„Damit der Landkreis auch künftig gut dasteht, braucht es eine starke Wirtschaft, die sich hier zu Hause und willkommen fühlt. Egal ob ein Betrieb seit Jahrzehnten verwurzelt ist oder sich erst ansiedeln möchte: Jeder Unternehmer muss Wertschätzung, Interesse und Unterstützung durch die Verwaltung und Kommunalpolitik erfahren“, erklärt Waßmer. Sie ergänzt: „Verwaltung und Politik halten wichtige Hebel in der Hand, mit denen sie auch auf kommunaler Ebene die Bedingungen für die Wirtschaft positiv gestalten können. Erfolgreich können wir nur gemeinsam sein. Deshalb ist uns der offene Austausch und der Brückenschlag zwischen Unternehmen, Kommunalpolitik und den Verwaltungen ein großes Anliegen.“
Konkret fordert der IHK-Regionalausschuss eine moderne, service- und kundenorientierte Verwaltung. Bestehende Verwaltungsprozesse sollen vollständig digitalisiert werden. Davon erwarten sich die Unternehmen mehr Tempo in den Abläufen und weniger Frustration im Umgang mit notwendigen bürokratischen Auflagen. „Vor allem wünschen wir uns aber auch, dass unsere Verwaltungen wieder mehr von einer Erlaubnis- und Vertrauenskultur getragen werden, die die Mitarbeiter dazu motiviert, ihre Ermessensspielräume im Sinne der Kunden auch auszunutzen“, so Waßmer.
„Ohne ausreichend Fach- und Arbeitskräfte können die Unternehmen bei uns im Landkreis nicht arbeiten. Auch damit die Wirtschaft wieder mehr wachsen kann, braucht es mehr Arbeitskräfte“, erklärt Waßmer weiter. Aus diesem Grund fordert der Ausschuss beispielsweise flächendeckende und kostengünstige Betreuungsangebote für Kinder auch in Randzeiten sowie Unterstützung bei der Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt und mehr Initiativen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.
Darüber hinaus ist dem Regionalausschuss die Stärkung des Landkreises als Innovations-Hotspot ein Anliegen. Dazu gehört aus seiner Sicht auch der weitere Aufbau von Innovationsnetzwerken und -veranstaltungen, um die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Start-ups und bestehenden Unternehmen zu fördern. Wichtig sei laut Waßmer zudem die weitere Vernetzung des TIZIO mit der regionalen Wirtschaft „Der Großraum München ist Gründerhochburg und Startup-Magnet. Von diesem Boom sollte auch unser Landkreis profitieren. Mit dem Campus Bad Tölz haben wir hier gute Möglichkeiten. Denn ist es wichtig, dass wir jungen, innovativen und entwicklungsstarken Unternehmern Entfaltungsmöglichkeiten und Perspektiven bieten. Der frische Wind, den sie mit sich bringen, wird unseren Landkreis auf lange Sicht stärken und wirtschaftlich noch resilienter aufstellen“, so das Fazit der Ausschussvorsitzenden.