Von Peter Inselkammer, IHK-Magazin 9/2026
Viele von Ihnen kennen mich als Gastronom, Hotelier und Wiesn-Wirt. Heute begrüße ich Sie hier in meiner neuen Funktion: Am 8. Juli hat mich die Vollversammlung zum neuen IHK-Präsidenten gewählt. Damit übernehme ich zugleich das Amt des Präsidenten des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags BIHK, unter dessen Dach die Arbeit der neun IHKs in Bayern koordiniert wird.
Mir ist sehr klar, wie viel Verantwortung das bedeutet. Worum es geht, wissen wir alle: Wir müssen raus aus der Krise. Und ich glaube, dass ich dazu meinen Teil beitragen kann. Das, was Unternehmen das Leben schwermacht, kenne ich nicht nur vom Hörensagen. Das erlebe ich jeden Tag. Das, was anderen Branchen an welchen Orten auch immer Probleme macht, erfahre ich aus der Netzwerkarbeit unserer 17 IHK-Fachausschüsse und unserer 20 IHK-Regionalausschüsse.
Natürlich wäre es für uns alle leichter, wenn die Wirtschaft wieder wachsen würde. Wa-rum es in unserem Land schon so lange so massiv klemmt, haben wir alle bereits tausendfach gehört und gelesen. Ich will für Zuversicht werben.
Schon in meinen ersten Tagen als Präsident habe ich so viel Positives erlebt. Der große Zuspruch, den ich auch aus den Reihen der Vollversammlung bekommen habe, hat mich bewegt. So viel unternehmerische Bereitschaft zum Engagement habe ich noch nie erlebt wie in diesen Tagen in der IHK: mit der neuen Vollversammlung, dem neuen Präsidium und den neuen Vorsitzenden unserer Regionalausschüsse. Bereits nach meinen ersten Amtstagen kann ich versichern: Unsere Arbeit wirkt.
Der Bayerische Ministerpräsident hört aufmerksam zu, wenn wir unsere Punkte in die Diskussion einbringen. Es zahlt sich aus, wenn man nicht nur kritisiert, sondern auch konstruktiv vorschlägt, wie es besser laufen könnte. Trotz aller Skepsis stellen wir fest: In Berlin und Brüssel bewegen sich die Dinge endlich in die richtige Richtung. Zumindest ein Anfang ist gemacht. Schritt für Schritt müssen nun weitere Reformen folgen.
Und gern wiederhole ich hier das, was ich schon auf unserem IHK-Jahresempfang im Juli vor mehr als 600 Gästen gesagt habe: Wir haben in München und Oberbayern Unternehmen und Start-ups, um die uns die Welt beneidet. Ich bin mir daher sicher: Wenn alle mitziehen, bekommen wir den Aufbruch aus der Krise hin. Wer, wenn nicht wir?