Berufsbildung

Ausbildungsprofil Bautechnische/r Konstrukteur/-in

Der Beruf des/der Bautechnischen Konstrukteurs/-in hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm gewandelt. Während früher alles per Hand gezeichnet wurde, übernehmen heute Computerprogramme einen Großteil des Zeichnens. Der Umgang mit der CAD-Software (Computer Aided Design) ist daher ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung als Bautechnische/-r Konstrukteur/-in.

Mit der Neuorndung des Ausbildungsberufes zum 01.08.2026 hat auch das arbeiten mit BIM (Building Information Modeling) Einzug gefunden und ist im Berufsbild fest verankert.

Trotzdem gehört das technische Zeichnen zur dualen Ausbildung dazu. Schließlich müssen Sie wissen, wie es geht, und die mit dem Computer erstellten Ansichten und Grundrisse auf ihre Richtigkeit überprüfen.

Inhalt

Voraussetzungen für die Ausbildung als Bautechnische/-r Konstrukteur/-in

Rechtlich gesehen ist für diese duale Ausbildung kein spezieller Schulabschluss vorgesehen, doch die meisten Ausbildungsbetriebe bevorzugen Schulabgänger mit Abitur ein. Gute bis sehr gute Noten werden vor allem in den Fächern Mathematik, Werken/Technik und Physik erwartet. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Ausbildung zum/zur Bautechnischen Konstrukteur/-in gehören außerdem:

  • Technisches Interesse
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Zeichnerische Begabung und Grundkenntnisse
  • Rechnerische Fähigkeiten
  • Interesse an Informatik
  • Logisches Denken
  • Präzision und Sorgfalt

Da Bautechnische Konstrukteur/-innen in der Regel im Team mit Architekten, Ingenieuren und Bauleitern arbeiten, sollten Sie teamfähig sein und über ausgezeichnete kommunikative Kompetenzen verfügen.

Ausbildung als Bautechnische/-r Konstrukteur/-in: Schwerpunkte

Baupläne auf einem Tisch, im Hintergrund Baukran und Rohbauten. (Symbolbild)

Bautechnische Konstrukteur/-innen sind in Architektur- und Ingenieurbüros, auf Bauämtern und bei großen Baufirmen tätig. Ihr Arbeitsort ist in der Regel das Büro. Es kommt aber auch vor, dass sie Baustellen besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Zu den wichtigsten Tätigkeiten gehören:

  • Erstellung von Zeichnungen und Konstruktionsplänen für Gebäude, Brücken oder Straßen (z. B. Grundrisse, Ansichten und Detailzeichnungen) unter Berücksichtigung technischer Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben
  • Berechnungen (z. B. von benötigtem Baumaterial, Kosten)
  • Bereitstellung technischer Unterlagen
  • Überwachung und Kontrolle der Bauvorhaben
  • Überwachung von Termin- und Budgetvorgaben
  • Verwaltung und Sicherung von Daten
  • Arbeiten an und mit BIM Modellen

Während der Ausbildung müssen Auszubildende zur Ergänzung der im Ausbildungsrahmenplan bezeichneten Fertigkeiten und Kenntnisse den Ablauf von Bauprojekten durch ein sechswöchiges Baustellenpraktikum, z.B. durch Baubegehungen kennen lernen.

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Im dritten Lehrjahr spezialisieren sich angehende Bautechnische Konstrukteur/-innen auf einen der Schwerpunkte Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau. Auszubildende erhalten während der gesamten Ausbildungszeit eine angemessene Vergütung .

Digitale Arbeitsfelder als Bautechnische/-r Konstrukteur/-in

Die Digitalisierung hat den Beruf des/der Bautechnischen Konstrukteurs/-in regelrecht revolutioniert: Während früher kein Arbeiten ohne Bleistift, Lineal und Papier denkbar war, ist es heute ein Problem, wenn der Strom ausfällt: Denn zahlreiche Programme und Systeme unterstützen dich bei der täglichen Arbeit. Dazu zählen z. B. diese:

  • Geoinformationssysteme
  • 3-D-Druck
  • 3-D-Laserscanning (Gebäude mit einem Laserscanner vermessen)
  • Holografie-Software (holografische Darstellung von Bauwerken)
  • BIM Modelle

Das wichtigste „Werkzeug“ des/der Bautechnischen Konstrukteurs/-in ist aber die CAD-Software, mit der fast alle Baupläne und Konstruktionszeichnungen angefertigt werden. Begeisterung für innovative Software und für die Arbeit am Computer ist für diesen Beruf daher unabdingbar

Karriereperspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer dualen Ausbildung können sich Bautechnische Konstrukteur/-innen auf unterschiedlichen Feldern fortbilden und spezialisieren. Mögliche Weiterbildungen sind:

  • Baurecht
  • Bautechnik
  • CAD-Fachkraft
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/-in

Auch ein Studium – berufsbegleitend oder als Vollstudium – kommt für Bautechnische Konstrukteur/-innen mit Hochschulreife infrage. Für Studiengänge wie Architektur, Bauingenieurwesen, Vermessungstechnik oder Stadtplanung stellt die duale Ausbildung eine gute Grundlage dar

Weitere Infos zum Ausbildungsbeginn und vielen weiteren Themen findest Du bei der Ausbildungsberatung .