Pressemeldung vom 22.09.2026

Der neue IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf legt los

Nach der IHK-Wahl im Frühjahr und der konstituierenden Sitzung im Juni hat der neue IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf mit seiner Arbeit losgelegt: Bei der ersten Arbeitssitzung tauschten sich die Mitglieder im Ampfinger Fohlenhof über die aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft in der Region aus und erarbeiteten Schwerpunktthemen, die der Ausschuss in den kommenden Sitzungen verstärkt angehen möchte. Von A wie Ausbildung bis Z wie Zusammenhalt der Unternehmerschaft in den beiden Landkreisen – alles kam beim offenen Austausch zur Sprache.

Von A wie Ausbildung bis Z wie Zusammenhalt: Mitglieder tauschen sich über Herausforderungen und Schwerpunktthemen aus

„Unsere traditionelle Tischabfrage war der perfekte Auftakt für die erste gemeinsame Arbeitssitzung“, resümiert Ingrid Obermeier-Osl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses und IHK-Vizepräsidentin. „So lernten sich die neu- und wiedergewählten Mitglieder besser kennen und es wurde deutlich, wie stark die heimische Wirtschaft gerade der Schuh drückt, wo es am Wirtschaftsstandort gut läuft und was aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer endlich angepackt werden muss.“

Gerade die Bürokratie treibe die Unternehmerinnen und Unternehmer um, so Obermeier-Osl. „Die Regeln sind teilweise gar nicht mehr zu erfüllen.“ Während die einen Unternehmer die EU-Verpackungsverordnung als völlig übertrieben und als Bremsklotz für den grenzüberschreitenden Handel gerade mit Österreich kritisierten, befürchteten andere ein regelrechtes Bürokratiemonster durch die neuen europaweiten Vorgaben für Nachhaltigkeits-, Klima- oder Umweltversprechen gegenüber Gästen und Kunden. „Ich komme gar nicht mehr hinterher“, sagte ein Ausschussmitglied.

Für den IHK-Regionalausschuss steht deswegen fest: „Weniger Bürokratie, ein schlankes Regelwerk und dafür mehr Unternehmertum ist das Gebot der Stunde“, fasst Obermeier-Osl zusammen. „Daher werden wir dieses Thema, das uns schon seit Jahrzehnten begleitet, in unseren nächsten Sitzungen intensiv diskutieren, konkrete Beispiele aus der Region sammeln und konstruktive Lösungsvorschläge zum Bürokratieabbau hier bei uns vor Ort erarbeiten. Wir wollen das Rad auch nicht neu erfinden. Von unseren Ausschussmitgliedern, die auch wirtschaftliche Beziehungen ins Ausland haben, lernen wir aus erster Hand, welche EU-Staaten wirtschaftsfreundlicher sind, weniger Bürokratie haben und damit einfach schneller sind als wir.“

Außerdem kamen der Ausbau der Energienetze, die Suche nach Fachkräften und die Mobilität in der Region Inn-Salzach zur Sprache. „Wir sind ein energieintensiver Standort. Deswegen sind wir auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen – zu wettbewerbsfähigen Preisen. Wenn die politisch eingeläutete Energiewende vor Ort klappen und unser Wirtschaftsstandort davon profitieren soll, müssen die Firmen unterstützt werden und nicht – wie in der Tischabfrage auch deutlich wurde – mit langsamen Verwaltungsprozessen ausgebremst werden. Das ist das Gegenteil von der nötigen Planungssicherheit“, so die IHK-Regionalausschussvorsitzende.

Die Ausschussmitglieder kündigten zudem an, das öffentliche Bild von Unternehmertum mehr fördern zu wollen. „Der IHK-Regionalausschuss ist das beste Beispiel, wie die Wirtschaft in der Region sich vernetzt und Schulter an Schulter steht. Wir halten zusammen. Das macht uns – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – stark“, bekräftigt Obermeier-Osl.

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