200 IHK-Ausbildungsbetriebe setzen auf eigenen Fachkräftenachwuchs
„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete berufliche Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit,“ betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „200 Betriebe im Landkreis setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Wechsel der Babyboomer in den Ruhestand entstehen, passgenau nachbesetzen“, so der IHK-Chef. Gößl verweist aber auch darauf, dass 2025 jeder zweite IHK-Ausbildungsbetrieb in Bayern laut einer Umfrage nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen; zum Teil erhielten die Betriebe keine einzige.
Der 2025 fehlende Abiturjahrgang hat die Bilanz weniger stark belastet als erwartet: Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife sank im Landkreis nur auf 11,7 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent).
Bei den neuen Ausbildungsverträgen wurden im Landkreis 221 kaufmännische und 103 in technischen Berufen abgeschlossen. Im Berchtesgadener Land ist bei den jungen Männern der Verkäufer der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe sind Verkäuferinnen und Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement, Hotelfachleute, Köchinnen und Köche sowie Industriemechanikerinnen und Industriemechaniker. Es gibt mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen junge Erwachsene eine Ausbildung absolvieren können.
Die IHK steht für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.