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Namen + Nachrichten

Einzelhandel | Kontaktlos schlägt Bares

Eine ältere Dame hält ihre Uhr an ein Bezahlterminal.

Keine Frage des Alters – Zahlen per Smartwatch

Bargeld ist im Einzelhandel weiter auf dem Rückzug. Zwei Drittel der deutschen Verbraucher zahlen bereits kontaktlos mit Smartphone oder Smartwatch, so eine aktuelle Umfrage des Branchenverbands Bitkom. Vor zwei Jahren waren es nur rund die Hälfte. Auch in der Altersgruppe über 65 nutzt bereits ein Drittel diese Methode. Nimmt man die klassische Kredit- oder Bankkarte hinzu, zahlen 97 Prozent zumindest hin und wieder kontaktlos, unabhängig vom Alter.

Prüferehrung | „Im Zweifel immer für den Kandidaten“

Armin Roßmeier (M.) mit Jens Wucherpfennig (l.), Leiter IHK-Geschäftsstelle Rosenheim, und Andreas Bensegger, Vorsitzender IHK-Regionalausschuss Rosenheim

Armin Roßmeier (M.) mit Jens Wucherpfennig (l.), Leiter IHK-Geschäftsstelle Rosenheim, und Andreas Bensegger, Vorsitzender IHK-Regionalausschuss Rosenheim

Sie sind die Pfeiler der beruflichen Aus- und Weiterbildung: die ehrenamtlichen Prüfer der IHK für München und Oberbayern. Jährlich nehmen rund 9.000 Engagierte etwa 50.000 Prüfungen ab. Dabei leisten sie 300.000 Stunden Arbeit. Mit einer feierlichen Veranstaltung zeichnete die IHK 563 von ihnen aus. Dabei wurden sogar 13 Ehrenzeichen für bis zu 40 Jahre Engagement verliehen. Zwei Prüfer sind über 50 Jahre dabei. Einer von ihnen ist TV-Koch Armin Roßmeier (77). Er denkt selbst nach einem halben Jahrhundert nicht ans Aufhören.

Wie kam es vor 50 Jahren zu Ihrem ersten Prüfereinsatz?
Der entstand aus Not: Ich war Küchenchef in Berchtesgaden, unsere Auszubildenden mussten für ihre Prüfungen nach München fahren. Vor Ort gab es keine Schulen dafür – das war unglaublich kompliziert. Wir haben das Problem angenommen, uns im Köche-Verein zusammengetan und die Prüfungen in die Region geholt. Heute betreuen wir sieben Landkreise an fünf Schulen.

Später übernahmen Sie den Prüfungsvorsitz. Wie lief das ab?
Die IHK hat mich vor cirka 30 Jahren angerufen und gefragt, ob ich nicht den Vorsitz übernehmen möchte – für die Prüfungen aller Gastro-Berufe. Ich habe zugestimmt und mich erst einmal selbst in Lehrgängen dafür weitergebildet. Seitdem koordiniere ich rund 200 Prüfer. Ich kontrolliere also nicht die Prüflinge selbst, sondern schaue, dass die Prüfer ihre Aufgabe richtig machen. Ich verstehe mich als Anwalt der Prüflinge! Mein Mantra lautet: Mensch sein und Mensch bleiben – im Zweifel immer für den Kandidaten.

Was treibt Sie nach einem halben Jahrhundert immer noch an?
Mein Herz schlägt bedingungslos für den Nachwuchs, das ist meine absolute Leidenschaft. Ich möchte den jungen Leuten nicht nur das Fachwissen beibringen, sondern lebe das kollegiale Miteinander vor. Außerdem sind heutige Küchenchefs in ihren Betrieben zeitlich oft so stark eingebunden, dass sie ein solches Amt kaum mehr übernehmen können – insgesamt ist die Situation in den Küchen heute viel schwieriger und stressiger geworden als früher, weil der Küchenchef operativ viel stärker eingebunden ist. Ich habe die Freiheit, mir für die Prüfungsphasen die nötige Zeit zu nehmen. Solange ich gesund bin und das Gefühl habe, gebraucht zu werden, mache ich weiter.

An welche Situation erinnern Sie sich besonders gern?
Einmal kam eine junge Frau mit ihrem Säugling, den sie stillen musste, in die Prüfung. Sie wollte das unbedingt durchziehen, obwohl sie eigentlich im Mutterschutz war und die Situation nicht angemeldet hatte. Ich habe kurz mit der Kammer telefoniert und entschieden: Wir machen das jetzt!
Wir haben das Baby der Schulpsychologin anvertraut und den Prüfungsablauf so gebaut, dass die Mutter alle zwei Stunden eine Stillpause hatte. Sie hat die Prüfung gut bestanden und war sehr dankbar.

Mehr zur Prüfertätigkeit:
www.ihk-muenchen.de/pruefer-werden

Robotik | Neues „RoboGym“ in München

Ein humanoider Roboter bei der Arbeit.

Selbstständig bei der Arbeit – humanoide Roboter

Auf dem LabCampus am Münchner Flughafen entsteht ab diesem Sommer das weltweit größte Trainingszentrum für kognitive Robotik. Dafür haben das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der TUM und das Unternehmen NEURA Robotics GmbH ihre Kräfte gebündelt. Die Kooperationspartner wollen gemeinsam an humanoiden Robotern forschen und unter anderem ein KI-unterstütztes Training für sie entwickeln.
In das „TUM RoboGym“ fließen rund 17 Millionen Euro – elf Millionen Euro davon trägt NEURA Robotics. Auf 2.300 Quadratmetern bringen Menschen den Robotern Alltagstätigkeiten bei, wie beispielsweise eine Schachtel zu falten oder Bauteile zusammenzustecken. Diese Fertigkeiten sollen die Roboter später selbstständig auf Aufgaben im Industrieeinsatz übertragen.

www.mirmi.tum.de

Klimapakt Münchner Wirtschaft | Initiative mit Wirkung

Die bayerische Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral werden. Der Klimapakt der Münchner Wirtschaft soll dazu beitragen, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Nun liegt die Bilanz der dritten Runde des Klimapakts vor: Die beteiligten 16 Unternehmen sparten zwischen 2023 und 2025 rund 47.000 Tonnen Treibhausgasemissionen ein. Das schafften sie mit insgesamt 107 Maßnahmen. Sie errichteten zum Beispiel firmeneigene Geothermieanlagen, optimierten ihren Maschinenpark oder installierten Photovoltaikmodule.

Infos zum Klimapakt:
stadt.muenchen.de/infos/klimapakt-muenchner-wirtschaft.html

45 Prozent

der Flüge, die 2025 von deutschen Airports aus starteten, waren Kurzstreckenflüge mit maximal 1.000 Kilometern Reiseweg.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Iran-Krieg | Druck auf Lieferkette

Die Krise im Nahen Osten belastet die Wirtschaft massiv, die Lieferketten sind deutlich unter Druck geraten. International aktive Unternehmen müssen weiterhin mit Verzögerungen, höheren Kosten und eingeschränkten Transportwegen rechnen. Informationen zur aktuellen Lage, zu Auswirkungen und nützlichen Anlaufstellen gibt es im Außenwirtschaftsportal der IHKs aus Bayern, NRW und Hessen:

weltweit-erfolgreich.de/bayern/fokusthemen/naher-osten-auswirkungen-fuer-unternehmen

Export | Kleines Plus

Bayerische Unternehmen verkauften in den ersten drei Monaten dieses Jahres Waren im Wert von 57,5 Milliarden Euro ins Ausland. Das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, so das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sanken dabei um fast 19 Prozent. Dennoch bleiben die USA das wichtigste Exportland für bayerische Unternehmen, vor Österreich, Frankreich und Italien.

Gesundheit | Wachstumsbranche

Die Gesundheitswirtschaft in Bayern erzielte 2025 laut Statistischem Landesamt eine Bruttowertschöpfung von knapp 70 Milliarden Euro. Das entspricht 9,4 Prozent der Gesamtwirtschaft im Freistaat, jeder elfte Euro wird rund um die Gesundheit verdient. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 2,3 Prozent. In Bayern arbeiteten 998.400 Menschen und damit jede achte erwerbstätige Person 2025 in der Gesundheitsbranche. Damit hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Beschäftigten in dem Sektor um 20,4 Prozent erhöht. Zum Vergleich: Über alle Branchen hinweg stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Bayern nur um 8,2 Prozent.

CSR-Tag (im Bild Auftakt 2025)

Impulse für die Praxis – CSR-Tag (im Bild Auftakt 2025)

14. Bayerischer CSR-Tag | Treffpunkt für nachhaltiges Wirtschaften

Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen, fragiler Lieferketten, steigender Energiepreise und wachsender regulatorischer Anforderungen geht es auf dem 14. Bayerischen CSR-Tag darum, »was jetzt wirklich zählt« – so das Tagungsmotto. Dazu wird Christina Puello, selbst Gründerin und Geschäftsführerin der DD Deutsche Dienstrad GmbH sowie Präsidentin des Verbands der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU), die Keynote halten. Thema: Wie sich Transformation aktiv gestalten lässt, insbesondere unter Druck und bei Unsicherheiten.
Neben einem Transformation-Talk mit Nachhaltigkeitsexperten und Pitches von Tech-Start-ups stehen fünf parallele Themenforen zur Auswahl: Nachhaltigkeit effizient managen für kleine und mittlere Unternehmen, in die Klimabilanzierung einsteigen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen rechtssicher kommunizieren, extremistischen Narrativen im Unternehmenskontext begegnen sowie die EU-Pläne zur Product Compliance und wie sich Unternehmen darauf vorbereiten.
Die Marktstände der Kooperationspartner geben zusätzlichen Raum für Austausch und Vernetzung. Veranstalter sind die neun bayerischen IHKs und das Bayerische Sozialministerium.

Termin: 29. September 2026, 14–18 Uhr
Ort: IHK für München und Oberbayern, Max-Joseph-Str. 2, 80333 München, sowie virtuell (die Hauptbühne wird live gestreamt, nicht jedoch die Themenforen)

Infos und kostenfreie Anmeldung:
www.events.ihk-muenchen.de/bihk/csr-tag

AI Act | Frühzeitig vorbereiten – trotz verlängerter Fristen

Bild einer wehenden Europa-Flagge.

AI Act der EU – Erleichterungen für Unternehmen

Bestehende KI-Regeln vereinfachen und besser aufeinander abstimmen – das ist das Ziel des sogenannten Digitalen Omnibus zu KI. Dieses Gesetzespaket der Europäischen Union soll den AI Act für Unternehmen praktikabler machen. Insgesamt will die EU mit ihrer Verordnung (seit 1. August 2024 in Kraft) einen rechtlichen Rahmen schaffen, um vertrauenswürdige KI und verantwortungsvolle KI-Innovationen in Europa zu fördern.
Nach der politischen Einigung Anfang Mai 2026 zwischen EU-Kommission, Parlament sowie dem Rat können Unternehmen nun mit ersten spürbaren Erleichterungen rechnen, etwa durch die Ausnahme von industriellen KI-Produkten, konkret KI-Systemen in Maschinenprodukten, sowie durch die Fristverschiebungen aufgrund fehlender Standards. Beides hatte auch die IHK für München und Oberbayern bereits seit dem Inkrafttreten des AI Act gefordert.
Auch Artikel 4 des AI Act wird vereinfacht. Er verpflichtet Unternehmen seit Februar 2025 sicherzustellen, dass ihre Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenzen verfügen. Künftig müssen lediglich Maßnahmen ergriffen werden, um die Entwicklung von KI-Kompetenzen zu unterstützen.
Gleichwohl bestehen weiterhin enge Umsetzungsfristen und Unklarheiten, beispielsweise bei den Transparenzanforderungen für KI-generierte Inhalte, die ab August 2026 umzusetzen sind*. Unternehmen – sowohl KI-entwickelnde als auch KI-nutzende – sollten sich daher frühzeitig auf die anstehenden Umsetzungen und Änderungen vorbereiten.

*Stand bei Redaktionsschluss Mitte Juni

Einen Überblick bietet die IHK-Ratgeberseite:
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz/ai-act

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Offener Wagen mit Touristen Anfang des 20. Jahrhunderts.

Sightseeing mit Rundumsicht – so tourten die »Vereinigten Münchener Fremden Rundfahrten« Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Stadt. Das Prinzip des offenen Wagens hat sich dabei offenbar bewährt: Heute fährt das Nachfolgeunternehmen Autobus Oberbayern die Touristen im Cabrio-Doppeldeckerbus durch München.

Fortbildung | Meisterhafte Leistungen

Ein Teil der 121 Fortbildungsabsolventen mit Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (r.) und IHK-Chef Manfred Gößl (l.)

Ein Teil der 121 Fortbildungsabsolventen mit Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (r.) und IHK-Chef Manfred Gößl (l.)

Herausragende Leistungen haben 121 oberbayerische Absolventinnen und Absolventen der IHK-Fortbildungen 2025 erreicht. Dafür erhielten sie den Meisterpreis von Bayerischer Staatsregierung und IHK. Sie liegen an der Spitze von rund 6.000 Teilnehmern, die ihre Fortbildung in 70 Fachrichtungen mit mindestens 81 von 100 Punkten abgeschlossen haben. Am häufigsten sind Wirtschaftsfachwirte, Industriemeister Metall, Handelsfachwirte, Technische Betriebswirte und Technische Fachwirte.

Neue Wettbewerbsrunde für den Preis „Erfolgreich.Familienfreundlich“ | „Klarheit über die Stärken der Firma gewonnen“

Porträt von Iris Hauerwaas, Personalleiterin der ibidi GmbH.

Schnell bewerben: Die Auszeichnung „Erfolgreich.Familienfreundlich“ würdigt Unternehmen, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Sozial- und Wirtschaftsministerium sowie die bayerischen IHKs vergeben die Auszeichnung alle zwei Jahre im Rahmen des Familienpakts Bayern. Über den Nutzen berichtet Iris Hauerwaas. Sie ist Personalleiterin der ibidi GmbH, die den Preis 2025 erhalten hat. Das Biotechnologieunternehmen beschäftigt 125 Mitarbeitende, davon 58 Prozent Frauen. Insgesamt arbeitet rund ein Drittel in Teilzeit.

Wie sehen familienfreundliche Maßnahmen bei ibidi aus?
Wir sind stolz auf unsere Fertigung, mit der wir Objektträger „made in Germany“ für die mikroskopische Zellforschung anbieten, damit Forschungsinstitute weltweit Krankheiten besser verstehen lernen. Es gibt einen Einschichtbetrieb – ohne Wochenend- und Feiertagsarbeit – sowie individuelle Teilzeitmodelle.

Teilzeit als Wunschzeit, wie geht das?
Speziell nach der Elternzeit bieten wir zwei Stunden pro Arbeitstag zum Einstieg an. Das rechnet sich, weil nach ein paar Monaten ohnehin aufgestockt wird, wenn sich die Abläufe eingespielt haben. Das nimmt bei jungen Eltern Druck raus, als wichtiges Signal vom Arbeitgeber.


Auch die Kinderbetreuungskosten übernehmen wir und kooperieren bei Platzen mit einer nahen Kita. Einige männliche Führungskräfte gehen selbst voran, indem sie mittags für ihre Kinder kochen. Bei uns haben inzwischen Männer in Teilzeit aufgeholt. In jedem Mitarbeitergespräch fragen wir jährlich auch solche Bedürfnisse ab.

Wie messen Sie den Erfolg?
Wir beschäftigen gern Ältere über den Renteneintritt hinaus, um Wissen zu halten, stocken in besonderen Fällen Krankentagegeld auf und geben Sonderurlaubstage, wenn jemand als Angelernter seinen Abschluss nachholt. Das erhöht die Leistungsbereitschaft und die Loyalitat. Die Fluktuation liegt unter einem Prozent. Eine Weiterempfehlungsprämie gibt es auch. Das alles konnte für den Preis aufgezählt und sichtbar gemacht werden.

Nützt der Preis auch extern, etwa bei Kunden?
Ja, wir haben überraschend viel Zuspruch bekommen. Die Auszeichnung stärkt das Vertrauen in eine langfristige Geschäftsbeziehung, technologisch und kulturell.

War die Bewerbung aufwendig?
Als Team haben wir erstmals alle Maßnahmen dokumentiert. Es war also eine intensive Auseinandersetzung mit eigenen Strukturen. Die Ergebnisse dieser Reflexion nutzen wir weiterhin, um etwa unsere Homepage auszubauen. Insgesamt hat die Firma mehr Klarheit über ihre Stärken gewonnen – und zeigt sie deutlicher. (sche)

Für den Preis im Frühjahr 2027 können sich Unternehmen bis 30. Juni 2026 bewerben: https://www.familienpakt-bayern.de/service-beratung/wettbewerb.html

Emissionshandel | Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Brüsseler Austausch zwischen Experten und Unternehmern

Brüsseler Austausch zwischen Experten und Unternehmern

2026 stellt einen Einschnitt in der europäischen Klimapolitik dar: Mit dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) hat die Europäische Kommission erstmals ein CO2-Bepreisungssystem für Importe in die EU etabliert. Dieser Startpunkt und die Revision des EU-Emissionshandelssystems (ETS) bestimmen, wie Europas Industrie künftig klimafreundlich investieren und produzieren kann.
Dazu fand in Brüssel Ende März 2026 ein Austausch statt zwischen EU-Experten und Unternehmern, darunter Christopher Ehrenberg, Mitglied der Geschäftsführung des Baustoffherstellers Rohrdorfer, als Vertreter der oberbayerischen Wirtschaft.
Organisiert hatten den Austausch die Wirtschaftskammer Österreich und die bayerischen IHKs in der Vertretung des Freistaats Bayern bei der EU mit Unterstützung des Enterprise Europe Network. Ambitionierte Klimapolitik könne nur im Einklang mit marktwirtschaftlichen, investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen zugleich Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz sichern, unterstrichen die Unternehmer.

IHK-Wahl | Die Ergebnisse der IHK-Wahl

649 Unternehmerinnen und Unternehmer hatten kandidiert: Alle fünf Jahre werden die Vertreter für die IHK-Vollversammlung und die 20 Regionalausschüsse neu gewählt. Bis 11. Mai 2026 konnte jedes Mitgliedsunternehmen seine Stimme abgeben. Die Ergebnisse gibt es in der nächsten Ausgabe des IHK-Magazins und schon jetzt online unter: ihkwahl2026-muenchen.de

36 Prozent

der deutschen Unternehmen haben eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent — der höchste Wert seit drei Jahrzehnten.

Quelle: Creditreform, Frühjahrsumfrage

Stadttourismus | Rosenheim zieht an

Mehr Gäste und diese bleiben auch häufig über Nacht – das ist die Tourismusbilanz der Stadt Rosenheim: Es kamen 15 Prozent mehr Tagesbesucher als 2025, 365.000 Gäste übernachteten (+16 Prozent). Damit liegt die Bettenauslastung bei 46 Prozent, knapp über dem Bayernschnitt (44 Prozent). Die Stadtverwaltung führt den Tourismus als wachsenden Wirtschaftsfaktor auf die Kultureinrichtungen, die lebendige Innenstadt und viele Freizeitmöglichkeiten zurück.

Unternehmensverantwortung | Bayerischer CSR-Tag

„Was jetzt wirklich zählt“ ist das Motto der größten Netzwerkveranstaltung im Freistaat rund um den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem 14. Bayerischen CSR-Tag am 29. September 2026 bieten die bayerischen IHKs und das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales Impulse, um über die Bedingungen für eine zukunftsfähige und resiliente Wirtschaft, eine intakte Umwelt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sprechen. Inspirierende Praxisbeispiele, die Beitrage der Hauptbühne auch online und in Präsenz gibt es Austausch mit einer engagierten Community. Kostenfreie Anmeldung: www.ihk-muenchen.de/csr-tag

Energie | Gratis auf 4 Messen

Integrierte Energielosungen beschleunigen will die Messeallianz „smarter E Europe“. Um erneuerbare Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung sowie branchenübergreifende, zuverlässige Energieversorgung bei Strom, Wärme und Verkehr geht es vom 23. bis 25. Juni 2026 in München.
Neben dem Kongress laufen vier Fachmessen. Zu ihnen erhalten 500 IHK-Mitglieder gratis Zugang, wenn sie die Messedauerkarte zum Warenkorb mit dem Code IHK2026 hinzufügen: www.thesmartere.de/eintritt

IHK Zollforum Bayern | International durchstarten

Foto von einem Containerschiff

Auslandsgeschäft – Tipps für die Praxis

Fünfmal Wissen rund um aktuelle Zollthemen, kompakt aufbereitet und kostenfrei – das bietet die Webinarwoche des IHK Zollforums Bayern. Zum Auftakt gibt Luisa Cichy von der Generalzolldirektion einen Überblick zum Umsetzungsstand der EU-Zollreform. Zu Warenursprung und Präferenzen (Zollvergünstigungen) berichtet Mathias Meisner, ebenfalls von der Generalzolldirektion.
Welche Praxiserfahrungen Firmen mit der ESG-Compliance im Zollbereich haben, referiert Richard J. Albert von der EY Tax GmbH Steuerberatungsgesellschaft. Finanzwirt Tobias Schnettler bietet Tipps für die Praxis, wenn der Zoll prüft. Abschließend erläutert Ulrich Möllenhoff, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, was bei Erklärungen beim Grenzübertritt zu beachten ist, um fehlerhafte Anmeldungen zu vermeiden.

IHK Zollforum Bayern
Termin:
6. bis 10. Juli 2026, jeweils 10—11.30, online
Kostenfreie Anmeldung: weltweit-erfolgreich.de/bayern/veranstaltungen/zollforum-bayern

Digitale Woche | Über Grenzen hinweg

Die Chancen des EU Binnenmarkts nutzen – und Dienstleistungen auch in anderen Ländern Europas anbieten. Das wird durch die Regelungen zur grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung gesteuert.

Wie Beschäftigte rechtssicher im Ausland arbeiten können, klärt der Auftakt zur digitalen Dienstleistungswoche mit einem kompakten Überblick zu arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorgaben bei der Mitarbeiterentsendung. Daneben sind je nach Zielland eigenständige Meldepflichten zu erfüllen sowie nationale Vorschriften, etwa zu Mindestlöhnen oder Arbeitsbedingungen, einzuhalten – dies wird in vier weiteren Webinaren vertieft, die auf Italien, Slowenien, Norwegen und Frankreich eingehen.

Digitale Woche: Aufträge in Europa – gewusst wie!
Termine:
29. Juni bis 3. Juli 2026, jeweils 10–11 Uhr
Mehr Infos und kostenfreie Anmeldung:
weltweit-erfolgreich.de/bayern/veranstaltungen/digitale-dienstleistungswoche

Netzabdeckung | Gegen Funklöcher

Ein Mann schaut prüfend auf sein Mobiltelefon.

Gutes Netz? Mitmachen bei der Messwoche für Verbesserungen

Eine zuverlässig verfügbare und möglichst schnelle Mobilfunkanbindung ist für Unternehmen essenziell. Doch wie gut ist das Mobilfunknetz tatsächlich – im Alltag, unterwegs oder zwischen Ballungszentren? Das will die bundesweit zweite Mobilfunk-Messwoche vom 24. Juni bis 1. Juli 2026 herausfinden. Unter dem Motto „Check dein Netz“ sind alle Nutzenden hierzulande aufgerufen, selbst aktiv zu werden und ihre Erfahrungen zu melden – auch eine Chance für Unternehmer.

Mit einer kostenfreien App der Bundesnetzagentur kann jeder sein Netz checken. Die dabei gesammelten, anonymisierten Daten fließen in das Gigabit-Grundbuch ein und zeigen, wie das Mobilfunknetz im Alltag erlebt wird. Bereits 2025 wurde daraus eine Funklochkarte erstellt.


Die Initiative von Bund, Ländern und Kommunen soll die Netzqualität aus Perspektive der Nutzenden sichtbar machen und aufzeigen, wo Verbesserungsbedarf besteht. Besonders in ländlichen Regionen oder in topografisch anspruchsvollen Gebieten erhoffen sich die Initiatoren wichtige Erkenntnisse aus den Messdaten.

Mehr Infos zu App, Funklochkarte und dem Ablauf der Messwoche:
www.check-dein-netz.de

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Verkäuferinnen im intensiven Beratungsgespräch bei Rosner & Seidl 1912.

Als Fachkräftemangel kein Thema war – Verkäuferinnen im intensiven Beratungsgespräch bei Rosner & Seidl 1912. Das Geschäft in der Münchner City war lange eine Top-Adresse für Wäsche und Heimtextilien, bis es 1988 nach 115 Jahren schloss.

»Jugend gründet« | Mit innovativem Dünger ins Finale

Isabella Meerpohl (links), Benedikt Kammergruber und Felicia Kloss vom Team »Air2Growth« lächeln

Auf Platz eins – Isabella Meerpohl (l.), Benedikt Kammergruber und Felicia Kloss vom Team »Air2Growth«

Beim bundesweiten Schülerwettbewerb »Jugend gründet« entwickeln Jugendliche innovative Geschäftsideen und beweisen Gründergeist. Im diesjährigen süddeutschen Finale schafften es gleich zwei Teams aus Oberbayern unter die Top 3.
Mit Mikroalgen, die Kohlendioxid in Flüssigdünger umwandeln, überzeugte »Air2Growth« der Münchner Schüler Benedikt Kammergruber (Ludwigsgymnasium), Isabella Meerpohl und Felicia Kloss (beide Maria-Ward-Gymnasium) die Jury. Eine »nachhaltige und disruptive Lösung für dezentralen Klimaschutz«, lobten die Experten. Als Erstplatzierte fährt das Trio im Juni zum bundesweiten Finale nach Stuttgart. Platz 3 erreichte Michael Drost (Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg) mit einem Verfahren, das Mikroplastik aus Obst, Gemüse und Getreide entfernt.
»Jugend gründet« wird vom Bundesbildungsministerium gefördert und von zahlreichen Firmen unterstützt. Die IHK bot in ihrem Münchner Stammhaus als Netzwerkpartner den Jungunternehmern bereits zum fünften Mal eine Bühne.

Medizintechnik | Innovationen ermöglichen, Versorgung sichern

Medizintechnikunternehmer stehen in Brüssel auf einer Treppe.

Für Beratungen zu Gast – Medizintechnikunternehmer in Brüssel

An sich waren die Vorschläge Ende 2025 gut gemeint – doch der erste Reformentwurf der Europäischen Kommission zur Überarbeitung der MDR/IVDR enttäuschte hiesige Medizintechnikunternehmer. Sie fordern weiterhin, den europäischen Medizinproduktemarkt endlich deutlich zu entlasten. Verfahren müssten planbarer, effi zienter und mittelstandsfreundlicher werden. Mit MDR und IVDR setzt die EU den regulartorischen Rahmen für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika.
Daher reiste eine Delegation aus fünf oberbayerischen Medizintechnikunternehmen sowie mehreren Unternehmensvertretern aus Österreich Ende Februar nach Brüssel und traf dort auf Experten der Europäischen Kommission – auf Einladung der bayerischen Industrie- und Handelskammern, des Bayerischen Gesundheitsministeriums sowie der Wirtschaftskammer Österreich. Zentral war die Frage, wie Versorgungslücken verhindert werden können, die durch die Ende 2027 beziehungsweise 2028 auslaufenden Übergangsfristen von Zertifikaten drohen.
Denn die zwei Richtlinien, 2021 und 2022 in Kraft getreten, wirken negativ: Was für mehr Sicherheit sorgen sollte, vor allem für Patienten, setzt besonders kleine und mittelständische Medizintechnikunternehmen unter Druck – sie machen rund 90 Prozent des europäischen MedTech-Markts aus. So haben sich allein die Kosten für Produktzertifizierungen in wenigen Jahren verdrei- bis verzehnfacht. Neben langen, teuren Verfahren belasten Engpässe bei Benannten Stellen, der Rückzug bewährter Produkte vom Markt und ein zunehmender Innovationsstau.
Die Unternehmen fordern daher ein praxistaugliches und planbares System: mehr Geschwindigkeit, mehr Harmonisierung und eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Erste Schritte seien gemacht – etwa die Abschaffung der starren Fünf-Jahres-Gültigkeit der Zertifikate und die Entschlackung der Berichtspflichten. Entscheidend ist jedoch, dass diese Erleichterungen zügig und EU-weit konsistent umgesetzt werden.
Positiv aufgenommen wurden auch die Vorschläge zur Einführung von sogenannten Breakthrough Pathways sowie von Reallaboren. Bei praxisnaher Ausgestaltung könnten sie helfen, Innovationen schneller in die Versorgung zu bringen und das europäische MedTech-Ökosystem nachhaltig zu stärken.
Das Europäische Parlament signalisierte, noch vor dem Sommer die MDR-Revision abschließen zu wollen. Das könnte Trilogverhandlungen bis Ende 2026 bedeuten – und im Idealfall Erleichterungen ab 2028.

Energie | Kernfusion nutzen

Versuchsanlage für Kernfusion in Garching

Kernfusion – Versuchsanlage in Garching

Energie | Kernfusion nutzen

Sie produziert nahezu unbegrenzt CO2-freien Strom und hinterlässt nur minimale radioaktive Abfälle – Kernfusion gilt als Energiequelle der Zukunft. Zwei Milliarden Euro wollen der Freistaat und die Energiewirtschaft in eine neue Anlage, einen Stellarator, in Garching investieren. Eine entsprechende Vereinbarung haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Vertreter des Energiekonzerns RWE AG und des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik mit dessen Spin-off Proxima Fusion GmbH unterzeichnet. Rund 1.000 Beschäftigte sollen ab 2035 die neue Technologie weiter erforschen und wirtschaftliche Anwendungen entwickeln. www.ipp.mpg.de

Ausbildung | Fachkräfte-Nachwuchs

Rund 14.200 neue Ausbildungsverträge hat die IHK für München und Oberbayern im Vorjahr registriert. Das sind 5,7 Prozent weniger als 2024. Jeden fünften Vertrag schlossen die Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen mit Bewerbern, die einen ausländischen Pass besitzen. Ihr Anteil wuchs damit um mehr als zehn Prozent. Azubis aus dem Ausland haben sich also zu einer tragenden Säule in der Ausbildung von Fachkräftenachwuchs entwickelt. »Über 8.300 Betriebe in Oberbayern setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses«, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

4,9 Prozent

mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr exportierte Bayerns Wirtschaft 2025 in EU-Länder. Das sind 54 Prozent der weiß-blauen Ausfuhren insgesamt.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

Gewerbe | Verhaltener Start

Im Freistaat sind die Umsätze des verarbeitenden Gewerbes zu Jahresanfang zurückgegangen. Sie sanken um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Firmen setzten im Januar rund 32,5 Milliarden Euro nominal um, so das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Zahl der Auftragseingänge verringerte sich ebenfalls (–8,7 Prozent). Die Unternehmen bauen außerdem weiterhin Arbeitsplätze ab. Sie beschäftigten im Januar 2026 etwa 1,17 Millionen Mitarbeiter, 14.700 Personen weniger als noch vor einem Jahr.

Onlinehandel | Widerruf vereinfacht

Ab 19. Juni 2026 müssen alle Unternehmen, die mit Verbrauchern Verträge online schließen, eine leicht zugängliche Widerrufsmöglichkeit über einen Widerrufsbutton anbieten – als zusätzliche Option neben dem Widerruf per E-Mail oder Brief. Mehr Infos: www.ihk-muenchen.de/ratgeber/recht/internetrecht/onlinehandel-e-commerce

Technologie | Euro-Q-Exa in Betrieb

Quantencomputer sind Supercomputer. Weil sie unzählige Prozesse simultan auswerten, arbeiten sie wesentlich schneller als herkömmliche Rechner und können komplexe Aufgaben etwa in der Produktion, in der Medizin und in Finanzmärkten in sehr kurzer Zeit lösen. Mit Euro-Q-Exa hat der erste europäische Quantencomputer am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching seinen Betrieb aufgenommen. Der Hochleistungsrechner wird von der EU, dem Bund und dem Freistaat finanziert und soll Forschende aus ganz Europa nach München bringen, um technische Unabhängigkeit im Quantencomputing voranzubringen. www.lrz.de

munich creative business week (mcbw) | Design als Gamechanger

Nadine Vicentini, Geschäftsführerin bayern design, bei der mcbw 2025 am Rednerpult

Neue Impulse – Nadine Vicentini, Geschäftsführerin bayern design, bei der mcbw 2025

Die Brücke zwischen Kreativwirtschaft und Unternehmen schlagen, Wissenstransfer und Networking bieten – das ist Programm auf der munich creative business week (mcbw). Zusammen mit der bayern design GmbH veranstaltet die IHK für München und Oberbayern bei der mcbw ein hochkarätig besetztes Business Panel.
Experten aus Unternehmen und Agenturen werden dort zeigen, wie Design neue Möglichkeiten eröffnet und echte Durchbrüche schafft – von KI basierten Anwendungen bis hin zu nachhaltigen Produkten. Es geht um Fragen wie: Welche Methoden und Prozesse sind entscheidend? Wie entwickelt sich die Rolle von Design weiter, auch um internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern?
Teilnehmer des Business Panels sind Jan Delfs (Head of Global Design, Vorwerk Gruppe), Roman Gebhard (Founder & Managing Partner, FLUID, München), Daniela Bohlinger (Innovation Strategy Lead Sustainability, BMW Group) und Vincent Weckert (Head of Design, Agile Robots SE, München).

Business Panel »From Playground to Impact – Design als Gamechanger im globalen Wettbewerb«
Termin:
5. Mai 2026, 16.30–19 Uhr
Ort: IHK für München und Oberbayern,
Max-Joseph-Straße 2, 80333 München

IHK-Schienendialog | Der nächste Engpass

Die Teilnehmer des IHK-Schienendialogs stehen am DUSS-Terminal in München-Riem

Hotspot für Güterverkehr – die Teilnehmer des IHK-Schienendialogs am DUSS-Terminal in München-Riem

Der Bahnknoten München braucht dringend mehr Terminal-Kapazitäten im Schienengüterverkehr. Das machte die jüngste Ausgabe der Reihe IHK-Schienendialog im März 2026 deutlich. Die IHK für München und Oberbayern und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Landesgruppe Bayern hatten für die Veranstaltung mit dem DUSS-Terminal München-Riem den passenden Ort für die Diskussion gewählt. DUSS steht für die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene–Straße mbH. Das Terminal in München lädt rund 310.000 Ladeeinheiten pro Jahr zwischen Straße und Schiene um, rund 100 Mitarbeitende sind dort im Dreischichtbetrieb tätig.
Trotz aller Digitalisierung und Ausbauschritte reicht das DUSS-Terminal jedoch nicht aus, um den Bedarf auf Dauer zu decken. Bis 2040, so ein Gutachten des Bundesverkehrsministeriums, nimmt der Schienengüterverkehr um 18 Prozent zu, der kombinierte Verkehr sogar um 100 Prozent.
Ein zweites Terminal im Münchner Norden soll die Lage entschärfen und die Umschlagskapazität nahezu verdoppeln. Wirtschaft und Politik stehen hinter dem Projekt, nicht zuletzt wegen der für 2032 geplanten Fertigstellung des Brenner-Basistunnels. Dann ist noch mehr Güterverkehr über den Hotspot München zu erwarten. Dennoch gebe es Verzögerungen, kritisierte der DB-InfraGo-Projektleiter Andreas Witzel beim IHK-Schienendialog. Er wies darauf hin, dass es noch keine sichere Finanzierung durch den Bund gebe und sich daher das Verfahren zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung verzögere. Dabei sprach er auch mangelnde Unterstützung durch die Stadt München an. In der Diskussion sagte ein Vertreter des Bayerischen Verkehrsministeriums immerhin zu, man werde in der Sache mit der Stadt sprechen.

Transportgewerbe | Neue Tachographen-Pflicht

Wenn gewerbliche Fahrzeuge unterwegs sind, brauchen sie ein Aufzeichnungsgerät für Fahr- und Ruhezeiten, Geschwindigkeiten und Strecken. Anstelle der früheren Fahrtenschreiber-Scheibe werden die Daten digital gespeichert. Nun werden zum 1. Juli 2026 die Vorschriften erweitert. Künftig sind auch Fahrzeuge über 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im grenzüberschreitenden Verkehr zu einem digitalen Tachographen verpflichtet. Bei nicht korrekter Bedienung drohen Bußgelder.

Drittländer | Datentransfer ins Vereinigte Königreich und nach Brasilien

Auf der Basis sogenannter Angemessenheitsbeschlüsse können alle Datentransfers von der EU in ein Drittland gestützt werden, ohne dass für einzelne Datentransfers gesondert geeignete Garantien für ein angemessenes Schutzniveau vorliegen müssen. Die Europäische Kommission hat den Angemessenheitsbeschluss für das Vereinigte Königreich bis zum 27. Dezember 2031 verlängert und zählt seit Ende Januar 2026 auch Brasilien zu denjenigen Drittländern, in die personenbezogene Daten vereinfacht übermittelt werden können.

Mehr Informationen:

www.ihk-muenchen.de/datenuebermittlung-in-drittstaaten

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Ingenieure stehen in den 1960er-Jahren am Reißbrett im Konstruktionsbüro der Schlüter-Werke

Produktentwicklung ohne KI – Ingenieure feilten in den 1960er-Jahren am Reißbrett an Innovationen. Zu sehen ist das Konstruktionsbüro der für PS-starke Schlepper bekannten Schlüter-Werke, die bis 1993 Traktoren in Freising herstellten.

BIHK | Spitzentreffen in der Staatskanzlei

Ministerpräsident Markus Söder steht mit Vertretern der bayerischen IHKs und mehreren Ministern auf einer Treppe.

Im Austausch – Vertreter der bayerischen IHKs mit Ministerpräsident Markus Söder (vorn r.) und mehreren Ministern

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zum Austausch eingeladen: Mitte Dezember traf er in München mit den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der bayerischen IHKs (BIHK) zusammen. Mit dabei waren außerdem Ulrike Scharf (CSU), Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Finanzminister Albert Füracker (CSU) und Florian Herrmann (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien.Das Themenspektrum des Treffens war breit. Die Runde diskutierte im Ministerratssaal der Staatskanzlei die wirtschaftliche Lage – vom Exportgeschäft mit seinen neuen Zollhürden über die Linie in Brüssel bis hin zu notwendigen Reformen in Deutschland und Investitionen in die Infrastruktur. Einen regen Austausch gab es ebenfalls zu der Frage, wie der Mittelstand gestärkt werden kann.

Digitalisierung | Mit firmeneigener KI Prozesse vereinfachen

Kevin Grein trägt ein rotes Hemd und lächelt freundlich.

Kevin Grein

Wie kann ein mittelständisches Unternehmen KI-Anwendungen, genauer Chatbots, firmenspezifisch anpassen? Dies hat die Kessel SE aus Lenting, spezialisiert auf Entwässerungstechnik, früh angepackt. Wirtschaftsingenieur Kevin Grein (33), seit 2025 Teamleiter Digitale Daten, zuvor Assistent des Technikvorstands, berichtet vom Vorgehen.

Womit beginnt man bei KI am besten? Herr Grein, wem überträgt man die ersten KI-Schritte?
Jeder, der sich für neue Prozesse und Technologien interessiert und gut vernetzt ist im Unternehmen, ist geeignet. Mit Rückendeckung von Geschäftsführung oder Vorstand konnte ich zum Beispiel schon 2022 Profilizenzen an rund 60 Vorreiter geben, um generative KI im Unternehmen breit bekannt zu machen. Diverse Intensivschulungen mit und ohne externen Dienstleister haben das Angebot abgerundet. Alles mit überschaubarem Budget.

Was ist ein passendes Startprojekt?
Das kommt meist direkt aus dem Betriebsalltag. Mich hat überrascht, wie schnell man dann eine Lösung hat, die jeden Tag viel Arbeit abnimmt. Bei uns war das mit Copilot nach knapp drei Monaten so weit. Die rund 50 Kollegen im Kundenservice können seitdem dank KI-E-Mail-Zusammenfassungen und Standardformulierungen 80 Prozent der ersten Anfragen direkt und schneller beantworten. Das spart enorm Zeit, entlastet und verringert auch Berührungsängste.

Haben sich Folgeprojekte ergeben?
Ja, wir gehen die nächsten logischen Schritte. Die KI Besprechungen zusammenfassen und Recherchen machen lassen ist das eine. Wir wollen zum anderen die Vielzahl der Kanäle, auch bedingt durch die Digitalisierung, wieder vereinfachen: Eine Anmeldung in einem einzigen System, das dann KI-gestützt mehrere interne Anwendungen durchforstet, tiefergehende Informationen findet, strukturiert und schnell liefert, das ist unsere nächste Vision.

Verträgt sich das mit Datenschutz?
Muss es. Wir haben Vorkehrungen getroffen, dass alle Daten im Unternehmen bleiben. Insgesamt zeigt sich: Kippe ich unsaubere Daten in die KI, ist auch das Ergebnis entsprechend.

Das gilt auch umgekehrt. Welche Tipps haben Sie?
Nicht zu sehr an der Startidee festhalten. Der Bedarf formt den Projektablauf. Und diejenigen, die Lust haben, machen lassen. sche

Konkrete Tipps zum KI-Start bietet ab 12. März 2026 eine BIHK-Webinarreihe: www.bihk.de/ki-webinare

Personalie | Peter Inselkammer ist IHK-Präsident in Vertretung

Peter Inselkammer im Porträt.

Peter Inselkammer

Mitte Januar 2026 hat Klaus Josef Lutz, bisheriger Präsident der IHK für München und Oberbayern, den Unternehmer Peter Inselkammer satzungsgemäß beauftragt, vertretungsweise die Funktion als Präsident wahrzunehmen. Lutz hat sein IHK-Amt niedergelegt. Inselkammer (56) ist in der IHK bereits langjährig ehrenamtlich tätig. Der Münchner Gastronom und Hotelier ist seit 2011 Mitglied der IHK-Vollversammlung und seit 2021 Mitglied des Präsidiums sowie Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landeshauptstadt München. Von 2019 bis 2021 war er zudem Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses. Für die ehrenamtliche Tätigkeit in gewählten IHK-Gremien gibt es weder eine Vergütung noch eine Aufwandsentschädigung.

IHK-Sachverständige | Gefragtes Fachwissen

IHK-Referatsleiter Volker Schlehe sowie IHK-Bereichsleiter Florian Horn stehen mit sieben neuen Sachverständigen und Christian Krä, dem Vorsitzenden des IHK-Sachverständigenausschusses auf einer Treppe.

Erweiterter Expertenkreis – sieben neue Sachverständige wurden im IHK-Stammhaus vereidigt unter Beisein von Christian Krä (hinten l.), Vorsitzender des IHK-Sachverständigenausschusses, IHK-Referatsleiter Volker Schlehe (hinten 2.v.l.) sowie IHK-Bereichsleiter Florian Horn (vorn r.)

621 plus sieben – um diese Zahl wurde der Kreis der IHK-Sachverständigen erweitert, als im Januar 2026 neue Experten öffentlich bestellt und vereidigt wurden. Ihre Fachgebiete: Forensische DNA-Spurenanalytik und Abstammungsbegutachtung, Baumpflege, Verkehrssicherheit von Bäumen und Baumwertermittlung, Heizungstechnik, Erschütterungsschutz und Sicherheit von nichtmilitärischen Schießständen. Zuvor mussten sie ihre Sachkunde und Eignung in anspruchsvollen Anhörungen und Prüfungen darlegen. Sie werden vor allem bei Gerichtsverfahren, Schadensbegutachtungen oder der Bewertung von Vermögensgegenständen zurate gezogen.
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/sachverstaendige

Cybersicherheit | Neue Spielregeln durch NIS-2-Gesetz

Eine junge Frau mit Laptop in der Hand prüft Kabel an einem Server.

IT-Sicherheit – systematisch verbessern

»NIS« steht viel: »Network and Information Security« in Europa soll gestärkt werden in Unternehmen, die kritische Dienstleistungen für die Allgemeinheit erbringen. Das seit Ende 2025 geltende NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS2UmsuCG) betriff t bundesweit etwa rund 30.000 Unternehmen, die mehr als 50 Mitarbeitende beschäftigen und zehn Millionen Euro Jahresumsatz erzielen. Indirekt betroffen sind zum Beispiel ihre Dienstleister. Schon zuvor unterlagen etwa 2.000 sogenannte KRITIS-Unternehmen IT-Sicherheitspflichten, da sie zur kritischen Infrastruktur zählen.Wer sich im nun erweiterten Kreis beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren muss, was es zu beachten gilt, kurzum Praxistipps – auch rund um den Cyber Resilience Act (CRA) –, bieten kostenfrei die neun bayerischen IHKs mit der 8. Staffel der BIHK-Webinarreihe zur IT-Sicherheit. Ab Mitte März 2026 lautet ihr Motto »Umsetzen statt Abwarten: Neue Spielregeln für die Cybersicherheit«.Besonders kleine und mittlere Unternehmen erhalten konkrete Unterstützung, um ihre IT-Sicherheit systematisch zu verbessern und sich auf neue Pflichten vorzubereiten. IT-Sicherheitsexperten zeigen praktikable Schutzmaßnahmen und geben umsetzbare Empfehlungen für den Alltag.Alle Themen, Termine und Anmeldung unter: bihk.de/itsicherheit

Satelliten | Bayern von oben

Fünf Kleinstsatelliten der Mission »CuBy« sollen im Juni 2026 ins All fliegen. Ihre Montage und Tests haben die kooperierende Technische Universität München und das Würzburger Start-up S4 – Smart Small Satellite Systems GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die etwa schuhschachtelgroßen, zehn Kilo schweren Satelliten werden im Probebetrieb hochauflösende Bilder aus 460 Kilometern Höhe machen und senden. Danach wird über die flächendeckende Erfassung ganz Bayerns entschieden. Die Aufnahmen, alle drei Tage erstellt, werden KI-unterstützt ausgewertet und sollen für Hochwasserprognosen und der Land- und Forstwirtschaft dienen.

Öffentlichkeitsarbeit | Ohren auf!

Eine kostenfreie IHK-Webinarreihe rund um erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit gibt Unternehmen Tipps, wie sie bekannter werden. Mehr dazu, wie Firmen im Radio gut rüberkommen, was einen spannenden O-Ton ausmacht und welches Budget Unternehmen einplanen sollten, hier: www.events.ihk-muenchen.de/ihk/radio

Integration | Informationspflicht

Die Beratungsstellen »Faire Integration« unterstützen bundesweit mit mehrsprachigen Informationsangeboten Personen aus Drittstaaten, die sich bereits in Deutschland befinden oder hier arbeiten möchten. Arbeitgeber sind seit Jahresbeginn verpflichtet (§ 45c Aufenthaltsgesetz), auf diese arbeits- und sozialrechtlichen Beratungen hinzuweisen. Infos und Vorlagen dafür gibt es unter dem Punkt »Arbeitgeberpflichten bei der Beschäftigung von Fachkräften aus Drittstaaten« auf der IHK-Website: www.ihk-muenchen.de/migration

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Zu sehen ist das Fundament des Münchner Olympiaturms mit der sogenannten Vorspannbewehrung vor dem Auffüllen mit Beton.

Hier entsteht der Münchner Olympiaturm. Zu sehen ist das Fundament mit der sogenannten Vorspannbewehrung vor dem Auffüllen mit Beton. Die Bauarbeiten begannen 1965, eröffnet wurde der Turm drei Jahre später im Februar 1968.

Gesundheitsmarkt | Start-ups glänzen mit Innovationen

Gewinnerteams und Organisatoren des IHK Start-up Slams auf der Bühne beim Europäischen Gesundheitskongress

Die Gewinnerteams und Organisatoren des IHK Start-up Slams

Mit Trockenpulver aus Nanopartikeln will das Biotech-Unternehmen RNhale GmbH die Lungenheilkunde revolutionieren. Seine neue Inhalierlösung, die jeder Patient schnell und diskret einnehmen kann, bescherte dem Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität den ersten Preis beim IHK Start-up Slam und ein Coaching mit Branchenexperten. Dahinter folgten die biopeak GmbH mit nicht invasiven Lösungen zur Patientenüberwachung in Echtzeit mittels eines kleinen Handgelenk- oder Brustmonitors sowie der Gesundheitsdienstleister StellDirVor GmbH, der mit Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen die Pflege und Rehabilitation von Patienten erleichtern will.

Bei Expo und Slam präsentierten sich vier weitere oberbayerische Jungfirmen auf dem 24. Europäischen Gesundheitskongress: HySeDi GmbH, LipoCheck GmbH, NutriSync GmbH und HuCa GmbH mit Praedigo AI. Sie alle stellten innovative, meist digitale Lösungen vor, die Gesundheitsbehandlungen vereinfachen und Kosten senken.

www.ihk-muenchen.de/slam

Flughafen München | „Bedarfe abschätzen und bündeln“

Stephan Weisang, Director Route and Passenger Development, vor moderner Glasfassade des Flughafens München

Stephan Weisang, Director Route and Passenger Development der Flughafen München GmbH

Der Flughafen München ist für viele Unternehmen die Drehscheibe für ihre internationalen Geschäftsreisen. Aktuell können Firmen dem Airport melden, welche Flugverbindungen sie sich wünschen. Ablauf und Ziel dieser Abfrage erläutert Stephan Weisang (37), Director Route and Passenger Development der Flughafen München GmbH.

Herr Weisang, was bringt einem Mittelständler Ihre individuelle Abfrage?

Unser Team will das Streckennetz von und nach München mit Fluggesellschaften aus aller Welt bedarfsgerecht ausbauen. Neben den Reisezielen von Privatreisenden ist der Strecken- und Reisebedarf sowohl von Großunternehmen als auch vom Mittelstand für uns als Flughafenbetreiber von essenzieller Bedeutung. Aktuell besteht das Langstreckennetz aus 54 Zielen. Je besser wir wissen, welche Strecken die Unternehmen darüber hinaus benötigen, desto bedarfsgerechter können wir versuchen, das Netz zu erweitern.

Wie läuft die Abfrage konkret ab?

Wir als Flughafenbetreiber führen Einzelgespräche mit den Firmenvertretern, leiten daraus Bedarfe ab und können diese unternehmensübergreifend bündeln und bei den Airlines adressieren. Fliegen Mitarbeitende regelmäßig bestimmte Strecken oder baut ein Unternehmen etwa einen neuen Werkstandort, ist jetzt die Gelegenheit, uns dies mitzuteilen: Welche Direktverbindung fehlt? Welche der wichtigsten Verbindungen sollten besser angebunden sein? Wie groß ist der Flugreisebedarf?

Das klingt nach viel Aufwand auf allen Seiten.

Es gibt in jedem Fall viel Potenzial. Derzeit bieten knapp 90 Fluggesellschaften nonstop ab MUC Flüge zu fast 230 Zielen in 71 Ländern an. Klar ist doch: Durch die Bündelung des Passagieraufkommens der einzelnen Unternehmen in unserer Region lassen sich in Summe größere und regelmäßigere Bedarfe erkennen. Und desto wahrscheinlicher ist es, dass eine der Airlines ein Flugzeug auf der Wunschstrecke ab MUC einsetzt.

Welche Zeiträume sind realistisch, bis so eine Wunschstrecke realisiert wird?

Das ist zum Teil sehr unterschiedlich und hängt außer von den Nachfrageentwicklungen auch maßgeblich von den Kapazitätsplanungen der Fluggesellschaften ab. Wann und wie viele neue Flugzeuge eingesetzt werden können, bezieht sich meist auf die nächsten ein bis drei Jahre. Wobei die Airlines nochmals langfristiger vorausplanen.Damit die Unternehmen ihre aktuellen und gegebenenfalls künftigen Bedarfe sicher mit uns teilen können, schließen wir gern Vertraulichkeitsvereinbarungen mit ihnen ab.

Unternehmen, die an der Abfrage teilnehmen möchten, melden sich bei: nora.critharellis@munich-airport.de

www.munich-airport.de/corporates

Berufsorientierung | „Ein Tag Azubi“ in vierter Runde

Vier Schüler mit Fachinformatik-Azubis und IHK-Vertretern bei „Ein Tag Azubi“ in der ISG GmbH

Am Aktionstag „Ein Tag Azubi“ – vier Schüler mit Fachinformatik- Azubis der ISG GmbH und Andreas Bensegger (l.), Vorsitzender IHK-Regionalausschuss Rosenheim, ISG-Personalchefin Nadine Demmel (2.v.l.), sowie ISG-Geschäftsführer Philipp Crüwell (r.)

774 Jugendliche schnupperten Ausbildungsluft in 338 Betrieben während des 4. Aktionstags der Wirtschaftsjunioren und IHK-Regionalausschüsse. Denn bei „Ein Tag Azubi“ am schulfreien Buß- und Bettag Mitte November konnten Schüler in verschiedenen oberbayerischen Betrieben Einblicke erhalten und Infos bekommen zu möglichen Ausbildungsberufen – auf Augenhöhe und aus erster Hand von Gleichaltrigen.

Energieeffizienz | Ein Jahrzehnt Netzwerkstärke

Die Bayerische EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) ermutigt seit 2015 Unternehmen, beim Energiesparen an einem Strang zu ziehen. Insgesamt waren bisher über 800 Teilnehmer in 86 Netzwerken aktiv. Sie tauschen sich über geeignete Maßnahmen aus, senken gemeinsam Kosten und steigern die Wettbewerbsfähigkeit.

Gegründet wurde die Initiative vom Bayerischen Wirtschaftsministerium mit Wirtschaftskammern und Industrieverbänden. Aus Oberbayern sind einige Unternehmen schon von Anfang an dabei, unter anderem die Schreiner Group GmbH & Co. KG in Oberschleißheim und Canon Production Printing in Poing.

been-i.de

23 Prozent

mehr zahlten bayerische Verbraucher für Bohnenkaffee im Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

Münchner Agenturgipfel | Wie Agenturen sich neu (er)finden

Fünf bunte Origami-Schwäne in Reihe, ein roter Schwan fliegt heraus als Symbol für Innovation und Veränderung in der Kreativbranche.

Kreativbranche ­­– Mindset zählt

Relevant, innovativ und attraktiv bleiben – das sind die zentralen Herausforderungen, aber auch Chancen der Kommunikations- und Kreativbranche angesichts neuer Technologien und veränderter Kundenanforderungen. Vorträge und Austausch dazu, wie sich Agenturen neu (er)finden, bietet kostenfrei der Münchner Agenturgipfel im Stammhaus der IHK Ende Januar 2026 in Kooperation mit CommClubs Bayern und der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).

Kommunikationsprofis und Kreative werden berichten, wie Agenturen sich im Verhältnis zu Auftraggebern aus Unternehmen positionieren, wie integrierte und maßgeschneiderte Agenturmodelle heute aussehen und wie der Einfluss von KI die Branche verändert. So wird Sebastian Moritz, Electric Sheep GmbH, Mut machen, die KI-Transformation sofort anzugehen. Jason Modemann, Mawave Marketing GmbH, stellt vor, wie Social-First-Agenturen an strategischem Einfluss gewinnen und was dies für klassische Agenturstrukturen bedeutet.

Vor der Abschlussdiskussion wird Andreas Schauerte, Kaltwasser Kommunikation GmbH, skizzieren, wie der Agenturnachwuchs ausgebildet werden sollte und warum trotz oder wegen KI dabei das Mindset entscheidend ist.

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Unfaire Geschäftsmethoden | Vorsicht, Betrug!

Zahlreiche Unternehmen erhalten derzeit E-Mails, in denen ihnen hochpreisige, oft technische Güter aus Insolvenzmasse zu fantastisch günstigen Preisen angeboten werden. Häufig gilt ein Mindestbestellwert, ein großzügiges Rückgaberecht wird in Aussicht gestellt.

Absender sind angeblich Rechtsanwälte oder Kanzleien. Oft stimmen jedoch die Angaben in der E-Mail und im Website-Impressum nicht überein oder es finden sich Bezeichnungen wie „Inhaber“ oder „Geschäftsführer“, was nicht zu einer Kanzlei passt.Die Empfänger sollten misstrauisch sein. Häufig handelt es sich bei traumhaft günstigen Angeboten, die unangefordert auf dem Schreibtisch landen, nicht um Schnäppchen, sondern um Betrugsversuche. Im Zweifelsfall sollten Firmen zuerst den angeblichen Absender recherchieren und direkt bei ihm nachfragen.

Weitere Infos zu unseriösen Geschäftsmethoden von Abmahnmissbrauch bis Phishing: www.ihk-muenchen.de/ratgeber/recht/werbung-fairer-wettbewerb/abzocke-unserioese-maschen

EU-Importe | Jetzt Zulassung als CBAM-Anmelder beantragen

Frau mit Schutzhelm und Tablet in Industriehafen vor Containern und Kränen

Klimaschutz in der EU – emissionsintensive Produkte sind anzumelden

Rund um globale Liefer- und Wertschöpfungsketten stellen neue Gesetze Unternehmen vor Compliance-Herausforderungen. Überwachungs- und Berichtspflichten nehmen zu. Nun ist seit 1. Januar 2026 die Regelphase für den europäischen CO2-Grenz-ausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism/CBAM) gestartet.

Bereits seit Oktober 2023 galt die Übergangsphase, in der eine quartalsweise Berichtspflicht bestand. Seit Jahresbeginn 2026 dürfen nur noch Unternehmen mit einem Status als zugelassener Anmelder CBAM-pflichtige Waren in die EU importieren.

Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus verlangt die Abgabe einer CO2-Steuer auf emissionsintensive Produkte, die im Ausland produziert und in die Europäische Union importiert werden. Betroffen sind Waren aus Zement, Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemittel, Wasserstoff und Strom ab einem Gewicht von 50 Tonnen pro Einführer und Jahr. Falls noch nicht geschehen, müssen Unternehmen den Zulassungsantrag als CBAM-Anmelder zeitnah über das EU-Zollportal stellen – eine Einreichung ist bis spätestens 31. März 2026 möglich.

Mehr Informationen: www.ihk-muenchen.de/cbam

Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i | GewO
Zuständigkeit ausgeweitet

Drei Personen in Beratungsgespräch, darunter Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler

Betroffen sind unter anderem Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler

Die IHK für München und Oberbayern ist nun die für ganz Bayern zuständige Erlaubnis-, Aufsichts- und gegebenenfalls Registrierungsbehörde für Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i Gewerbeordnung (GewO). Mit Wirkung vom 1. Januar 2026 an übernimmt sie von der IHK Aschaffenburg die Erlaubnis- und Aufsichtszuständigkeit für Gewerbetreibende mit einer Erlaubnispflicht nach § 34c GewO (Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer und/oder Wohnimmobilienverwalter), nach § 34d GewO (Versicherungsvermittler und -berater), nach §§ 34f und 34h GewO (Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater) sowie nach § 34i GewO (Immobiliardarlehensvermittler). Die IHK für München und Oberbayern ist seit 1. Januar 2026 auch zuständig für die Registrierung dieser Gewerbetreibenden im Vermittlerregister, sofern die Gewerbetreibenden einer Registrierungspflicht unterliegen.

Die IHK für München und Oberbayern verfügt über langjährige Erfahrung in der Erteilung gewerberechtlicher Erlaubnisse und der Aufsicht über die genannten Gewerbetreibenden. Beginnend mit der Einführung der Erlaubnis- und Registrierungspflicht für Versicherungsvermittler und -berater 2007, hatte sie im Rahmen einer Verbundlösung für alle bayerischen Kammern mit Ausnahme der IHK Aschaffenburg diese Tätigkeiten übernommen.

Die wichtigsten Informationen zum Thema finden Unternehmen in den Fragen und Antworten unten.

Welche Aufgaben hat die IHK für München und Oberbayern als Erlaubnisbehörde?

Die IHK für München und Oberbayern berät Gewerbetreibende aus der Finanzdienstleistungs-, Versicherungs- und Immobilienbranche in der Gründungsphase zu erlaubnispflichtigen Tätigkeiten beziehungsweise zu Abgrenzungsfragen. Sie nimmt Erlaubnisanträge von Gewerbetreibenden nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO aus ihrem Zuständigkeitsbereich entgegen, prüft die Erlaubnisvoraussetzungen und erteilt bei Vorliegen aller erforderlichen Voraussetzungen die jeweilige Erlaubnis. Erlaubnisanträge können bequem online eingereicht werden. Den Link zum Online-Antragsverfahren gibt es auf der IHK-Website unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Sofern sich bei bestehenden Erlaubnisinhabern Änderungen zum Beispiel des Namens, der Firma, der betrieblichen Anschrift, ein Wechsel in der Geschäftsführung oder eine Änderung bei den registrierungspflichtigen Personen ergeben haben, sind diese Änderungen der IHK für München und Oberbayern aktiv zu melden. Auch hierfür steht ein Onlineservice zur Verfügung unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Sofern Gewerbetreibende auf eine bestehende Erlaubnis verzichten wollen, weil sie beziehungsweise ihr Unternehmen diese Tätigkeit nicht mehr ausüben, ist eine Verzichtserklärung erforderlich. Gut zu wissen: Eine Gewerbeabmeldung bei der zuständigen Gewerbebehörde führt nicht automatisch zum Erlöschen der Erlaubnis. Die IHK für München und Oberbayern nimmt entsprechende Verzichtserklärungen entgegen und bestätigt den Erlaubnisverzicht. Formulare für den Erlaubnisverzicht gibt es auf der IHK-Website unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Sollten Erlaubnisvoraussetzungen nach Erlaubniserteilung entfallen, ist die IHK für München und Oberbayern auch für eine gegebenenfalls erforderliche Aufhebung der Erlaubnis zuständig.

Welche Aufgaben hat die IHK für München und Oberbayern als Vermittlerregisterbehörde?

Gewerbetreibende nach §§ 34d, 34f, 34h und 34i GewO sind verpflichtet, sich – und gegebenenfalls auch ihre Angestellten – unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit in das öffentlich einsehbare Vermittlerregister (www.vermittlerregister.info) eintragen zu lassen. Die IHK für München und Oberbayern nimmt diese Registrierungen im Vermittlerregister auf Antrag der Gewerbetreibenden vor. Zu den Aufgaben der IHK gehört es außerdem, erforderliche Registeränderungen vorzunehmen. Das ist zum Beispiel der Fall bei Änderung der betrieblichen Anschrift beziehungsweise bei Löschungen im Vermittlerregister, etwa nach einem Erlaubnisverzicht oder einer Aufhebung der Erlaubnis.

Welche Aufgaben übernimmt die IHK für München und Oberbayern als Aufsichtsbehörde?

Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater mit einer Erlaubnis nach §§ 34f beziehungsweise 34h GewO sowie Bauträger und Baubetreuer nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 3a und 3b GewO trifft eine jährliche Prüfungspflicht nach § 24 FinVermV beziehungsweise § 16 MaBV. Prüfungsberichte beziehungsweise Negativerklärungen sind bis spätestens 31. Dezember des Folgejahrs einzureichen. Sie können bei der IHK für München und Oberbayern bequem online eingereicht werden unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter besteht zudem eine regelmäßige Weiterbildungspflicht im Umfang von jeweils 20 Stunden innerhalb von drei Kalenderjahren. Auch Versicherungsvermittler und -berater müssen sich in einem Umfang von 15 Stunden je Kalenderjahr weiterbilden.

Die IHK für München und Oberbayern überprüft die Einhaltung der Weiterbildungsverpflichtung für Gewerbetreibende aus ihrem Zuständigkeitsbereich.

Achtung: Betroffene Gewerbetreibende sollen Weiterbildungserklärungen und -nachweise nicht unaufgefordert einreichen. Die IHK für München und Oberbayern fordert die Dokumente gezielt an.

Wo finden Antragsteller und Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO weitergehende Informationen?

Die IHK für München und Oberbayern informiert auf ihrer Internetseite über die Erlaubniserteilung und die zu beachtenden Pflichten für Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Die IHK stellt (Online-)Formulare für die Antragstellung, Checklisten und Merkblätter zur Verfügung. So können sich Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO, die einen Internetauftritt haben, zum Beispiel im Merkblatt „Internet-Impressum“ über die erforderlichen Impressumangaben, unter anderem zur zuständigen Aufsichtsbehörde, informieren. Das Merkblatt enthält auch Beispiele für das Internet-Impressum.

Auch für die Erstinformation von Versicherungsvermittlern und -beratern nach § 15 VersVermV sowie von Finanzanlagenvermittlern und Honorar-Finanzanlagenberatern nach § 12 FinVermV steht ein Merkblatt mit Formulierungshilfen zur Verfügung.

EU-Richtlinie | Recht auf Reparatur

Handwerker repariert Waschmaschine mit offenem Bullauge und Werkzeugkasten im Wohnraum

Reparatur möglich?

Reparieren statt wegwerfen – diese Idee steht hinter der EU-Richtlinie „Recht auf Reparatur“, die im April 2024 verabschiedet wurde. Die neuen Regelungen müssen alle Mitgliedstaaten bis 31. Juli 2026 in nationales Recht umsetzen. Dann können Verbraucher bei bestimmten Produkten auf einer Reparatur bestehen. So soll die Lebensdauer von Geräten verlängert und Abfall reduziert werden. Die Regelung betrifft sowohl Hersteller als auch Händler.

Worauf müssen sich Unternehmen einstellen? Beim Warenverkauf ist künftig Folgendes zu beachten:

  • Verbraucher können für ausgewählte Produktgruppen eine Reparatur zu angemessenen Kosten verlangen, wenn außerhalb der kaufvertraglichen Gewährleistungszeit ein Mangel auftritt. Die Kosten für die Reparatur muss der Käufer übernehmen.
  • Zeigt sich während der Gewährleistungszeit ein Mangel, soll das schon bestehende Recht auf Reparatur für den Verbraucher attraktiver werden.

Die Vorgaben betreffen ausgewählte Produktgruppen, die im Anhang II der Richtlinie geregelt sind. Das sind unter anderem Haushaltsgeräte (z. B. Haushaltswaschmaschinen und -trockner, Kühlgeräte, Staubsauger), elektronische Geräte (z. B. Smartphones, Tablets, Displays) sowie Fahrzeuge mit Batterien (z. B. E-Scooter, E-Bikes). Künftig könnten weitere Produktgruppen hinzukommen.

Ausführliche Infos zum neuen Recht auf Reparatur gibt es auf der IHK-Website unter: www.ihk-muenchen.de/de/Service/Recht-und-Steuern/Vertragsrecht/recht-auf-reparatur sowie www.ihk-muenchen.de/krw

Alpentransit | Lkw-Fahrverbote

An der Brennerautobahn wird mit Hochdruck gearbeitet, die Blockabfertigungen bleiben ein Dauerthema. Die IHK-Website bietet zahlreiche Hinweise rund um die Verkehrsknotenpunkte der Region, zum Beispiel den aktuellen Fahrkalender für die Luegbrücke. Er zeigt bereits geplante Einschränkungen bei der Fahrt über den Brenner im Jahresverlauf sowie absehbare Probleme, etwa bei Schneefall. Inklusive Links zu Websites, die kurzfristige Änderungen melden.

Infos zum Alpentransit

Digitalisierung | Verantwortungsvoll

Auf dem Bayerischen Digitalgipfel haben die Brüder Jannis und Moritz Hutzler den Sonderpreis B.DiGiTAL 2025 für ihre Kinderschutz-App Kidgonet erhalten. Der Bayerische Digitalminister Fabian Mehring (FW) würdigte die Gründer aus Brunnthal für ihr Engagement, mit einer App den verantwortungsvollen und sicheren Umgang von Kindern mit digitalen Medien zu fördern – als Zeichen für Medienkompetenz, Datenschutz und digitale Aufklärung.

IHK-Vollversammlungen | Jahreshöhepunkt

Das „Parlament der oberbayerischen Wirtschaft“ ist die Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern. Sie wird 2026 am 10. März, 8. Juli sowie 24. November tagen, jeweils von 15 bis 18 Uhr. Da 2026 ganz im Zeichen der IHK-Wahl steht, bildet die konstituierende Sitzung der frisch gewählten Vollversammlung im Sommer den Höhepunkt des Jahres. Die Sitzungen werden live auf der IHK-Website gestreamt:

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Mitarbeiter der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG 1953 in Ringelhemden und mit Schnurrbärten posieren vor Faschingsfeier

Faschingsfeier bei der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG

„Starke Männer“ bei der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG („PST!“) 1953. Mit Schnurrbart, Ringelhemd und Anker auf dem Oberarm posieren Mitarbeiter für den Fotografen, bevor es auf die Faschingsfeier der Brauerei geht.

Software | Open Source in Unternehmen

Mann arbeitet an Laptop, zwei Frauen besprechen sich im Hintergrund in hellem Büro mit moderner Technik

Freie Software – flexibel und günstig

Weniger Kosten, flexiblere Nutzung – sieben von zehn Unternehmen nutzen Open-Source-Software. Die für eine Studie vom Digitalverband Bitkom befragten 1.152 Unternehmen ab 20 Beschäftigten sehen als Vorteil Kosteneinsparungen (26 Prozent) sowie den Zugriff auf Quellcodes (19 Prozent). Damit können sie die Software an ihre betrieblichen Anforderungen anpassen und entdecken Sicherheitslücken schneller. Allerdings erschwert der Fachkräftemangel die Entwicklung von Open Source erheblich (20 Prozent).

Energiewende-Barometer | „Widersprüche überfordern die Wirtschaft“

Hochspannungsmasten ragen aus Nebel über bewaldeter Landschaft bei Sonnenaufgang

Im Nebel – „Konstruktionsplan“ für Energiewende bleibt unklar

Die Zahlen lassen aufschrecken: 32 Prozent der bayerischen Unternehmen sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Energiewende in Gefahr. Knapp jedes fünfte will seine Produktion einschränken oder sie ins Ausland verlagern, in der Industrie sind es sogar 42 Prozent.
Diese Zahlen ermittelten die neun bayerischen Industrie- und Handelskammern (BIHK) in ihrem jährlichen Energiewende-Barometer. Vor allem die hohen Energiepreise belasten: 62 Prozent der rund 700 befragten Unternehmen sehen sie als negativen Faktor für Investitionen. Als weitere Hürden, auch für den Klimaschutz, nennen die Unternehmen übergroße Bürokratie und unverhältnismäßig lange Planungs- und Genehmigungsprozesse.
„Die Widersprüche der Energiepolitik überfordern auf Dauer vor allem in der Industrie viele Betriebe“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. „Trotz aller politischer Zielvorgaben gibt es weiterhin keinen verlässlichen Konstruktionsplan für die Energiewende.“
Die meisten Unternehmen sind dennoch schon in der Umsetzung: 72 Prozent erzeugen bereits erneuerbare Energien oder haben dies bald vor. 81 Prozent wollen bis spätestens 2045 klimaneutral sein, acht Prozent haben dieses Ziel bereits erreicht.
„Viele Unternehmen packen an und investieren in die Energiewende. Dazu sind sie aber mehr denn je auf Planungssicherheit, weiteren Netzausbau und schnellere Genehmigungsverfahren angewiesen“, betont Gößl.
www.bihk.de

IHK-Sachverständige | Neue oberbayerische Experten

Computerbetrug, Datendiebstahl oder IT-Sabotage: Bei der Untersuchung, Begutachtung und Aufklärung von Cyberkriminalität ist Expertise auf höchstem Niveau notwendig. Die deutschlandweit ersten beiden Sachverständigen für IT-Forensik hat die IHK für München und Oberbayern jetzt öffentlich bestellt und vereidigt. Weitere vier neue Sachverständige hat die IHK im Oktober 2025 öffentlich bestellt und vereidigt. Somit gibt es auch Verstärkung im Expertenkreis mit Sachverständigen für Schäden an Gebäuden, vorbeugenden Brandschutz und Lebensmittelchemie.
IHK-Sachverständige müssen unabhängig und weisungsfrei agieren. Vor ihrer öffentlichen Bestellung und Vereidigung weisen sie ihre Sachkunde und Eignung in anspruchsvollen Anhörungen und Prüfungen nach. Sachverständige gibt es für 250 Sachgebiete, am häufigsten nachgefragt werden Immobilienbewertung, Kfz-Schäden und Brandschutz. In Oberbayern sind rund 640 Sachverständige aktiv, die vor allem bei Gerichtsverfahren, Schadensbegutachtungen oder der Bewertung von Vermögensgegenständen ihr Wissen einbringen.
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/sachverstaendige

Verpackungen | Aktualisierter Leitfaden

Karton mit nachhaltiger Verpackung und Label „100% recyclable reusable“ auf Holzspänen

Verpacken, möglichst nachhaltig

Auf jeden Verbraucher kommen laut Bundesstatistik jährlich rund 200 Kilogramm Verpackungsmüll. Diese Menge ist seit 2005 um 15 Prozent gestiegen. Deshalb sind auch Unternehmen gefordert, Verpackungen zu reduzieren und zu vermeiden. Dabei unterstützen die bayerischen Industrie- und Handelskammern mit ihrem aktualisierten Leitfaden zu recyclingfähigen und nachhaltigen Verpackungen.
Unternehmen erfahren anhand von zahlreichen Praxisbeispielen, wie sie ein nachhaltiges Verpackungskonzept möglichst kostengünstig realisieren. Der Leitfaden informiert auch über rechtliche Rahmenbedingungen und wie die Einbindung von Mitarbeitern gelingt.
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/betrieblicher-umweltschutz/kreislaufwirtschaft/nachhaltige-verpackungen

IHK-Wahl 2026 | Unternehmer wählen ihre IHK-Vertreter

Unternehmerin in roter Bluse mit verschränkten Armen vor Büro mit Kollegen im Hintergrund

IHK-Wahl – Mitmachen ist Ehrensache

Im April/Mai 2026 findet die IHK-Wahl statt. Die Mitgliedsunternehmen der IHK für München und Oberbayern stimmen darüber ab, wer ihre Interessen in den nächsten fünf Jahren in der IHK-Vollversammlung und in den Regionalausschüssen vertreten soll. Wer wählt, nimmt direkten Einfluss auf die Zukunft der Wirtschaft in seiner Region und seiner Branche.
Jedes Unternehmen hat je eine Stimme für die Vollversammlung und eine für seinen Regionalausschuss – ganz gleich, wie groß es ist. Die wahlberechtigten Unternehmen können ihre Stimme per Briefwahl oder online abgeben. Die Wahlunterlagen und Zugangsdaten zur Onlinewahl werden rechtzeitig per Post versendet.
Bei der IHK-Wahl entscheiden rund 400.000 Mitgliedsunternehmen über die Zusammensetzung der IHK-Vollversammlung und der Regionalausschüsse. Die Vollversammlung ist das demokratisch legitimierte höchste Entscheidungsorgan der IHK. Sie bestimmt unter anderem die Richtlinien der IHK-Arbeit und legt die wirtschaftspolitische Positionierung fest. In den 20 Regionalausschüssen engagieren sich die Unternehmerinnen und Unternehmer für die Belange der regionalen Wirtschaft. Sie sind branchenübergreifend besetzt und entsprechen weitestgehend den oberbayerischen Landkreisen.
Mehr Informationen zur IHK-Wahl 2026 unter: www.ihkwahl2026.de

13. Münchner Datenschutz-Tag Digital sicher in die Zukunft!

Hände tippen auf Laptop-Tastatur zur digitalen Kommunikation und Datenschutzthemen

Datenschutz-Tag – alle Infos zu aktuellen Themen

Den Weg zur Digitalisierung datenschutzkonform gehen – dafür bietet der 13. Münchner Datenschutz-Tag die alljährliche oberbayerische Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft, Legislative, Exekutive sowie Datenschutz- und KI-Aufsicht zu aktuellen praxisrelevanten und zukunftsweisenden Fragestellungen: Braucht es eine Reform der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und neue Rechtsgrundlagen rund um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI)? Wie kann ein europäischer Weg aussehen, der zugleich die Digitalisierung vorantreibt und die Wirtschaft entlastet? Wie können Datentransfers in Drittstaaten langfristig abgesichert werden?
Unter der Prämisse der EU-Kommission, Vorgaben der Datenökonomie und der DSGVO zu harmonisieren, diskutieren Experten mit Wirtschaftsvertretern, wie die Umsetzung von digitalen Prozessen rechtssicher erfolgen kann.
Mehr Infos: www.ihk-muenchen.de/datenschutz-tag

Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO | Erweiterte Zuständigkeit für ganz Bayern

Zwei Frauen im Beratungsgespräch an einem Tisch mit Notizbuch und Laptop in hellem Büro

Versicherungsvermittler & Co. – Verbundlösung für Bayern

Ab dem 1. Januar 2026 ist die IHK für München und Oberbayern die für ganz Bayern zuständige Erlaubnis-, Aufsichts- und gegebenenfalls Registrierungsbehörde für Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i Gewerbeordnung (GewO).
Die IHK für München und Oberbayern übernimmt diese Zuständigkeiten nun für alle bayerischen Kammern. Diese Verbundlösung besteht bereits seit Längerem und bezieht ab 1. Januar 2026 auch die IHK Aschaffenburg ein.
Mehr Informationen: www.ihk-muenchen.de/berufszugang/gewerbeerlaubnisse

Steuern | Wichtig ab Januar

Neues Jahr, neue Regelungen – übersichtlichdargestellt auf der IHK-Website: www.ihk-muenchen.de/ratgeber/steuern/aenderungen-jahreswechsel

IHK-Podcast | Wirtschaft hören

Von Digitalisierung über Fachkräfte bis zu Recht und Steuern: Der IHK-Podcast „Wirtschaft für Zukunft“ liefert frische Impulse zu den Themen, die Unternehmen heute bewegen — alle zwei Wochen neu, auf allen gängigen Kanälen abrufbar.
www.ihk-muenchen.de/initiativen/podcast

Kommunalwahl 2026 | Lokale Übersicht

Am 8. März 2026 werden in Bayern rund 39.500 Bürgermeister, Landräte sowie Gemeinde- und Kreisräte gewählt. Zu allen wirtschaftlich bedeutsamen Themen bietet die IHK eine Übersichtswebsite. Auf ihr finden sich die Standortumfrage sowie, sortiert nach Regionen, wichtige Fakten der 23 Landkreise und kreisfreien Städte inklusive der Positionen der IHK-Regionalausschüsse.
www.ihk-muenchen.de/kommunalwahl-2026

Patente | Die Welt von morgen

Von Supermagneten ohne seltene Erden über organische Leuchtdioden bis hin zu Bionik im Fahrzeugbau: Über patentierte Erfindungen aus aller Welt berichtet die neue, kostenfreie Broschüre „erfinden“ des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA). Der Leser erhält Einblicke in die Arbeit der DPMA-Prüfer und in zukunftsweisende Technologien.
www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/erfinden/index.html

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Weihnachtsfeier 1951 bei Rodenstock im Hofbräuhaus mit Nikolaus, Engel und Werksorchester vor festlich geschmückten Tischen

Weihnachtsfeier 1951 beim Münchner Optikspezialisten Rodenstock.

Fröhliche Weihnachten bei Rodenstock 1951. Der Münchner Optikspezialist feiert mit seinen Mitarbeitern festlich im Hofbräuhaus mit Nikolaus, Engel und viel Lametta. Die Weihnachtslieder spielt das firmeneigene Werksorchester.