IHK-Vorsitzender Schabmüller: „Großer Tag für Betriebe und ihre neuen Auszubildenden“
„Am Tag des Ausbildungsbeginns steht an erster Stelle die Freude über die große Zahl an jungen Talenten, die sich für eine Ausbildung als ersten Schritt in ihre berufliche Zukunft entschieden haben. Es ist ein Tag voller Zuversicht und Optimismus. Allen Azubis, ihren Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben sowie den Lehrkräften an den Berufsschulen wünsche ich einen erfolgreichen Start in das neue Ausbildungsjahr“, erklärt Franz Schabmüller, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Ingolstadt.
„Wir müssen aber auch feststellen, dass sich die schwierige Lage am Ausbildungsmarkt weiter verschärft. Aus Sicht der Betriebe, in denen noch Ausbildungsplätze frei sind, ist oftmals fehlendes Interesse sowie die Ausbildungsreife der Bewerber der Engpass. Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Dauerkrise am Ausbildungsmarkt angekommen und verunsichert Betriebe und Bewerber, vor allem in der Industrie. Schulische Ausbildungen im öffentlichen Sektor, im Gesundheits- und Pflegebereich, aber auch das Handwerk, verzeichnen dagegen Zuläufe“, so Schabmüller.
Die IHK betont, dass in den nächsten Wochen noch viel Bewegung am Ausbildungsmarkt sein wird, zumal Ausbildungsverträge immer häufiger auch noch im September und Oktober abgeschlossen werden. Eine aussagekräftige Bilanz kann daher erst zum Jahresende gezogen werden.
Jeder zweite Ausbildungsbetrieb gibt in einer aktuellen IHK-Umfrage an, dass Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind. Der überwiegende Grund dafür ist, dass die Betriebe keine geeigneten oder gar keine Bewerbungen bekommen haben. Fehlende Voraussetzungen bei den Bewerbern beklagen 94 Prozent der Betriebe: Deutliche Defizite sehen sie vor allem bei Soft Skills wie Belastbarkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft und Engagement. Einen überwiegend guten Eindruck vermitteln hingegen die Englischkenntnisse, Teamfähigkeit sowie IT- und Medienkompetenz der Bewerber.
In Ingolstadt ist bei den jungen Männern der Fertigungsmechaniker der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 3 der IHK-Ausbildungsberufe sind: Fertigungsmechaniker, Mechatroniker und Fachinformatiker. Es gibt mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche eine Ausbildung absolvieren können. Insgesamt bilden aktuell 295 IHK-zugehörige Betriebe in Ingolstadt aus. Sie stehen für mehr als die Hälfte aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.