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Damit auch Selbstständige im Netz besser gefunden werden, reicht SEO nicht mehr: Generative Engine Optimization (GEO) wird immer wichtiger

Damit auch Selbstständige im Netz besser gefunden werden, reicht SEO nicht mehr: Generative Engine Optimization (GEO) wird immer wichtiger

© Martí Rosselló/Adobe Stock

Gefunden werden mit einem Prompt

Dank Generative Engine Optimization, kurz GEO, werden auch Selbstständige und kleine Unternehmen im Internet von KI-Modellen leichter auffindbar. Worauf sie dabei achten sollten.

Von Josef Stelzer, 7/2026

Der Trend ist klar: „Immer mehr Internetnutzer verwenden bei ihren Online-Suchanfragen inzwischen KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini oder Copilot“, sagt Gianluca Dennis Roth, Inhaber der Roth AI-Teaching Academy, München. Kein Wunder, denn das ist äußerst komfortabel: Wer die KI zum Beispiel nach Cafés oder Restaurants in einem bestimmten Stadtteil fragt, dabei seine Essenswünsche in seinem Prompt gleich mit angibt, erhält schnell ein paar passgenaue Empfehlungen.

Damit erweitert die Suche per Prompt auch die Recherche mit klassischen Suchmaschinen wie Google oder Bing, macht die Informationssuche einfacher und präziser. Statt die vielen Websites, die eine Suchmaschine ausspuckt, sichten zu müssen, bekommt der Nutzer eine auf seinen Prompt abgestimmte Zusammenfassung und entsprechend vorgefilterte Vorschläge, aus denen er dann gezielt interessante Angebote aussuchen kann. „Wer nur auf die klassische Suchmaschine setzt, verliert an Sichtbarkeit, weshalb statt Search Engine Optimization nun Generative Engine Optimization eine zunehmende Bedeutung einzunehmen beginnt“, sagt IHK-Experte Daniel Meyer. „Nun heißt es: SEO plus GEO.“

Vorteil durch versteckte Infos

Was müssen Unternehmen für eine „generative Suchmaschinenoptimierung“ beachten? Struktur und Inhalte von Unternehmenswebseiten müssen so aufbereitet werden, dass die jeweiligen Firmen für die KI auffindbar sind, damit sie dann in die Antworten der verschiedenen KI-Modelle einfließen können. Das heißt auch, wie Experte Roth weiß, Modifikationen vorzunehmen: „Ich schaue mir die Webseiten meiner Kunden genau an, nehme bei Bedarf gezielte Änderungen vor, programmiere die Seiten teilweise neu.“

In bestimmten Fällen kann es nützlich sein, detaillierte Angaben über Produkte oder Dienstleistungen in der Webseitenprogrammierung gleichsam „zu verstecken“. Erst per Klick, etwa auf einen Pfeil oder eine Überschrift, tauchen die Zusatzinfos auf. So bleibt die Seitenstruktur äußerlich übersichtlich, die KI-Modelle erkennen die verdeckten Informationen aber trotzdem und bewerten diese positiv, sofern sie für Webseitennutzer hilfreich sein könnten. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ChatGPT & Co. ein Unternehmen nennt und deren Webseite als Quelle erwähnt, steigt damit an“, sagt Roth, der unter anderem Berater, Marketingagenturen oder Händler zur Kundschaft zählt.

Präsenz in Social Media

Damit die KI es leichter hat, sollten Unternehmen zudem sicherstellen, dass die eigenen Unternehmensdaten samt Anschrift in den verschiedenen Online-Quellen, etwa auf der Webseite, den Social Media-Portalen oder auf Google-Maps, komplett identisch sind. Abweichungen können dazu führen, dass das betreffende Unternehmen aus den KI-Antworten herausfällt.

Roth bietet seinen Kunden daher einen sogenannten GEO-Score, der auf einer Skala von 0 bis 100 anzeigt, inwieweit ihre Webseiten bereits KI-tauglich sind. Je näher das Ergebnis bei 100 liegt, desto besser. Er empfiehlt außerdem: „Unternehmen sollten dafür sorgen, dass sie in Fachartikeln, Blogs oder Social Media-Plattformen wie etwa Reddit und LinkedIn auftauchen.“ Die KI-Modelle registrieren die Präsenz auf solchen Portalen gewissermaßen als Nachweis für Glaubwürdigkeit und Kompetenz. Der Jungunternehmer fasst zusammen: „GEO ergänzt die klassische Suchmaschinenoptimierung und ermöglicht bei den zunehmenden KI-Anfragen letztlich einen klaren Wettbewerbsvorteil.“

IHK-Info: IHK Selbstständigentag am 22. Oktober 2026

Der 5. IHK-Selbstständigentag startet um 16 Uhr in der Max-Joseph-Straße 2, 80333 München. Inhaltlich stehen Workshops und Deep Dives zu KI Agenten, digitaler Sichtbarkeit (GEO/SEO), E Rechnung in der Praxis bis hin zu rechtlichen Updates in puncto Mutterschutz und Elterngeld im Mittelpunkt. Zur Anmeldung zum Selbstständigentag 2026 geht es hier.