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© Bjoern Friedrich

Pressemeldung vom 29.08.2025

IHK-Ausbildungsbetriebe im Landkreis Pfaffenhofen erwarten 417 neue Azubis

Zum 1. September starten im Landkreis Pfaffenhofen 417 Jugendliche ihre Ausbildung in einem IHK-Beruf, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach den vorläufigen Zahlen entspricht dies einem Minus von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch viele unbesetzte Ausbildungsplätze / Ausbildungsreife oft nicht ausreichend

„Allen Azubis, ihren Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben sowie den Lehrkräften an den Berufsschulen wünsche ich einen erfolgreichen Start in das neue Ausbildungsjahr“, erklärt Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. „In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld haben die Betriebe ihre Ausbildungsangebote nicht zurückgefahren, sondern investieren weiter in die Fachkräfte von morgen“, so Kastner. „Damit die Betriebe und die Bewerberinnen und Bewerber zusammenfinden, ist entscheidend, dass die Jugendlichen eine gute Ausbildungsreife besitzen. Als Basis dafür fordert die Wirtschaft eine bessere berufliche Orientierung mit mehr Praxis- und Realitätsbezug und Engagement. Hier sind Schulen, Eltern und die Jugendlichen selbst gleichermaßen gefordert“, sagt der Vorsitzende.

Jeder zweite Ausbildungsbetrieb gibt in einer IHK-Umfrage an, dass Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind. Der überwiegende Grund dafür ist, dass die Betriebe keine geeigneten oder gar keine Bewerbungen bekommen haben. Fehlende Voraussetzungen bei den Bewerbern beklagen 86 Prozent der Betriebe: Deutliche Defizite sehen sie vor allem bei Soft Skills wie Belastbarkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft und Engagement. Einen überwiegend guten Eindruck vermitteln hingegen die Englischkenntnisse, Teamfähigkeit sowie IT- und Medienkompetenz der Bewerber.

Der heuer fehlende Abiturjahrgang hat sich in der Ausbildungsstatistik weniger stark ausgewirkt als zunächst befürchtet: Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife liegt in Oberbayern mit 17 Prozent nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 19 Prozent. Dennoch dürfte diese Lücke nach Einschätzung der IHK auch im Landkreis zum Minus gegenüber dem Vorjahr mit beigetragen haben.

Im Landkreis ist bei den jungen Männern der Elektroniker für Betriebstechnik der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind: Elektroniker für Betriebstechnik, Fluggerätmechaniker, Kaufleute für Büromanagement, Einzelhandelskaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik. Insgesamt gibt es über 55 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche im Landkreis aktuell eine Ausbildung absolvieren.

Jugendliche, die noch auf der Suche sind, haben nach wie vor gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Laut aktueller Statistik der Arbeitsagentur zu Ende August sind noch 208 Lehrstellen bei Betrieben im Landkreis unbesetzt. Diesem Angebot stehen 78 unversorgte Ausbildungsbewerber gegenüber. Es kommen somit rein rechnerisch auf jeden unversorgten Bewerber mehr als 2 Lehrstellen. Die Angaben der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Ausbildungsbereiche, zu denen neben den IHK-Sparten Industrie, Handel und Dienstleistungen auch das Handwerk, die freien Berufe und der öffentliche Dienst gehören.

Die IHK steht für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse und zählt im Landkreis 199 aktive Ausbildungsbetriebe in Industrie, Handel und im Dienstleistungsbereich.

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