IHK Ratgeber

Geflüchtete einstellen

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Einleitung

Unternehmen können ihre gesellschaftliche Verantwortung als Ehrbarer Kaufmann wahrnehmen und Flüchtlinge über Ausbildung und Arbeit nachhaltig in die Gesellschaft integrieren. Geflüchtete Personen können als Fachkräfte gewonnen und langfristig als Mitarbeiter gebunden werden. Dabei sind organisatorische, rechtliche und kulturelle Fragestellungen wahrscheinlich. Die IHK informiert über Möglichkeiten, den Integrationsprozess so reibungslos wir möglich zu gestalten.

IHK Kombimodell

Geflüchtete, Neuzugewanderte und Jugendliche mit Förderbedarf über eine Berufsausbildung zur Fachkraft zu qualifizieren, ist mit Blick auf den künftigen Fachkräftebedarf unverzichtbar. Unsere Erfahrungen aus den Beratungsgesprächen mit Unternehmen machen deutlich: Wir müssen neue und zielgruppenspezifische Wege in der Berufsausbildung gehen, damit die Integration in Ausbildung und Beruf erfolgreich gelingt.

Die IHK für München und Oberbayern setzt deshalb ein neues Format zur dualen beruflichen Ausbildung auf. Ziel ist es, die Potenziale dieser Jugendlichen zu nutzen sowie über die gezielte Auswahl und langfristige Betreuung geeigneter Kandidaten Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Das Kombimodell ist bereits seit 2016 erfolgreich bei der IHK zu Coburg im Einsatz.

Mehr Infos zum Kombimodell

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check.work – Kompetenzen feststellen / Potenziale ermitteln

Viele Geflüchtete bringen ungeahnte Talente, Fertigkeiten und erste berufliche Erfahrungen mit. Die Schwierigkeit besteht bisher darin die erworbenen Kompetenzen, aber auch Potenziale zu ermitteln. Aus diesem Grund hat die IHK es sich zur Aufgabe gemacht, ein online-basiertes Tool zu entwickeln, das dabei helfen soll, Informationen zur beruflichen Qualifikation von Flüchtlingen und Integrationsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt herauszufinden.

Teilqualifikation plus zur Fachkraft für Lagerlogistik

Logistikunternehmen haben immer größere Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu finden.‎ Mit der neuen Teilqualifikation plus zur Fachkraft für Lagerlogistik setzt die IHK für München und Oberbayern ‎eine Maßnahme gegen den Fachkräftemangel auf: Sie verbindet die fachliche Ausbildung mit einem intensiven berufsbezogenen Sprachförderung.

"TQ plus“ für Geflüchtete und Migranten

Mit der „Teilqualifikation plus zur Fachkraft für Lagerlogistik“ setzt die IHK für München und Oberbayern eine Maßnahme gegen den Fachkräftemangel auf und schafft damit konkrete Qualifizierungsangebote für ältere Geflüchtete und Migranten.

Wie bei bereits bestehenden Teilqualifikationen erlernen die Teilnehmer in abgrenzten Einheiten bei einem zertifizierten Bildungsträger‎ theoretisches und praktisches Wissen. Das Plus steht für den zusätzlichen Anteil an Deutsch- und vor allem berufsbezogener Sprachförderung vor und während der TQ-Phase. Die künftigen Fachkräfte können so intensiver im ‎Lernprozess unterstützt und an die Betriebe gebunden ‎werden.

  • Am Ende der „Teilqualifikation plus“ werden die erworbenen Kompetenzen durch die IHK festgestellt und zertifiziert.
  • Die Qualifzierungsmaßnahme wird über Bildungsgutscheine des Jobcenters gefördert.

Weiter Details zur "Teilqualifikation plus Fachkraft für Lagerlogistik" finden sie hier

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Deutsch lernen im Unternehmen

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© IHK/ Schweiger

Eine Möglichkeit als Betrieb, Auszubildende mit Fluchthintergrund beim Spracherwerb zu unterstützen, ist die, einen Sprachmentor zu bestimmen. Der Sprachmentor kann der Ausbilder oder ein Mitarbeiter sein, der dafür verantwortlich ist, das Thema Sprache im Betrieb zu fördern. Er muss kein Fachlehrer sein, sondern fungiert lediglich als Ansprechpartner. Weiter Infos dazu haben wir in unserem Flyer "Deutsch lernen im Unternehmen"für Sie zusammengestellt

Seminar "Betriebliche Integration durch Sprache"

Zusätzlich bietet die IHK Akademie München eine Fortbildung zum Thema "Betriebliche Integration durch Sprache - Was kann man im Unternehmen tun" an. Ziel des Seminars ist es, die Grundlagen der Sprachsensibilität sowie grundlegende Methoden der Verständnissicherung und der Sprachlernförderung zu erarbeiten.

Über praktische Übungen sollen die Teilnehmenden Techniken und Strategien zur Entlastung typischer schwieriger Sprachstrukturen erlernen sowie erste Methoden, wie Sprachlernende am Arbeitsplatz gezielt unterstützt werden können. Die Frage, wie am Arbeitsplatz eine sprach-lernförderliche und kultursensible Atmosphäre gestaltet werden kann, ist mit allen Themen dieses Workshops verbunden.

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Förderprogramm: Fit for Work – Chance Ausbildung

Für anerkannten Flüchtlinge gibt es das Programm „Fit for Work – Chance Ausbildung“. Diese Maßnahme wird über den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Mit diesem Programm werden Ausbildungsverhältnisse mit Jugendlichen gefördert, deren Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt verringert sind, durch persönliche, bildungsmäßige oder soziale Umstände. Gefördert werden junge Menschen, die am Tag des Beginns der Berufsausbildung das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Zur Zielgruppe der Förderung „Fit for Work – Chance Ausbildung“ zählen junge Menschen, die deutsche Staatsangehörige oder Staatsbürger eines EU-Mitgliedstaats sind und Jugendliche aus Drittstaaten, soweit sich diese mit gesichertem Aufenthaltsstatus in Bayern aufhalten (z. B. anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit Aufenthaltserlaubnis).

  • Die Förderung von geflüchteten Jugendlichen mit Aufenthaltserlaubnis („anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber“) ist möglich, wenn die Anspruchsvoraussetzungen der Förderhinweise nachgewiesen sind.
  • Die Aufenthaltserlaubnis ist dem Ausbildungsbetrieb und für den Förderantrag vorzulegen.
  • Maßgebend ist der Aufenthaltsstatus am Tag des im Berufsausbildungsvertrag vereinbarten Beginns der betrieblichen Ausbildung.

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Kosten der vom Betrieb geschuldeten Ausbildungsvergütung.

Höhe der Förderung und die Voraussetzungen

Der Ausbildungsbetrieb kann einen Zuschuss in Höhe von 4.400 Euro erhalten für eine Ausbildungszeit von 22 Monaten. Bei kürzeren Ausbildungszeiten verringert sich die Zuwendung entsprechend.

Welche Fristen sind zu beachten?

  • Der Förderantrag muss bis spätestens drei Monate nach Beginn der Berufsausbildung bei der Bewilligungsbehörde eingehen, beim Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth.
  • Bei Jugendlichen, die mit abH oder AsA unterstützt werden muss der Förderantrag spätestens drei Monate nach Abschluss des jeweiligen Vertrags bei der Bewilligungsbehörde eingehen.

Die detaillierten Förderkriterien und Infos zum Antragsstellung finden Sie auf der Internetseite "Fit for Work - Chance Ausbildung" des zuständigen Ministeriums.

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Übersicht: Fördermöglichkeiten für die Ausbildung

VerA – Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen

Mal gibt es Probleme mit dem Prüfungsstoff in der Berufsschule, mal hapert es an den Deutschkenntnissen: Die Gründe für Ausbildungsabbrüche sind vielfältig. Damit es erst gar nicht dazu kommt, gibt es das kostenfreie Angebot VerA (Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen).

Ihre Ansprechpartner

IHK Integrationskoordinatorin

+49 89 5116-0

integration@muenchen.ihk.de

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integration@muenchen.ihk.de

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