Rund 300 IHK-Ausbildungsbetriebe setzen auf eigenen Fachkräftenachwuchs
„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete berufliche Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit,“ betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „Rund 300 Betriebe im Landkreis setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Wechsel der Babyboomer in den Ruhestand entstehen, passgenau nachbesetzen“, so der IHK-Chef. Gößl verweist aber auch darauf, dass 2025 jeder zweite IHK-Ausbildungsbetrieb in Bayern laut einer Umfrage nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen; zum Teil erhielten die Betriebe keine einzige.
Der 2025 fehlende Abiturjahrgang hat die Bilanz wie erwartet stark belastet: Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife sank im Landkreis auf 12 Prozent (Vorjahr: 17,6 Prozent).
Bei den neuen Ausbildungsverträgen wurden im Landkreis 250 kaufmännische und 109 in technischen Berufen abgeschlossen. Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist bei den jungen Männern der Fachinformatiker der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 3 der IHK-Ausbildungsberufe sind Verkäuferinnen und Verkäufer, Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker sowie die Bankkaufleute. Es gibt mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen junge Erwachsene eine Ausbildung absolvieren können.
Die IHK steht für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.