Mehr als 26.000 IHK-Ausbildungsbetriebe setzen auf eigenen Fachkräftenachwuchs
„In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt bietet die Berufsausbildung unseren Jugendlichen weiterhin ausgezeichnete berufliche Perspektiven und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit,“ betont Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). „Mehr als 26.000 bayerische Betriebe setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses. So können sie die Lücken, die durch den Wechsel der Babyboomer in den Ruhestand entstehen, passgenau schließen“, so der BIHK-Chef. Gößl verweist aber auch darauf, dass 2025 jeder zweite bayerische IHK-Ausbildungsbetrieb laut einer BIHK-Umfrage nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnte. Häufig fehlten geeignete Bewerbungen, zum Teil erhielten die Betriebe keine einzige.
Der 2025 fehlende Abiturjahrgang hat die Bilanz weniger stark belastet als erwartet: Der Anteil der neuen Azubis mit Hochschulreife sank auf 15 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent), trug aber dennoch spürbar zum Rückgang bei.
Auf dem ersten Platz der beliebtesten IHK-Berufe im Freistaat stand 2025 der Verkäufer mit rund 3.600 Neuverträgen, gefolgt von den Einzelhandelskaufleuten mit etwa 3.200 und den Kaufleuten für Büromanagement mit rund 3.000 Neuverträgen. Insgesamt gibt es in Bayern mehr als 200 verschiedene IHK-Ausbildungsberufe. Die IHK-Ausbildungsbetriebe stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung im Freistaat.