Konjunktur Frühjahr 2026

Region München: Keine Hoffnung auf Erholung

Die Folgen des Irankriegs haben die Hoffnung auf eine Erholung in der Münchner Wirtschaft zerschlagen. Die Stimmung in der Stadt München sowie den Landkreisen Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München und Starnberg verschlechtert sich von bereits verhaltenem Niveau. Im Vergleich zum Jahresbeginn sinkt der IHK-Konjunkturindex um 4 Zähler auf 107 Punkte. Damit entfernt sich das Barometer weiter vom langjährigen Durchschnitt von 118 Punkten. Der Stellenabbau gewinnt an Tempo, die Investitionsbereitschaft der Unternehmen bleibt schwach.

Ihre aktuellen Geschäfte, die erste Komponente der Indexberechnung, beurteilen die Betriebe etwas schlechter als zuletzt: Per Saldo sinkt die Geschäftslage gegenüber Jahresbeginn um 2 Zähler auf 10 Punkte. 33 % der Betriebe bezeichnen ihre Lage als „gut“, 23 % als „schlecht“.

Größter Bremsklotz bleibt nach wie vor die fehlende Nachfrage – 67 % der Betriebe berichten hiervon. Zwei Belastungen steigen sprunghaft an: Hohe Preise bei Energie (66 %) und bei Rohstoffen (62 %) - (zuvor noch 45 % bzw. 41 %). Der Angebotsschock durch die Sperrung der Straße von Hormus hat Preissprünge ausgelöst, die die Unternehmen akut spüren.

Die Geschäftserwartungen, die zweite Komponente der Indexberechnung, brechen angesichts der geopolitischen Verwerfungen deutlich ein. Gegenüber Jahresbeginn sinkt der Indikator um 8 Zähler auf 3 Punkte, bleibt jedoch noch im positiven Bereich. 19 % der Betriebe rechnen mit einer Belebung, 16 % mit einer Verschlechterung ihrer Geschäfte.

Die Risiken für die kommenden Monate bleiben hoch: 63 % sehen in der fehlenden Inlandsnachfrage ein Geschäftsrisiko, 60 % klagen über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Die Nennung des Risikos Energie- und Rohstoffpreise verdoppelt sich gar seit der letzten Umfrage: Von 28 % auf 56 %. Das Risiko Arbeitskosten bleibt mit 53 % auf gleich hohem Niveau wie zu Jahresbeginn.

Die schwierige wirtschaftspolitische Gemengelage führt dazu, dass sich die Unternehmen bei Investitionen stärker zurückhalten als zuletzt: per Saldo sinken die Inlandsinvestitionen gegenüber Jahresbeginn um 5 Zähler auf 1 Punkt und bleiben so nur knapp im positiven Bereich. 21% der Unternehmen wollen Investitionen ausweiten, 20 % zurückschrauben. Das langjährige Mittel liegt bei 10 Punkten.

Der Stellenabbau geht verschärft weiter. Per Saldo sinken die Beschäftigungspläne der Betriebe gegenüber Herbst um 5 Zähler auf -10 Punkte. Der langjährige Durchschnitt von 6 Punkten ist in weiter Ferne. Nur 11 % rechnen mit einer steigenden, 21 % hingegen mit einer sinkenden Beschäftigtenzahl.

IHK-Konjunkturumfrage

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Befragungszeitraum

13.04.2026 bis 24.04.2026.

Region München

Stadt München sowie die Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München und Starnberg