Aktuelle Situation: Unternehmerinnen in Oberbayern
33% der IHK-Unternehmen in Frauenhand
Der Wirtschaftsstandort Oberbayern ist wirtschaftlich sehr erfolgreich und weist auch bei den Unternehmensgründungen eine überdurchschnittliche Dynamik auf.
33 Prozent der rund 400.000 IHK-Mitgliedsunternehmen in Oberbayern werden aktuell von Frauen geführt oder mitgeführt. Bei den ins Handelsregister eingetragenen Unternehmen sind es 27 Prozent (Stand 31.06.2025). Bei den Gründungen liegt die Frauenquote seit Jahren bundesweit unverändert bei durchschnittlich rund 40 Prozent, bei Nebenerwerbsgründungen lag die Quote 2023 bei 46 Prozent (KfW-Gründungsmonitor 2024). Betrachtet man die Vollerwerbsgründungen ergibt sich allerdings eine schlechtere Bilanz. 2023 lag der Anteil der Frauengründungen im Vollerwerb bundesweit bei 40 Prozent (KfW-Gründungsmonitor 2024).
Noch eindeutiger fiel die Quote bei den Startups aus: hier wurden nur knapp 19 Prozent von Frauen gegründet oder mitgegründet (Deutscher Startup Monitor 2024). Damit liegt der Anteil nach wie vor weit hinter den männlichen Startup-Gründungen. Die technische Qualifikation von Frauen kann dafür nur bedingt als Erklärung dienen. Der Anteil von MINT-Studentinnen liegt mittlerweile bundesweit bei mehr als 34,5 Prozent (Statistisches Bundesamt).
Unterm Strich liegt also noch viel weibliches Gründungs- und damit unternehmerisches Potenzial brach – gerade auch im Technologiebereich.