Die „zweite Quantenrevolution“
Quantentechnologie ist bereits heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: In Lasern, Kernspintomographen, der Halbleitertechnik oder der Mikroelektronik kommt Quantenphysik zum Einsatz – allerdings ohne, dass dabei einzelne Quantenzustände direkt manipuliert werden („erste Quantenrevolution“).
Die Idee der aktuellen „zweiten Quantenrevolution“ besteht darin, einzelne Quantenzustände gezielt zu kontrollieren und zu nutzen. Dadurch sollen Quantencomputer, Quantenkommunikation und Quantensensoren ermöglicht werden.
Ermöglicht wird das durch Basistechnologien wie Quantenoptik, Photonik, Spezialmaterialien und Quanten-Bauelemente.
Diese Weiterentwicklung der Quantentechnologie befindet sich in vielen Bereichen noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase, und viele ihrer zukünftigen Auswirkungen sind heute noch nicht genau absehbar. Dennoch gilt die Technologie als potenzieller Game-Changer für Unternehmen, da sie die Lösung komplexer Problemstellungen – etwa in der Optimierung, Materialforschung, Finanzmodellierung oder Künstlichen Intelligenz, grundlegend verändern könnte.
Aktuell ist zu beobachten, dass die Investitionen in Quantentechnologie deutlich angestiegen sind und Innovationen immer näher an den praktischen Einsatz heranrücken. Die EU-Kommission rechnet bis 2040 mit einem globalen Markt von über 155 Milliarden Euro und tausenden neuen hochqualifizierten Arbeitsplätzen in ganz Europa.
Auch das Deutsche Patent- und Markenamt greift das Thema ausdrücklich auf: Laut DPMA-Jahresbericht 2025 haben sich seit 2016 "die Anmeldezahlen im Bereich der Quantentechnologie äußerst dynamisch entwickelt und fast versiebenfacht."
Quantentechnologien der zweiten Quantenrevolution: