Die Konsequenzen sind für ihn ebenso klar: mehr auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit schauen und damit aufhören, die Welt etwa mit dem Lieferkettengesetz zu beglücken. Man dürfe auch nicht jede EU-Richtlinie national nachschärfen. Was laut Söder Hoffnung macht, ist das Reformpaket der Bundesregierung. Das sei zwar nicht der „Big Bang“, aber endlich gehe im Land wieder etwas voran.
Berliner Reformpaket lässt hoffen
Mit dem beschlossenen Infrastruktur-Zukunftsgesetz löse man auf, was viele Projekte blockiert habe: Verbandsklagerecht und überzogene Umweltauflagen. Überdies habe die Bundesregierung die Kraft gehabt, ein drohendes Übel abzuwenden: die Berliner Landespläne zur Verstaatlichung großer Wohnungsgesellschaften. Söder sagte das, was man im Atrium und im Thiersch-Saal mit Applaus bekräftigte: keine Verschärfung der Erbschaftsteuer, Ja zum Erhalt der Minijobs und her mit der Senkung der Stromsteuer für alle.
Und dann tat Söder, was er am besten kann, er sprach über das beste Bundesland der Welt. Beispiel Nummer 1: „Das Oktoberfest hat mehr Besucher als 11 Bundesländer Einwohner haben.“ Nummer 2: „Wir Bayern werden nicht Kaiser, König oder Kanzler“, dafür seien wir Champions bei Hightech und Innovation.
Bayern Hightech-Land Nummer 1
Laut Söder gibt es 3 Dinge, die Bayern an der Spitze halten: „Technologie, Technologie, Technologie.“ Da sei man besonders gut unterwegs mit Luft- und Raumfahrt, Biotechnik, Robotik, den meisten und besten Deeptech-Start-ups des Landes, man profitiere vom Boom der Rüstungsindustrie. Dafür habe Bayern mit 6 Milliarden Euro für seine Hightech-Strategie den Grundstein gelegt. Nun beginne bereits die Ernte. In Bayern, da war sich Söder sicher, fange die Zukunft erst an.
Danach kam der Abend so richtig in Fahrt. Es gab alles, was man von einem Sommerfest erwartet. Bier, Brezn, Blasmusik und Kaiserschmarrn, ein warmer Juli-Abend, die bewährten Locations im IHK-Stammhaus.
Gut angenommen wurde die Möglichkeit zur Aufnahme eines Beitrags für die DIHK-Kampagne „Wir unternehmen das“, deren Ziel es ist, ein positives Unternehmerbild in Deutschland zu stärken. Unternehmer und Ehrenamtliche konnten von sich ein Porträt machen lassen mit dem Slogan „Ja, ich bin Möglichmacher“, „Ideengeberin“ oder „Zukunftsgestalter“.
Positives Gäste-Feedback
Wie gut das Ganze ankam, zeigen die Einträge der Gäste auf Social Media. Andreas Brinkmann schreibt „Danke an die IHK für einen rundum gelungenen Abend“. David Capriati erklärt, der Termin sei für ihn ein Highlight im Veranstaltungskalender. David-Pierce Brill beschreibt das Event als „schönes Fest mit dem Who's who der bayerischen Politik und Wirtschaft“. Und Florian Fahr betont, der IHK-Jahresempfang zeige, wie wichtig der persönliche Austausch sei.