IHK Ratgeber

Überbrückungshilfe ‎– alle Informationen im Überblick

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Die Überbrückungshilfe III für die Monate November 2020 bis Juni 2021 kann seit 10. Februar beantragt werden. Die Beantragung läuft ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte. Abschlagszahlungen gibt es seit 15. Februar 2021.

Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II ist am 31. März abgelaufen.

Überbrückungshilfen und Neustarthilfe Bayern in Zahlen

Überbrückungshilfe III (Jan - Juni 2021)Überbrückungshilfe II (Sept-Dez 2020)Überbrückungshilfe I (Juni-Aug 2020)Neustarthilfe
Stand12. Juli 202112. Juli 202112. Juli 202112. Juli 2021
Eingegangene Anträge49.355
31.74320.78932.662
Erledigungsquote78,7 %99,6 %100 %97,2 %
Genehmigte Zuschüsse2.617,6 Mio. Euro487,2 Mio. Euro257,6Mio Euro201,6 Mio. Euro

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November 2020 - Juni 2021: Corona-Hilfen auf einen Blick

ZEITRAUMNovember und Dezember 2020November und Dezember 2020Januar bis Juni 2021
ANLASSBEI SCHLIESSUNG BEI UMSATZEINBRUCHBEI UMSATZEINBRUCH
WIE BETROFFEN?direkt / indirekt betroffen durch Schließung seit 2. November 2020 mindestens 30 % Umsatzeinbruch im November und /oder Dezembervon mindestens 30 % Umsatzeinbruch in einem Monat im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 201
FÜR WEN?Direkt und indirekt von der Schließung betroffene Unternehmen aller Größen und Branchen
(Restaurants, Hotels, Bars, Theater, Messen, Caterer...)
 Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen (Restaurants, Hotels, Einzelhandel....)Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen
(Restaurants, Hotels, Einzelhandel....)
WELCHE FÖRDERUNGNovemberhilfe / DezemberhilfeoderÜberbrückungshilfe IIIÜberbrückungshilfe III
MAX. HÖHE DER FÖRDERUNGBis zu 75 Prozent Erstattung des Umsatzes aus dem Vergleichsmonat 2019 Fixkosten-Zuschuss (max. 1,5 Mio € im Monat)Fixkosten-Zuschuss (max. 1,5 Mio € im Monat)
Bitte beachten: Wer November- oder Dezemberhilfe erhält, ist von der Überbrückungshilfe III in den Monaten November und Dezember 2020 ausgeschlossen.

Bearbeitung und Bewilligung der Überbrückungshilfe III ist gestartet

Seit 17. März können die Anträge auf Überbrückungshilfe III bearbeitet und bewilligt werden. Zuvor gab es nur Abschlagszahlungen.

Eine Einzelfallberatung und -klärung inhaltlicher Detailfragen zur Antragsberechtigung, Auslegungen der FAQs sowie technischen Problemstellungen erfolgt ausschließlich über die Hotlines des Bundes. Die IHK für München und Oberbayern übernimmt für die Überbrückungshilfe die Funktion der Bewilligungsstelle.

Überbrückungshilfe III - was ist neu?

Überbrückungshilfe III wird über die Plattform Überbrückungshilfe Unternehmen beantragt.

Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Dazu gehören auch Einzelhändler, die wegen des Lockdowns seit Ende vergangenen Jahres geschlossen sind. D Bei der Überbrückungshilfe III handelt sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Überbrückungshilfe wird verlängert und erweitert auf Überbrückungshilfe III Plus

Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, die Überbrückungshilfe bis zum 30. September 2021 zu verlängern. Bisher war vorgesehen, die Hilfen am 30. Juni 2021 auslaufen zu lassen. Die Prinzipien der Förderungen bleiben gleich. Der Umsatz muss gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um mindestens 30 Prozent zurückgegangen sein und die Anträge werden über einen Prüfenden Dritten gestellt.

Was gilt bei der verlängerten Überbrückungshilfe III sowie bei der Überbrückungshilfe III Plus?

  • Die maximale monatliche Förderung in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Mio. EUR.
  • Die Obergrenze für Förderungen aus Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III Plus liegt jetzt bei maximal 52 Mio. Euro. Sie setzt sich zusammen aus 12 Mio. EUR aus dem geltenden EU-Beihilferahmen bestehend aus Kleinbeihilfe, De-Minimis sowie Fixkostenhilfe zuzüglich 40 Mio. EUR aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich. Die neue EU-Regelung zum Schadensausgleich gilt für Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind. Diese können künftig Schäden von bis zu 40 Mio. EUR geltend machen.
    • Für Hilfen oberhalb der bisher geltenden 12 Mio. Euro gelten wie im KfW-Sonderprogramm 2020 und beim Wirtschaftsstabilisierungsfonds Beschränkungen bei Gewinn- und Dividendenausschüttungen, Bonuszahlungen und Aktienrückkäufen .

Was ist neu im Programm bei der verlängerten Überbrückungshilfe III sowie der Überbrückungshilfe III PLus?

  • Restart-Prämie: Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
  • Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Mehr Informationen zum Download zur Verlängerung der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus .

Wie läuft der Prozess der Bearbeitung ab und wie lange dauert er?

Verbesserungen auf Grundlage des Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz vom 23. März 2021

  • Unternehmen, die besonders schwer und lange von Schließungen betroffen sind, erhalten zusätzlich den Eigenkapitalzuschuss.

Überbrückungshilfe III

  • Neben dem neuen Eigenkapitalzuschuss wird die Überbrückungshilfe auch insgesamt nochmal verbessert: Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. Euro.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sowie junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31. Oktober 2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30. April 2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Der Eigenkapitalzuschuss und die weiteren Verbesserungen werden im Rahmen der bestehenden Überbrückungshilfe III gewährt. Die Antragstellung erfolgt über die Plattform
ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Die Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgt in der Verantwortung der Länder.

Verbesserungen gegenüber der Überbrückungshilfe II

  • Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland.
    • Die Umsatzhöchstgrenze von 750 Millionen Euro gilt nicht für vom Lockdown betroffene Unternehmen. Dies sind Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche, die von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffen sind sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche.
  • Förderzeitraum: Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021, Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt,Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.
  • Höchstbeträge: Die monatlichen Höchstbeträge wurden deutlich erhöht und vereinheitlicht.
    Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten. Allerdings gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts. Die Obergrenzen des Beihilferahmens wurden deutlich erhöht.
  • Beihilferecht: Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen.
  • Abschlagszahlungen: Der Höchstbetrag der Abschlagszahlungen wurde auf 800.000 Euro angehoben, um Unternehmen schnell und effektiv helfen zu können. Die endgültige Bescheidung durch die Länder startet im März.
  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Zusätzlich zu den Umbaukosten für Hygienemaßnahmen werden Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechend angemessene Kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind.
  • Sonderregelung für Einzelhandel für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021
  • Sonderregelungen für die Pyrotechnikindustrie
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft hat und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.
  • Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen von Reisebüros bzw. vergleichbaren Margen von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch kurzfristige Buchungen werden berücksichtigt. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.

Hier finden Sie Richtlinie zur Gewährung der Überbrückungshilfe III von Bayern.

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Eigenkapitalzuschuss

Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.

Der neue Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt. Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:

Monate mit Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent

Höhe des Zuschlags

  • Im 1. und 2. Monat: Kein Zuschlag
  • Im 3. Monat: 25 Prozent
  • Im 4. Monat: 35 Prozent
  • Im 5. und jedem weiteren Monat: 40 Prozent

Beispiel: Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar, Februar und März 2021 einen Umsatzeinbruch von 55 Prozent. Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro betriebliche Fixkosten aus Mietverpflichtungen, Zinsaufwendungen und Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung und beantragt dafür die Überbrückungshilfe III. Das Unternehmen erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von jeweils 6.000 Euro für Januar, Februar und März (60 Prozent von 10.000 Euro). Es erhält für den Monat März zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 1.500 Euro (25 Prozent von 6.000 Euro).

Der neue Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Beantragung: Inzwischen kann der Eigenkapitalzuschuss beantragt werden. Dies geschieht mit einem Änderungsantrag auf Überbrückungshilfe III.

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Infos zur Überbrückungshilfe III

Neustarthilfe für Soloselbständige und Neustarthilfe Plus bis Ende September 2021

Als Soloselbständige können Sie jetzt Ihren Antrag auf Neustarthilfe stellen. Dazu benötigen Sie einELSTER-Zertifikat.

Soloselbständige, die durch Corona Schaden erleiden, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben, sollen von Januar bis Juni 2021 mit der Neustarthilfe unterstützt werden. Dabei handelt es sich um eine Umsatzerstattung. Die Antragstellung ist inzwischen nicht nur für natürliche Personen, sondern auch für Personengesellschaften möglich. Die Neustarthilfe Plus soll den Zeitraum Juli bis September abdecken.

Anleitung zum Antrag auf Neustarthilfe Schritt für Schritt

Mit unserem Leitfaden leiten wir Sie Schritt für Schritt durch die Beantragung der Neustarthilfe. Dort finden Sie auch Hinweise zum Beantragen des ELSTER-Zertifikats. Zudem geben wir Hinweise, wie Sie prüfen, ob die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe für Ihren Zweck besser geeignet ist.

Neustarthilfe Plus

Die Neustarthilfe Plus kann seit 16. Juli 2021 beantragt werden.

Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Mehr Infos zur Neustarthilfe Plus zum Download.

An wen richtet sich die Neustarthilfe?

  • Die Neustarthilfe soll Soloselbständige, insbesondere Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende unterstützen.
    • Beispiele: Soloselbständige, die personenbezogene (Kosmetiker/in) oder kreative, künstlerische Tätigkeiten ausüben (Musiker/in, Gestalter/in, Fotograf/in) oder zum Beispiel im Gesungheitswesen (Therapeut/in, Trainer/in) in der Tourismusbranche (Städtführung, Reiseleitung) oder in der Bildungsbranche(Sprachlehrer) tätig sind.

Bedingungen für die Beantragung

  • selbständige Tätigkeit wird als freiberufliche Tätigkeit oder als Gewerbetreibender im Haupterwerb ausgeübt.
  • Weniger als ein Vollzeit-Angestellter wird beschäftigt
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecker erfasst
  • keine Fixkosten werden bei der Überbrückungshilfe III geltend gemacht
  • selbstständige Tätigkeit wurde vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen.
  • Die Neustarthilfe steht Soloselbständigen zu, die ihr Einkommen im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer selbständigen Tätigkeit erzielt haben.
  • Auch sog. unständig Beschäftigte können die Neustarthilfe beantragen. Damit werdem insbesondere Schauspielerinnen und Schauspielern unterstützt, die häufig sowohl Einkommen aus selbständiger Tätigkeit als auch aus unständiger Beschäftigung beziehen. Einkünfte aus unständiger Beschäftigung werden insoweit den Umsätzen aus Soloselbständigkeit gleichgestellt.
  • Inzwischen können nicht nur natürliche Personen, sondern auch Personengesellschaften die Neustarthilfe beantragen.

Höhe und Beantragung der Neustarthilfe

  • Die Neustarthilfe gehört zur Überbrückungshilfe III und wird mit ihr beantragt.
  • Die volle Betriebskostenpauschale erhält, wessen Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen ist.
  • Die Neustarthilfe beträgt maximal aber 7.500 Euro und wird in einem Betrag ausgezahlt.
  • Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausbezahlt.
  • Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz).
  • Haben Sie Ihre selbständige Tätigkeit zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 aufgenommen oder Ihre Ein-Personen-Kapitalgesellschaft in diesem Zeitraum gegründet, können Sie als Referenzmonatsumsatz entweder
    1. den durchschnittlichen monatlichen Umsatz aller vollen Monate der selbständigen Geschäftstätigkeit im Jahr 2019 (Vergleichszeitraum: 1. Januar 2019 (oder später) bis 31. Dezember 2019),
    2. den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 (Vergleichszeitraum: 1. Januar 2020 bis 29. Februar 2020) oder
    3. den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (Vergleichszeitraum: 1. Juli 2020 bis 30. September 2020) heranziehen.

    Die Umsätze der Monate Januar und Februar 2020 können für die Berechnung des Referenzumsatzes nur dann berücksichtigt werden, wenn Sie die selbständige Tätigkeit vor dem 1. Januar 2020 aufgenommen haben oder Ihre Ein-Personen-Kapitalgesellschaft vor dem 1. Januar 2020 gegründet haben.
  • Die Betriebskostenpauschale wird zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.
  • Die Endabrechnung müssen die Empfänger durch Selbstprüfung erstellen.
  • Die Neustarthilfe ist nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen.
  • Die Neustarthilfe kollidiert weder mit der Novemberhilfe und Dezemberhilfe noch mit der Überbrückungshilfe II(September bis Dezember 2020). Deshalb kann sie zusätzlich beantragt werden.
  • Sie kann jedoch nicht zusätzlich zur Überbrückungshilfe III beantragt werden.


Regelungen für Personengesellschaften

  • Inzwischen können auch Ein-Personen-Kapitalgesellschaften Anträge stellen
  • Bei Geltendmachung freiberuflicher / gewerblicher Einkünfte als Soloselbständiger kann nur auch ein prüfender Dritter den Antrag stellen.
  • Werden Umsätze aus Personengesellschaften oder von Ein-Personenkapitalgesellschaften geltend gemacht, muss ein prüfender Dritter die Antragstellung übernehmen. Dies gilt bis ca. Mitte April. Danach können auch Personengesellschaften einen Direktantrag stellen. Kapitalgesellschaften werden weiterhin einen Prüfenden Dritten benötigen.
  • Auszubildende werden bei der Ermittlung von Vollzeitäquivalenten nicht mitgezählt.


Hier kommen Sie zu den FAQs des Bundes zur Neustarthilfe.

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Warnung vor betrügerischen E-Mails

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt vor betrügerischen E-Mails mit angeblichen Antragsformularen auf Corona-Überbrückungshilfen. Die Absender dieser Phishing-Mails geben sich als Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland aus und versuchen, mit den gefälschten Formularen an die Daten von Unternehmen zu gelangen mit. Die Unternehmer sollen ihre Daten an die E-Mail DEUTSCHLAND@EC-Europa.de schicken. Dies ist jedoch keine Adresse der EU. Mit den erschlichenen Daten könnten die Täter dann Betrugstaten im Namen der geschädigten Unternehmen begehen.

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Wie läuft der Prozess der Beantragung der Überbrückungshilfe?

Der Antrag ist zwingend durch einen prüfenden Dritten im Namen des Antragsstellers einzureichen. Eine Antragsstellung ohne prüfenden Dritten ist nicht möglich. Ausnahme: Neustarthilfe.

Im Nachgang erfolgt gleichfalls über einen prüfenden Dritten eine Schlussabrechnung über die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und angefallenen Fixkosten. Ggf. zu viel gezahlte Hilfen sind zurückzuzahlen. Sollten die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und/oder tatsächlich angefallenen Fixkosten höher ausfallen als bei der Antragstellung angegeben, erfolgt auf entsprechenden Antrag im Rahmen der Schlussabrechnung eine Nachzahlung für die 3 Phase der Überbrückungshilfe.

Wie finde ich einen prüfenden Dritten?

Falls Antragsteller bisher noch keinen prüfenden Dritten i. S. d. § 3 StBerG (Steuerberater inklusive Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt) beauftragt haben, z. B. für ihre laufende Buchhaltung, die Fertigung von Steuererklärungen oder die Erstellung von Jahresabschlüssen, können sie diese u. a. hier finden:

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Überbrückungshilfe II: Antragsfrist ist am 31. März abgelaufen

Anträge auf Überbrückungshilfe für die Phase 2, die von Ihnen angelegt wurden und die Sie bis zum 31. März 2021 nicht absenden, werden am 01. April 2021 vom System automatisch geschlossen und gelöscht.

Im Falle eines bereits beschiedenen oder teilbeschiedenen Antrags ist es möglich, über das elektronische Antragsverfahren auch nach dem 31. März einen begründeten Änderungsantrag zu stellen. Auf diesem Weg ist es beispielsweise möglich, zusätzliche förderfähige Kosten oder andere Informationen zu ergänzen, die voraussichtlich zu einer Erhöhung der Fördersumme führen werden. Eine Nachzahlung wird im Zuge der Schlussabrechnung möglich sein, wenn der endgültige Anspruch die bereits gezahlten Zuschüsse übersteigt.

Im Falle einer fehlerhaft Übermittelten Kontoverbindung ist es bis zum 30. Juni 2021 möglich, über das elektronische Antragsverfahren die Daten zur Kontoverbindung zu korrigieren. Die Änderung der Bankdaten wird von der zuständigen Bewilligungsstelle gegengeprüft.

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Allgemeine Infos

Wem kann ich Fragen zum Stand meines Antrags stellen?

Fragen zum Stand Ihres Antrages kann Ihr Steuerberater beantworten. Er hat Zugriff auf das Portal zur Antragstellung und kann dort sehen, wie der Stand der Dinge ist. Auch andere prüfende Dritte wie Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte haben Einblick in das Portal.

Wie erkenne ich, dass es sich um vertrauenswürdige Website handelt?

Der Online-Antrag zur Überbrückungshilfe ist ein Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Bundesministeriums der Finanzen sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Sie sind ausschließlich unter den gültigen Webadressen ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de sowie antragslogin.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de zu erreichen.

Änderungsanträge können Sie hierstellen.

Geben Sie erst dann Ihre Daten ein, nachdem Sie sich vergewissert haben, dass ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de bzw. antragslogin.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de als Webadresse im Adressfeld Ihres Browsers stehen. Ähnlich anmutende Webangebote unter abweichenden Webadressen oder mit anderen Endungen sind Fake-Webseiten.

Wer entscheidet über den Antrag zur Überbrückungshilfe?

Die Entscheidung über die Bewilligung ist Aufgabe der Bewilligungsstellen der Bundesländer.

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