Fahrräder – und insbesondere Lastenräder – gewinnen im Wirtschaftsverkehr zunehmend an Bedeutung. Sie bieten Unternehmen im gesamten IHK-Bezirk München und Oberbayern eine praxistaugliche Ergänzung oder Alternative zu klassischen Transportmitteln, insbesondere im urban geprägten Umfeld.

Ob für Lieferungen, Servicefahrten oder innerbetriebliche Wege: Radbasierte Logistiklösungen können wirtschaftliche Vorteile mit Umwelt- und Imageaspekten verbinden.

Für welche Unternehmen lohnt sich der Einsatz?

Der Einsatz von Fahrrädern im Wirtschaftsverkehr ist vielseitig und für unterschiedliche Branchen geeignet. Typische Anwendungsfälle sind:

  • Lieferverkehre auf der letzten Meile (z. B. Kurier- und Paketdienste)
  • Handwerks- und Servicefahrten (z. B. Wartung, kleinere Transporte)
  • innerstädtische Unternehmenslogistik
  • Betriebsinterne Wege auf größeren Arealen

Gerade in dicht besiedelten Städten wie München können Fahrräder Staus umgehen, flexibel eingesetzt werden und die Erreichbarkeit in zentralen Lagen verbessern.

Welche Rolle spielt Radlogistik in München und Oberbayern?

Die Landeshauptstadt München als Oberzentrum treibt das Thema bereits aktiv voran, unter anderem durch den Aufbau von Radlogistik-Hubs. Diese dienen als Umschlagpunkte, an denen Waren von Lieferfahrzeugen auf Lastenräder verteilt werden.

Der erste Radlogistik-Hub entstand am Viehhof. Ein neuer großer Radlogistik-Hub wurde an der Paketposthalle eingerichtet, von dem aus Waren per Lastenrad in die Innenstadt geliefert werden. Mit rund 2.000 Quadratmetern ist dies Deutschlands größte Drehscheibe für Lieferungen mit Lastenrädern.

Aber auch Landkreise und Kommunen in Oberbayern setzen sich bereits intensiv mit dem Thema Radlogistik auseinander. Lokale Ansprechpartner sind Radverkehrsbeauftragte oder die Wirtschaftsförderungen.

Weitere Informationen auf der Seite des Mobilitätsreferates:

Gibt es konkrete Angebote für Unternehmen?

Unternehmen können vielfältige Angebote nutzen:

Es gibt unabhängige Beratungsstellen, wie beispielsweise cargobike.jetzt, die auf ihrer website umfangreiche Informationen für Gewerbetreibende bieten Informationen von Cargobike.jetzt

Des Weiteren informiert die Landeshauptstadt über das Mobilitätsreferat über Aktivitäten und Erkenntnisse im Wirtschaftsverkehr im Allgemeinen und zur Radlogistik im Speziellen Informationen der Landeshauptstadt zu Wirtschaftsverkehr

Am neuen Radlogistik-Hub an der Paketposthalle erhalten Unternehmen eine herstellerübergreifende Beratung und können unterschiedliche Lastenradtypen kennenlernen und erproben. Showroom am Logistikhub Paketposthalle

Welche Unterstützung bietet die IHK?

Die IHK für München und Oberbayern informiert neutral über neue Mobilitätslösungen und unterstützt den Austausch zwischen Unternehmen, Verwaltung und weiteren Akteuren.

Ein Schwerpunkt liegt darauf, Unternehmen bei der Orientierung zu unterstützen und bestehende Angebote sichtbar zu machen.

Als Partner der Mobilitätsallianz Mobile Zukunft München & Region (MZM) unterstützen wir die Stadt in der Entwicklung neuer Radlogistik-Hubs und helfen dabei Landkreise und Wirtschaftsförderungen über die Möglichkeiten der Radlogistik zu informieren.

Wie entstehen Radlogistik-Hubs?

Die Landeshauptstadt München stellt, basierend auf den bisherigen Erkenntnissen zur Radlogistik, einen praxisorientierten Leitfaden bereit. Dieser bietet vor allem Kommune aber auch interessierten Unternehmen umfangreiche Informationen zu:

  • der Bewertung von Einsatzmöglichkeiten
  • der Planung von Radlogistik-Lösungen
  • organisatorischen und betrieblichen Fragen
  • der Umsetzung konkreter Projekte

Der Leitfaden kann über die Seite des Mobilitätsreferats heruntergeladen werden.