Pressemeldung vom 06.03.2026

Ausbildungsstarke Wirtschaft: Über 14.000 neue Azubis für die Betriebe in Oberbayern

Die IHK für München und Oberbayern hat im Vorjahr 14.203 neue Ausbildungsverträge registriert. Das sind 5,7 Prozent weniger als 2024. Jeden fünften Vertrag schlossen die Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen mit Bewerberinnen und Bewerbern ab, die einen ausländischen Pass besitzen. Ihr Anteil wuchs um mehr als zehn Prozent auf 3.080 Neuverträge. Azubis aus dem Ausland haben sich damit zu einer tragenden Säule in der Ausbildung von Fachkräftenachwuchs für die oberbayerische Wirtschaft entwickelt.

Über 8.300 IHK-Ausbildungsbetriebe setzen auf eigenen Fachkräftenachwuchs

„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete berufliche Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit,“ betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „Über 8.300 Betriebe in Oberbayern setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Wechsel der Babyboomer in den Ruhestand entstehen, passgenau nachbesetzen“, sagt der IHK-Chef. Gößl verweist aber auch darauf, dass 2025 jeder zweite IHK-Ausbildungsbetrieb laut einer Umfrage nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen; zum Teil erhielten die Betriebe keine einzige.

Der 2025 fehlende Abiturjahrgang hat die Bilanz weniger stark belastet als erwartet: Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife sank auf 16,6 Prozent (Vorjahr: 18,1 Prozent), trug aber dennoch spürbar zum Rückgang bei.

Bei den neuen Ausbildungsverträgen wurden 9.325 in kaufmännischen und 4.878 in technischen Berufen abgeschlossen. In Oberbayern ist bei den jungen Männern der Fachinformatiker der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe sind Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement, Einzelhandelskaufleute, Fachinformatiker und Bankkaufleute. Es gibt mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen junge Erwachsene eine Ausbildung absolvieren können.

Insgesamt bilden in Oberbayern derzeit über 8.300 IHK-zugehörige Betriebe aus. Sie stehen ‎für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.

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