Pressemeldung vom 06.03.2026

Mehr als 1.100 neue Azubis im Landkreis München

Die IHK für München und Oberbayern hat im Vorjahr mehr als 1.100 neue Ausbildungsverträge im Landkreis München registriert. Das sind rund fünf Prozent weniger als im Jahr 2024. Jeden vierten Vertrag schlossen die Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen mit Bewerberinnen und Bewerbern ab, die einen ausländischen Pass besitzen. Ihr Anteil wuchs um fast 12 Prozent auf 268 Neuverträge. Azubis aus dem Ausland haben sich damit zu einer tragenden Säule in der Ausbildung von Fachkräftenachwuchs für die regionale Wirtschaft entwickelt.

850 IHK-Ausbildungsbetriebe setzen auf eigenen Fachkräftenachwuchs

„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete berufliche Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit,“ betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „850 Betriebe im Landkreis setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Wechsel der Babyboomer in den Ruhestand entstehen, passgenau nachbesetzen“, so der IHK-Chef. Gößl verweist aber auch darauf, dass 2025 jeder zweite IHK-Ausbildungsbetrieb in Bayern laut einer Umfrage nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen; zum Teil erhielten die Betriebe keine einzige.

Der 2025 fehlende Abiturjahrgang hat die Bilanz weniger stark belastet als erwartet: Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife sank im Landkreis auf 21,1 Prozent (Vorjahr: 24 Prozent).

Bei den neuen Ausbildungsverträgen wurden im Landkreis 814 kaufmännische und 373 in technischen Berufen abgeschlossen. Im Landkreis München ist bei den jungen Männern der Fachinformatiker der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 3 der IHK-Ausbildungsberufe sind Kaufleute für Büromanagement, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker. Es gibt mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen junge Erwachsene eine Ausbildung absolvieren können.

Die IHK steht ‎für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.

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