IHK Ratgeber

Überbrückungshilfe ‎– alle Informationen im Überblick

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Die Überbrückungshilfe III für die Monate November 2020 bis Juni 2021 kann seit 10. Februar beantragt werden. Die Beantragung läuft ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte. Abschlagszahlungen gibt es seit 15. Februar 2021.

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge können noch bis zum 31. März 2021 gestellt werden.

Überbrückungshilfe II und Überbrückungshilfe I Bayern in Zahlen

Überbrückungshilfe II (Sept-Dez 2020)Überbrückungshilfe I (Juni-Aug 2020)
Stand1. März 20211. März 2021
Eingegangene Anträge22.14920.791
Erledigungsquote94,7%100 %
Genehmigte Zuschüsse373,1 Mio Euro273,1 Mio Euro

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November 2020 - Juni 2021: Corona-Hilfen auf einen Blick

ZEITRAUMNovember und Dezember 2020November und Dezember 2020Januar bis Juni 2021
ANLASSBEI SCHLIESSUNG BEI UMSATZEINBRUCHBEI UMSATZEINBRUCH
WIE BETROFFEN?direkt / indirekt betroffen durch Schließung seit 2. November 2020 mindestens 30 % Umsatzeinbruch im November und /oder Dezembervon mindestens 30 % Umsatzeinbruch in einem Monat im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 201
FÜR WEN?Direkt und indirekt von der Schließung betroffene Unternehmen aller Größen und Branchen
(Restaurants, Hotels, Bars, Theater, Messen, Caterer...)
 Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen (Restaurants, Hotels, Einzelhandel....)Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen
(Restaurants, Hotels, Einzelhandel....)
WELCHE FÖRDERUNGNovemberhilfe / DezemberhilfeoderÜberbrückungshilfe IIIÜberbrückungshilfe III
MAX. HÖHE DER FÖRDERUNGBis zu 75 Prozent Erstattung des Umsatzes aus dem Vergleichsmonat 2019 Fixkosten-Zuschuss (max. 1,5 Mio € im Monat)Fixkosten-Zuschuss (max. 1,5 Mio € im Monat)
Bitte beachten: Wer November- oder Dezemberhilfe erhält, ist von der Überbrückungshilfe III in den Monaten November und Dezember 2020 ausgeschlossen.

Die IHK für München und Oberbayern übernimmt für die Überbrückungshilfe die Funktion der Bewilligungsstelle.Eine Einzelfallberatung und -klärung inhaltlicher Detailfragen zur Antragsberechtigung und zu technischen Problemstellungen erfolgt ausschließlich über die Hotlines des Bundes.

Überbrückungshilfe III - was ist neu?

Überbrückungshilfe III kann seit dem 10. Februar beantragt werden. Die Beantragung erfolgt über die Plattform Überbrückungshilfe Unternehmen.

Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Dazu gehören auch Einzelhändler, die wegen des Lockdowns seit Ende vergangenen Jahres geschlossen sind. Die Abschlagszahlungen sollen am 15. Februar starten. Die maximale Höhe der Abschlagszahlung beträgt 100.000 Euro. Bei der Überbrückungshilfe III handelt sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Bitte beachten Sie: Erst wenn die Software des Bundes funkioniert, kann die IHK die Anträge bearbeiten und bewilligen. Dies wird voraussichtlich leider erst in der zweiten Märzhälfte der Fall sein.

  • Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland
  • Förderzeitraum: Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021, Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt,
    Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.
  • Höchstbeträge: Die monatlichen Höchstbeträge wurden deutlich erhöht und vereinheitlicht.
    Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten. Allerdings gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts. Die Obergrenzen des Beihilferahmens wurden deutlich erhöht.
  • Beihilferecht: Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen.
  • Abschlagszahlungen: Der Höchstbetrag der Abschlagszahlungen wurde auf 200.000 Euro angehoben, um Unternehmen schnell und effektiv helfen zu können. Die endgültige Bescheidung durch die Länder startet im März.
  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Zusätzlich zu den Umbaukosten für Hygienemaßnahmen werden Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechend angemessene Kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind.
  • Sonderregelung für Einzelhandel für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021
  • Sonderregelungen für die Pyrotechnikindustrie
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft hat und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.
  • Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen von Reisebüros bzw. vergleichbaren Margen von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch kurzfristige Buchungen werden berücksichtigt. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.


Hier finden Sie Richtlinie zur Gewährung der Überbrückungshilfe III von Bayern.

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Infos zur Überbrückungshilfe III

Neustarthilfe für Soloselbständige, Januar bis Juni 2021

Als Soloselbständige können Sie jetzt Ihren Antrag auf Neustarthilfe stellen. Dazu benötigen Sie einELSTER-Zertifikat.

Soloselbständige, die durch Corona Schaden erleiden, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben, sollen von Januar bis Juni 2021 mit der Neustarthilfe unterstützt werden. Dabei handelt es sich um eine Umsatzerstattung. Die Antragstellung ist seit 16. Februar möglich .

An wen richtet sich die Neustarthilfe?

  • Die Neustarthilfe soll Soloselbständige, insbesondere Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende unterstützen.
    • Beispiele: Soloselbständige, die personenbezogene (Kosmetiker/in) oder kreative, künstlerische Tätigkeiten ausüben (Musiker/in, Gestalter/in, Fotograf/in) oder zum Beispiel im Gesungheitswesen (Therapeut/in, Trainer/in) in der Tourismusbranche (Städtführung, Reiseleitung) oder in der Bildungsbranche(Sprachlehrer) tätig sind.

Bedingungen für die Beantragung

  • selbständige Tätigkeit wird als freiberufliche Tätigkeit oder als Gewerbetreibender im Haupterwerb ausgeübt.
  • Weniger als ein Vollzeit-Angestellter wird beschäftigt
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecker erfasst
  • keine Fixkosten werden bei der Überbrückungshilfe III geltend gemacht
  • selbstständige Tätigkeit wurde vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen.
  • Die Neustarthilfe steht Soloselbständigen zu, die ihr Einkommen im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer selbständigen Tätigkeit erzielt haben.
  • Auch sog. unständig Beschäftigte können die Neustarthilfe beantragen. Damit werdem insbesondere Schauspielerinnen und Schauspielern unterstützt, die häufig sowohl Einkommen aus selbständiger Tätigkeit als auch aus unständiger Beschäftigung beziehen. Einkünfte aus unständiger Beschäftigung werden insoweit den Umsätzen aus Soloselbständigkeit gleichgestellt.
  • Zur Zeit können nur natürliche Personen einen Antrag auf Neustarthilfe stellen.

Höhe und Beantragung der Neustarthilfe

  • Die Neustarthilfe gehört zur Überbrückungshilfe III und wird mit ihr beantragt.
  • Die volle Betriebskostenpauschale erhält, wessen Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen ist.
  • Die Neustarthilfe beträgt maximal aber 7.500 Euro und wird in einem Betrag ausgezahlt.
  • Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausbezahlt.
  • Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz).
  • Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 1. Oktober 2019 begonnen haben und daher keine Jahresumsätze für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1. Juli bis 30. September 2020) wählen.
  • Die Betriebskostenpauschale wird zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.
  • Die Endabrechnung müssen die Empfänger durch Selbstprüfung erstellen.
  • Die Neustarthilfe ist nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen.
  • Die Neustarthilfe kollidiert weder mit der Novemberhilfe und Dezemberhilfe noch mit der Überbrückungshilfe II(September bis Dezember 2020). Deshalb kann sie zusätzlich beantragt werden.
  • Sie kann jedoch nicht zusätzlich zur Überbrückungshilfe III beantragt werden.

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Wie läuft der Prozess der Beantragung der Überbrückungshilfe?

Der Antrag ist zwingend durch einen prüfenden Dritten im Namen des Antragsstellers einzureichen. Eine Antragsstellung ohne prüfenden Dritten ist nicht möglich. Auf der Basis der bei der Antragstellung gemachten Angaben erfolgt die Auszahlung der Überbrückungshilfe (2. Phase) für die gesamten vier Monate.

Im Nachgang erfolgt gleichfalls über einen prüfenden Dritten eine Schlussabrechnung über die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und angefallenen Fixkosten. Ggf. zu viel gezahlte Hilfen sind zurückzuzahlen. Sollten die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und/oder tatsächlich angefallenen Fixkosten höher ausfallen als bei der Antragstellung angegeben, erfolgt auf entsprechenden Antrag im Rahmen der Schlussabrechnung eine Nachzahlung für die 2. Phase der Überbrückungshilfe.

Wie finde ich einen prüfenden Dritten?

Falls Antragsteller bisher noch keinen prüfenden Dritten i. S. d. § 3 StBerG (Steuerberater inklusive Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt) beauftragt haben, z. B. für ihre laufende Buchhaltung, die Fertigung von Steuererklärungen oder die Erstellung von Jahresabschlüssen, können sie diese u. a. hier finden:

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Überbrückungshilfe Phase 2: Fördermonate September 2020 bis Dezember 2020

Allgemeine Infos

Wem kann ich Fragen zum Stand meines Antrags stellen?

Fragen zum Stand Ihres Antrages kann Ihr Steuerberater beantworten. Er hat Zugriff auf das Portal zur Antragstellung und kann dort sehen, wie der Stand der Dinge ist. Auch andere prüfende Dritte wie Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte haben Einblick in das Portal.

Wie erkenne ich, dass es sich um vertrauenswürdige Website handelt?

Der Online-Antrag zur Überbrückungshilfe ist ein Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Bundesministeriums der Finanzen sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Sie sind ausschließlich unter den gültigen Webadressen ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de sowie antragslogin.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de zu erreichen.

Änderungsanträge können Sie hierstellen.

Geben Sie erst dann Ihre Daten ein, nachdem Sie sich vergewissert haben, dass ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de bzw. antragslogin.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de als Webadresse im Adressfeld Ihres Browsers stehen. Ähnlich anmutende Webangebote unter abweichenden Webadressen oder mit anderen Endungen sind Fake-Webseiten.

Wer entscheidet über den Antrag zur Überbrückungshilfe?

Die Entscheidung über die Bewilligung ist Aufgabe der Bewilligungsstellen der Bundesländer.

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Warnung vor angeblichen E-Mails der EU-Kommission

Derzeit kursiert eine Phishing-Email mit einem falschen Antragsformular für Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, die angeblich vom Europäischen Rat und vom Bund gemeinsam angeboten werden. Diese betrügerische Mail stammt nicht von der Europäischen Kommission.

Mit dieser Phishin-E-Mail wird versucht, Daten abzugreifen. Die EU-Kommission hat Anzeige erstattet.