der_ihk_regionalausschuss_zu_gast_bei_der_enzianbrennerei_grassl_orig

© IHK

Pressemeldung vom 19.10.2026

Neuer IHK-Regionalausschuss Berchtesgadener Land nimmt Arbeit auf

Startschuss für die 15 Mitglieder des neu gewählten IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land: Nach der IHK-Wahl im Frühjahr und der konstituierenden Sitzung im Juni sind die neu gewählten Mitglieder zu einem ersten Treffen im Haus der Berge zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand der Austausch über Probleme, die der Wirtschaft im Landkreis derzeit am meisten unter den Nägeln brennen und die zugleich auf regionaler Ebene gelöst werden können. Zur Sprache kam dabei viel Altbekanntes, das sich jedoch immer mehr zuspitzt.

Unternehmer sorgen sich über fehlende Digitalisierung und Schwerfälligkeit in den Verwaltungen

Genannt wurden beispielsweise die schwerfälligen Prozesse in der kommunalen Verwaltung, wenn es um die Bearbeitung und Genehmigung von Anträgen aus der Wirtschaft geht. „Unsere Ämter sind leider noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen“, erklärte ein Unternehmer. „Von Fortschritten in der Digitalisierung ist nichts zu spüren.“ Auch der fehlende Datenaustausch in der Verwaltung aufgrund des Datenschutzes sorgt für viel Frustration, denn er erzwingt, dass Daten zeitaufwändig mehrfach erhoben werden müssen.

Sehr viele Wortmeldungen gab es in der Diskussionsrunde auch zum Thema Bauen. Hier herrschte Konsens darüber, dass die Betriebe dringend einen Lotsen im Landratsamt benötigen, der sich ab Antragseingang um den Antragsteller kümmert. In dieser Rolle informiere der Mitarbeiter regelmäßig zum Stand der Bearbeitung und könne auch verbindliche Fristen nennen, bis wann der Antragsteller mit einer Rückmeldung oder dem Ende der Bearbeitung rechnen kann. Weiterhin kam das Thema Künstliche Intelligenz zur Sprache. In vielen Unternehmen wie auch in der Verwaltung oder anderen Institutionen sei das Thema noch gar nicht angekommen, so der Tenor. Der Ausschuss war sich einig darüber, dass er in diesem Bereich für mehr Information und Aufklärung sorgen müsse, auch zu Fördermöglichkeiten. Partner könnten die Arbeitsagentur und die TH Rosenheim sein. Als ebenfalls heißes Eisen kristallisierte sich in der Debatte die mangelhafte Mobilfunkabdeckung im Landkreis heraus. Auch hier sehen die Unternehmen nach wie vor größten Handlungsbedarf und wollen Verbesserungen anstoßen.

„Ein Stimmungsbild einzufangen – das war genau der richtige Auftakt für unsere erste Arbeitssitzung“, bringt Vorsitzende Tanja Jursa das Treffen auf den Punkt. „Dadurch haben sich die neu- und wiedergewählten Mitglieder besser kennengelernt und es wurde deutlich, was unsere Betriebe im Landkreis besonders belastet. Die diskutierten Probleme können wir jedoch nicht im Alleingang lösen. Für den Erfolg brauchen wir eine enge Kooperation und den Schulterschluss mit unseren Kommunalpolitikern und den Mitarbeitenden in den Verwaltungen. Wir freuen uns deshalb besonders auf den Austausch mit unserem Landrat. Wir brauchen ihn als Sparringspartner, um wirksame Veränderungen anzustoßen.“

Bildunterschrift: Zum Sitzungsauftakt gab es für den IHK-Regionalausschuss eine Führung durch die Enzianbrennerei Grassl mit Florian Beierl, Copyright: IHK

Ansprechpartnerin Pressestelle