (MZM)“ ist eine strategische Allianz für Mobilität und Logistik im Großraum München. Ziel ist es, Mobilität in München und der Region zukunftsgerichtet zu gestalten.

MZM ist ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Partner der Allianzen sind das bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, das bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, die Landeshauptstadt München, Siemens AG, BMW Group, MAN truck&bus, DB AG, Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) sowie deren Verbundlandkreise- und Städte, die Technische Universität München (TUM) und die IHK für München und Oberbayern.

Zentrale Ziele sind die Erarbeitung einer gemeinsamen, überregionalen Mobilitätsstrategie sowie die Umsetzung konkreter Projekte im Rahmen dieser Strategie.

folie1

Das MZM-Leitbild

Dsa MZM-Leitbild bündelt die zentralen Ziele für eine vernetzte, nachhaltige und zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung in der Region .

Nachhaltige Mobilität wird als zentraler Erfolg und Standortfaktor für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand beschrieben und damit als zentrales Zukunftsthema für Oberbayern eingeordnet.

Die Ziele der Allianz zahlen in hohem Maße auf bestehende IHK-Positionen ein (nachhaltige, zukunftsfeste Mobilität ist zentraler Erfolgs- und Standortfaktor für wirtschaftliche Entwicklung des Großraum Münchens). Nachhaltige Mobilität in der Region München ist mehr denn je ein zentrales Zukunftsthema für den Wirtschaftsstandort Oberbayern und von hoher industriepolitischer Bedeutung für unsere Region.

Die Angaben der Unternehmen helfen bei der Netzausbauplanung

Wer heute schon weiß oder vermutet, dass künftig E‑LKW eingesetzt werden, sollte diesen Bedarf frühzeitig sichtbar machen. Die Angaben der Unternehmen helfen dabei, den konkreten Leistungsbedarf am Netz besser einzuschätzen und aufzuzeigen, wo und in welchem Umfang Netzausbau nötig wird. Für Unternehmen bedeutet das: Die eigenen Anforderungen fließen früher in die Diskussion über Netzanschlüsse, Ladeleistungen und künftige Ladeinfrastruktur ein.

Darüber hinaus können die Angaben helfen, Potenziale zur gemeinsamen Nutzung von Ladeinfrastruktur in Gewerbegebieten zu erkennen. Gerade dort, wo mehrere Unternehmen ähnliche Bedarfe entwickeln, kann das ein wichtiger Ansatz sein, um Infrastruktur effizienter zu planen und besser auszulasten.

Darum sind Gewerbegebietskonferenzen wichtig

In Gewerbegebietskonferenzen können Unternehmen nicht nur ihre Bedarfe einbringen, sondern auch mit Netzbetreibern, Verwaltung und anderen Unternehmen ins Gespräch kommen. Netzbetreiber erläutern den Zusammenhang zwischen E‑LKW und Netzausbau, stehen für Beratung zur Elektrifizierung zur Verfügung, und Pionierunternehmen berichten aus der Praxis. Außerdem können denkbare Modelle für Ladeinfrastruktur diskutiert werden

Die Nachfrage nach E‑LKW steigt. Gleichzeitig benötigen Schwerlast-E‑LKW spezielle Ladestationen mit hoher Ladeleistung — häufig im Bereich von 150 kW bis 350 kW oder darüber. Der Leistungsbedarf liegt damit deutlich über dem von E‑PKW. Wenn Unternehmen ihre Flotten künftig elektrifizieren, entstehen daraus hohe Anforderungen an das Stromverteilnetz, im Einzelfall bis in den Megawattbereich.

Parallel dazu steigt der Druck auf das Netz auch durch weitere Entwicklungen wie die Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Verkehr, zusätzliche Speicher sowie große neue Stromabnehmer. Dadurch werden Bezugskapazitäten knapper, und Netzausbau muss strategisch vorbereitet werden. Ohne frühzeitige Transparenz über die zu erwartenden Unternehmensbedarfe wird eine unternehmensfreundliche Entwicklung deutlich schwieriger.

Die strategische Ausrichtung von MZM und damit des SRMP erfolgt entlang der drei Handlungsfelder Finanzierung, Digitalisierung sowie staatlich- und interkommunale Zusammenarbeit. Innerhalb dieser Handlungsfelder sind verschiedene Themenfelder definiert, unter denen die einzelnen Maßnahmen verortet und umgesetzt werden.
Eine Gesamtübersicht aller Maßnahmen, sowohl der bereits abgeschlossenen als auch der aktuell in Umsetzung befindlichen Maßnahmen, finden Sie unter folgendem Link.

21.09.2026 - 21.09.2026

Gewerbegebietskonferenz in Garching

Am 21. September findet in Garching eine Gewerbegebietskonferenz zum Thema Netzanschlüsse für E-LKW-Ladeinfrastruktur statt. Interessierte Unternehmen können sich über die Veranstaltungsseite der IHK für München und Oberbayern anmelden.

Online-Abfrage zu E-LKW Einsatz

14.07.2026 - 16.10.2026

Online-Abfrage zum Einsatz von E-LKW

Wir möchten Sie um Angaben zu Ihrem Einsatz von E-LKW bitten. Wenn Ihr Unternehmen heute schon E‑LKW einsetzt, die Elektrifizierung der Flotte prüft oder künftig Ladebedarf erwartet, dann helfen Ihre Angaben dabei, die Bedarfe in der Region zu benennen und in der Netzausbauplanung zu adressieren.