Infiziert mit dem Konditor-Virus
Die Backstube befindet sich im Keller. „Da sind wir schon als Kinder herumgelaufen“, erinnert sich Krönner junior, „haben uns da den Konditor-Virus eingefangen.“ Seine Schwester Sophie (38) hätte gern zusammen mit ihrem Bruder die Konditorei übernommen, lebt mittlerweile aber mit ihrer Familie in Berlin.
„Ich bin gelernter Koch und Konditor“, sagt der Junior, „bin Garmisch treu geblieben, fühle mich hier sehr wohl. Mein Vater hat damals seine Lehre in Straubing beim Onkel Pepps gemacht. Wir sind ein gutes Team.“ Dazu gehört noch seine Mutter Tina, die als Grafikerin die Schaufenster sowie die Verpackungen für die verschiedenen Krönner-Produkte gestaltet. Um Verwaltung und Internet kümmert sich Antonia Pfefferle. Insgesamt arbeiten mehr als 50 Leute für Kaffeehaus und Konditorei.
1 Tag Pause in der Woche
Allerdings trifft der allgemeine Personalmangel auch die Krönners. „Seit April haben wir sonntags geschlossen, weil wir dafür gerade nicht genügend Mitarbeiter haben“, erklärt Krönner junior. Doch dieser Tag Pause habe auch etwas Gutes, lasse das gesamte Team mal durchschnaufen. „Das ist wichtig. Und wir haben so auch mehr Raum für neue Ideen“, meint er. „Bislang haben wir mit Social Media nur am Rande zu tun. Unser Onlineshop läuft in Verbindung mit der Website sehr gut. Aber auch hier wollen wir mit der Zeit gehen.“
Das betrifft ebenfalls das Sortiment. So hat Krönner senior 2 Jahre lang an veganen und glutenfreien Elisenlebkuchen herumexperimentiert. „Die Bedürfnisse unserer Kunden ändern sich mit der Zeit. Darauf gehen wir natürlich ein und erweitern unser Angebot.
Natürlich nur natürlich
Das war bei den speziellen Elisenlebkuchen eine besondere Herausforderung. Jetzt entsprechen sie unseren hohen Qualitätsansprüchen“, sagt er. „Denn genau wie bei unserer Agnes-Bernauer-Torte, dem Baumkuchen, den Pralinen und Schokoladen, aber auch bei unseren gastronomischen Speisen aus der Küche – wir arbeiten nur mit natürlichen Zutaten, machen alles selbst. Fertigprodukte, Farb- oder Füllstoffe gibt es bei uns nicht.“ Das soll auch die nächsten 267 Jahre so bleiben.