Schabmüller: „Gemeinschaftlich die Zukunft anpacken, denn Verteilungskämpfe helfen niemandem.“
„Wir brauchen Aufbruchstimmung, Lust auf Zukunft und dürfen uns nicht weiter im Kreise drehen. Wir brauchen eine Vision und eine gemeinsame, die Landkreisgrenzen übergreifende Standortstrategie. Verteilungskämpfe helfen hier niemandem weiter“, erklärte Franz Schabmüller, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses und seit kurzem wiedergewählter Sprecher für das IHK-Forum Region Ingolstadt, zu Beginn des Treffens.
Wie die Zusammenarbeit in der Region wieder besser funktionieren kann, diskutierten die Ausschussmitglieder vielstimmig. „Auf jeden Fall wollen wir unseren Beitrag dazu leisten. Das wird eine unserer wichtigsten Aufgaben“, so Schabmüller. Im Ausschuss herrschte Konsens darüber, dass nur im Schulterschluss die Herausforderungen durch den Strukturwandel zu stemmen seien – auch angesichts eng bemessener Handlungsspielräume und klammer Kassen. Ohne die Bereitschaft zu mehr Kooperation zwischen den Verwaltungen und Wirtschaftsförderungen werde sich kaum etwas zum Positiven bewegen lassen, lautete der übereinstimmende Tenor der Unternehmerschaft. Das Aus der IRMA bedauerten in diesem Zusammenhang viele der Anwesenden.
Um mehr Kooperation und Austausch wieder anzustoßen, verwies Schabmüller auf den Vorschlag des Gastredners vom IHK-Forum. Wirtschaftswissenschaftler Uwe Schneidewind, ehemaliger Oberbürgermeister von Wuppertal, hatte empfohlen, sich auf Kommunalebene von abstrakten Diskussionen zu verabschieden und zum Beispiel zehn konkrete Handlungsfelder zu benennen. Diese - wie zum Beispiel die Digitalisierung - sollten, so Schabmüller, die Verwaltungen in der Region gemeinsam unter die Lupe nehmen und sich zum Ziel setzen, darin mit Ideen zu experimentieren, um darauf aufbauend zukunftstaugliche Veränderungen anzustoßen. „Viele Unternehmen haben schon handfeste Krisen durchgestanden und harte Entscheidungen treffen müssen“, so Schabmüller. „Von diesen Erfahrungen können auch unsere Verwaltungen profitieren. Sind solche Handlungsfelder festgelegt, so können sich in die Verhandlungsrunden auch unsere Regionalausschussmitglieder mit ihren Erfahrungen, Ideen und Vorschlägen einbringen“, ergänzte Schabmüller. „Für uns ist am Ende entscheidend, dass wir als Unternehmer aktiv an der Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts mitarbeiten und helfen, die Weichen richtig zu stellen. Wir sind hier fest verwurzelt. Nichts ist uns wichtiger, als der gesamten Region Ingolstadt eine Perspektive zu geben, die Mut und Lust auf Zukunft macht.“
Bildunterschrift: Der IHK-Regionalausschuss zu Gast im neuen Digitalbau der TH Ingolstadt, Copyright: IHK