Drei Viertel der Betriebe spüren steigenden Wettbewerbsdruck durch chinesische Importe
Damit liegt Bayern deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 67 Prozent. Fast jedes zweite befragte Unternehmen bewertet die Auswirkungen des Wettbewerbs aus China als stark oder sehr stark. Dabei beschränkt sich der Konkurrenzdruck nicht auf den chinesischen Markt. Bayerische Unternehmen spüren ihn zunehmend auch in Deutschland, im europäischen Binnenmarkt und auf Drittmärkten.
„Der Wettbewerb mit China wird härter und trifft unsere Unternehmen inzwischen auf nahezu allen Märkten und in allen Produktkategorien“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. „Gestützt durch seine staatliche Industriepolitik und Subventionen flutet China die Märkte mit hochwertigen Industrie- und Investitionsgütern wie E-Autos, Batterie- und Akkutechnologie, Elektronik, Photovoltaikanlagen, Maschinen und Chemieprodukten, aber auch mit Konsumgütern aller Art. Unsere Antwort darauf darf aber nicht allgemeine Abschottung sein. Die EU muss vielmehr auf faire Wettbewerbsbedingungen pochen: Wer europäischen Unternehmen den Zugang zum eigenen Markt erschwert oder eigene Anbieterstaatlich massiv unterstützt, muss mit entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen rechnen.“
So hatte die EU bereits 2024 Strafzölle auf E-Autos von verschiedenen chinesischen Herstellern verhängt, die laut EU-Kommission von wettbewerbsverzerrenden staatlichen Subventionen profitierten. „Europa muss weiter selbstbewusst auftreten und bestehende Regeln konsequent durchsetzen“, fordert BIHK-Chef Gößl.