15.02.2019 - Erding-Freising

Anzahl der Ausbildungsverträge im Landkreis legt deutlich zu

Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Freising haben im vergangenen Jahr 734 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen für 2018 ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber 2017. 590 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 144 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Arbeitsagentur blieben zum Start Ausbildungsstart insgesamt 210 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2018).

Heinz: „Wettbewerb um Azubis ist nicht einfach, aber sehr gute Investition“‎

„Mit 734 neuen Azubis erreichen wir den höchsten Wert seit 2012. Es ist ein starkes Zeichen, dass das Lehrstellenwachstum in unserem Landkreis im Vergleich zum bayerischen Schnitt überdurchschnittlich ausfällt. Der Wettbewerb um Auszubildende ist für die Betriebe zwar alles andere als einfach, aber angesichts des leergefegten Arbeitsmarktes eine sehr gute Investition“, ist Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des Regionalausschusses Erding-Freising, überzeugt. Gemeinsam mit der IHK und anderen Partnern hätten die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion „Elternstolz“ oder die Ausbildungs-Scouts.

Der Moosburger Unternehmer sieht es außerdem als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren, während die Zahl der neuen Ausbildungsverträge zugelegt hat. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege“, so der IHK-Vorsitzende. Unter den über 730 Neu-Azubis sind heuer auch 47 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern, das sind mehr als sechs Prozent. „Aktive Integrationsarbeit ist in der heimischen Wirtschaft also gelebte Realität“, so Heinz.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr im Landkreis die Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen, gefolgt von den Einzelhandelskaufleuten und den Kaufleuten für Büromanagement. Danach kommen die Verkäufer und die Fachkräfte für Lagerlogistik. Bei den Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Burschen der Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen. Insgesamt wurden IHK-Ausbildungsverträge in 63 verschiedenen Berufen abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe liegt bei 395.