„Arbeiten Personalabteilungen mit KI, schlägt diese beispielsweise Frauen trotz gleicher oder besserer Qualifikation für gewisse Führungspositionen seltener vor“, sagt Sirid Böhm, Expertin für Women in AI bei der IPAI Foundation in Heilbronn. Hier brauche es qualitativ hochwertige Filter, die Voreingenommenheit (Bias) erkennen, und „eine gute KI-Kompetenz, damit es zu fairen Entscheidungen kommt“.
Führung braucht KI-Kompetenz
Frauen nutzen KI aktuell noch weniger als Männer, ermittelten Studien, zum Beispiel vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg 2025. „Insbesondere für Führungskräfte ist es aber essenziell, eine fundierte KI-Kompetenz zu erwerben. Sie müssen KI anwenden und verstehen, um die Output-Qualität einordnen zu können und so potenzielle Fehler und Bias zu erkennen“, sagt Böhm.
Gleichzeitig gilt: Weil Frauen vor allem in wohlhabenden Ländern oft in administrativen Berufen mit hohem Automatisierungsrisiko arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch KI ersetzt werden, dreimal so hoch wie bei Männern. Das zeigte 2025 eine Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO).
„Einfach machen, Chance ergreifen“
Was heißt das konkret für die Frauen? Neugierig und mutig sein, sich fortbilden, sich mit KI-Kompetenz sichtbar machen und gezielt positionieren, um die eigene Rolle zu stärken oder neue Möglichkeiten zu erschließen.