Mehr als 660 IHK-Ausbildungsbetriebe setzen auf eigenen Fachkräftenachwuchs
„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete berufliche Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit,“ betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „Mehr als 660 Betriebe in Stadt und Landkreis setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Wechsel der Babyboomer in den Ruhestand entstehen, passgenau nachbesetzen“, so der IHK-Chef. Gößl verweist aber auch darauf, dass 2025 jeder zweite IHK-Ausbildungsbetrieb in Bayern laut einer Umfrage nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen; zum Teil erhielten die Betriebe keine einzige.
Der fehlende Abiturjahrgang hat wie erwartet seine Spuren in der Bilanz hinterlassen: Lag der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife in der Stadt Rosenheim im Jahr 2024 noch bei 18,3 Prozent, sank er im vergangenen Jahr auf 13,7 Prozent. Im Landkreis ging der Anteil von 11,8 Prozent auf 10,6 Prozent zurück.
Bei den neuen Ausbildungsverträgen wurden in der Region 662 kaufmännische und 314 in technischen Berufen abgeschlossen. Im Landkreis Rosenheim ist der Industriemechaniker bei den jungen Männern der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Industriekauffrau. In der Stadt führt bei den jungen Männern der Fachinformatiker das Ranking an, bei den jungen Frauen liegt die Bankkauffrau ganz oben. Es gibt mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen junge Erwachsene eine Ausbildung absolvieren können.
Die IHK steht für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.