From Playground to impact
Die IHK München war bei der munich creative business week dabei!
Vom Playground zum Impact: Wie Design zum Wettbewerbsvorteil wird
Zum 15. Jubiläum der munich creative business week wurde in der IHK für München und Oberbayern beim Business Panel „From Playground to Impact“ deutlich, wie stark Design heute Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Transformation prägt.
Design ist weit mehr als gute Gestaltung – genau das wurde beim Business Panel „From Playground to Impact – Design als Gamechanger im globalen Wettbewerb“ in der IHK für München und Oberbayern eindrucksvoll deutlich. Im Rahmen der munich creative business week 2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Design und Innovation, um über die strategische Kraft von Gestaltung zu sprechen – praxisnah, anschaulich und mit vielen konkreten Beispielen aus unterschiedlichen Branchen.
Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei und erlebten einen inspirierenden Abend mit vielseitigen Praxisbeispielen aus Healthcare, Mobilität, Robotik und inklusiver Produktentwicklung sowie einer lebendigen Diskussion.
Ausgangspunkt war das mcbw-Motto „Playground of Possibilities“, das die Veranstaltung in einen wirtschaftlichen Kontext übersetzte: Wie wird aus kreativen Ideen echte Wirkung – im Unternehmen, am Markt und im internationalen Wettbewerb? Genau dieser Frage widmete sich ein hochkarätig besetztes Panel mit Beiträgen von FLUID Design, enna systems, BMW Group Design und Agile Robots. Moderiert wurde die Veranstaltung von Maren Martschenko.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
Zum Auftakt begrüßte Christoph Angerbauer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der IHK für München und Oberbayern, die Gäste in der IHK. Er machte deutlich, dass Design aus Sicht der IHK weit mehr ist als ästhetische Gestaltung: ein strategischer Faktor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
Im Anschluss griff Nadine Vicentini, Geschäftsführerin von bayern design und Veranstalterin der mcbw, diesen Gedanken auf. Sie betonte Design als verbindendes Element zwischen Disziplinen, Branchen und Perspektiven – und damit als wichtige Kraft, um Transformation aktiv zu gestalten. Die mcbw verstehe sich dabei als Plattform für Austausch, neue Ideen und konkrete Umsetzung.
Nach den einführenden Begrüßungen wurde der Blick auf die Praxis gerichtet: Anhand konkreter Beispiele zeigten die Referierenden, wie Design in ganz unterschiedlichen Branchen Innovation ermöglicht, Orientierung schafft und unternehmerische Wirkung entfaltet.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
Wie Design konkret Probleme lösen kann, zeigte Jakob Bergmeier von enna systems. Vorgestellt wurde die Entwicklung eines Produkts, das digitale Teilhabe für ältere Menschen erleichtern soll – bewusst niedrigschwellig, intuitiv und alltagsnah. Besonders spannend war der Blick hinter die Kulissen: von ersten Papp-Prototypen über verschiedene Proof-of-Concepts bis hin zum finalen Produktdesign wurde sichtbar, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein nutzerorientiertes System entsteht.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
Einen ganz anderen, aber ebenso eindrucksvollen Zugang präsentierte Roman Gebhard von FLUID Design. Anhand von Beispielen aus dem Gesundheitsbereich wurde deutlich, dass Design nicht erst am Ende eines Entwicklungsprozesses ansetzt, sondern bereits darüber entscheidet, ob ein Produkt in der Praxis funktioniert und im Markt ankommt. Gezeigt wurden unter anderem Projekte für Storz Medical sowie Aspivix/Carevix, bei denen Gestaltung, Anwendung, Sicherheit und Markenwirkung eng zusammenspielen. Seine Kernbotschaft: Gute Gestaltung zahlt sich im Gesundheitswesen gleich mehrfach aus – in der Zulassung, in der Anwendung und in der Wahrnehmung.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
Welche Chancen und Herausforderungen sich durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für Designprozesse ergeben, erläuterte Daniela Bohlinger von BMW Group Design. Ihr Beitrag spannte den Bogen von digitalen Prototypen und datenbasierten Entscheidungen bis hin zu neuen Kompetenzprofilen für Designerinnen und Designer. Besonders prägnant war dabei der Gedanke, dass KI zwar Prozesse beschleunigen kann, aber keine Vision ersetzt: Die Richtung müsse weiterhin der Mensch vorgeben. Digitalisierung, so die Botschaft, sollte Sinnlichkeit und Erlebnis nicht verdrängen, sondern sinnvoll ergänzen.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
Wie stark Design auch Zukunftstechnologien prägen kann, zeigte Vincent Weckert von Agile Robots. In seiner Präsentation machte er deutlich, wie eng Science-Fiction und Produktdesign miteinander verbunden sein können – und wie daraus konkrete Gestaltung für einen humanoiden Roboter entsteht. Für das Design von Agile ONE wurden Filmfiguren analysiert, Merkmale in Matrizen eingeordnet und daraus Anforderungen an Vertrauen, Sicherheit und intuitive Interaktion abgeleitet. Vom ersten Briefing über Skizzen und 1:1-Modelle bis zum finalen Design wurde sichtbar, wie sehr Gestaltung auch bei Hightech-Produkten Orientierung und Akzeptanz schaffen kann.
© IHK für München und Oberbayern - Matthias Balk
In der gemeinsamen Runde wurde noch einmal deutlich, was sich bereits durch alle Beiträge gezogen hatte: Design ist längst kein „Add-on“ mehr, sondern ein strategischer Faktor, der maßgeblich über Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit entscheidet.
Gerade die Vielfalt der Perspektiven machte den Nachmittag besonders spannend: vom Healthcare-Gerät über inklusive digitale Anwendungen bis hin zu KI-gestützten Designprozessen und humanoider Robotik. Die Referentinnen und Referenten zeigten nicht nur Ergebnisse, sondern auch Denkwege, Entwicklungsstufen und konkrete Herausforderungen – und lieferten damit reichlich Stoff für eine lebendige Diskussion. Immer wieder wurde deutlich, dass Design heute weit über Ästhetik hinausgeht: Es verbindet Technologie, Nutzerorientierung, Markenstrategie und Innovation.
So wurde das Business Panel zu einem anschaulichen Beleg dafür, warum Design ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen ist. Oder anders gesagt: Der Weg vom kreativen Spielfeld zur Wirkung im Markt beginnt dort, wo Gestaltung strategisch gedacht wird. Genau dafür bot die Veranstaltung viele inspirierende Impulse – und zeigte, wie aus dem „Playground of Possibilities“ konkreter Impact werden kann.
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