31.08.2018 - Weilheim - Schongau

Ausbildungsstart für 484 Jugendliche in IHK-Berufen

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Zu Anfang September treten 484 Jugendliche im Landkreis eine Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach ihrer vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Plus von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir viel Erfolg auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung. Angesichts des zunehmenden Fachkräfte­mangels setzt die regionale Wirtschaft wie nie zuvor auf den selbst ausgebildeten Nach­wuchs“, sagt Klaus Bauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Weilheim-Schongau.

IHK-Vorsitzender Bauer: „Noch viele Lehrstellen im Landkreis Weilheim-Schongau frei“‎

Dennoch hat die Wirtschaft im Landkreis auch heuer große Mühe, zum Beginn des Ausbildungsjahrs am 1. September alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Noch sind 304 Lehrstellen im Landkreis frei, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Demnach bleibt bislang fast ein Drittel der seit Jahresbeginn gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Bauer ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter ihre Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch gut in die Ausbildung einsteigen“, sagt der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Einzelhandelskaufleute, Chemie­laboranten, Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker. Insgesamt treten Jugendliche im Landkreis in 50 verschiedenen IHK-Berufen eine Lehre an, darunter auch im neuen Beruf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“, der seit 1. August als erster vollständig digital ausgerichteter IHK-Ausbildungsberuf existiert. Für diese Ausbildung haben sich in Oberbayern aus dem Stand bisher 47 Azubis entschieden, im Landkreis Weilheim-Schongau gibt es eine Auszubildende in dem neuen Beruf.

Auch 25 Flüchtlinge gehören zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Insgesamt sind damit im Landkreis 59 Flüchtlinge in einer IHK-Ausbil­dung. „Ohne sie wäre die Bilanz deutlich schwächer ausgefallen. Sie sind schon jetzt eine wichtige Stütze für die Betriebe, die händeringend Fachkräfte suchen“, sagt Bauer.

Insgesamt gibt es im Landkreis 237 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie stehen ‎für knapp
60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter IHK-Lehrstellenbörse zu finden.