Pressemeldung vom 09.02.2026

Wirtschaft im Berchtesgadener Land: „Landkreis fit für die Zukunft machen!“

Wie macht sich das Berchtesgadener Land fit für die Zukunft und wie bleibt der Landkreis ein attraktiver Wirtschaftsstandort? Als Antwort legt die heimische Wirtschaft konkrete Vorschläge im Vorfeld der Kommunalwahl auf den Tisch: Der IHK-Regionalausschuss Berchtesgadener Land fordert von der Kommunalpolitik neben einer modernen und serviceorientierten Verwaltung, mehr Tempo beim Planen, Genehmigen und Bauen sowie eine Infrastruktur, die der Mobilität von heute gerecht wird.

IHK-Regionalausschuss stellt Forderungen zur Kommunalwahl vor

„Unser gemeinsames Ziel sollte sein, das Beste aus unserem Landkreis für die Wirtschaft herauszuholen“, sagt Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses. „Wenn wir als Wirtschaftsstandort weiterhin zukunftsfähig sein wollen, müssen wir auch mutige Schritte in Richtung Zukunft gehen. Für diese Schritte vor Ort sind diejenigen verantwortlich, die sich der Kommunalwahl um die Posten im Landratsamt sowie in den Rathäusern bewerben. Aber weil Erfolg nur im Miteinander gelingt, wollen wir mit anpacken und Brücken zwischen Kommunalpolitik, Unternehmen und Verwaltung bauen.“

Konkret fordert der IHK-Regionalausschuss als Stimme von knapp 9.000 IHK-Mitgliedsunternehmen im Landkreis:

  • Moderne Verwaltung: „Der Großteil der belastenden Bürokratie kommt aus Berlin oder Brüssel“, so Wagner. „Aber hier vor Ort wird entschieden, wie lange Genehmigungsverfahren dauern und wie die Kommunikation mit Unternehmen ist, wenn sie zum Beispiel einen Antrag für eine Firmenerweiterung stellen.“ Der Regionalausschuss fordert daher unter anderem mehr Service-Orientierung, digitale Informations- und Auskunftssysteme, klare Leistungskriterien wie in der freien Wirtschaft sowie sogenannte „Fast Lanes“ für Gewerbetreibende. Als Beispiel nennt der Regionalausschuss das RAL-Gütezeichen „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“, nach deren Prinzipien unter anderem das Landratsamt Traunstein seit Jahren arbeitet – mit positiver Resonanz aus der Wirtschaft.

  • Mehr Tempo bei Planen, Genehmigen und Bauen: „Die Fach- und Arbeitskräfte brauchen Wohnraum, die Unternehmen brauchen Gewerbeflächen“, sagt Wagner. „Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren machen Projekte aber schwer kalkulierbar und erhöhen die Kosten.“ Deswegen brauche es mehr Tempo und schnellere Verfahren. Der IHK-Regionalausschuss fordert daher unter anderem, dass bei Fristverstreichung seitens der Verwaltung im Sinne des Antragsstellers entschieden wird, die Kommunen bei umstrittenen Projekten frühzeitig mit den Menschen vor Ort kommunizieren und somit mögliche Bürgerbegehren vermeiden sowie behördeninterne Kommunikation verbessern, um widersprüchliche Vorgaben und damit massive Verzögerungen zu vermeiden.

  • Zeitgemäße Infrastruktur und Mobilitätsangebote: „Je besser das Verkehrsangebot ist, desto attraktiver ist der Standort – das gilt für die Unternehmen, aber auch für die Fach- und Arbeitskräfte sowie die Gäste, die zu uns kommen“, betont Wagner. „Wenn wir wollen, dass mehr Menschen auf Busse und den ÖPNV umsteigen, braucht es auch einen entsprechenden Fahrplan in den Randzeiten.“ Der IHK-Regionalausschuss fordert daher unter anderem, digitale Verkehrsleitsysteme, wirtschaftsfreundlichere Liefer- und Ladezonen sowie Lieferzeiten, neue beziehungsweise ausgebaute Fuß- und Radwege, mehr Rufbusse, ein stärkerer Fokus bei der Fahrplangestaltung auf Azubis, den Anschluss von Unternehmen an das regionale Schienennetz mitdenken und mehr Umsteigepunkte zwischen individueller und öffentlicher Mobilität vorantreiben.

„Die heimische Wirtschaft steht als Partner für die Kommunalpolitik und die Verwaltung bereit, wenn es um konkrete Projekte und Reformen geht. Unser Ziel ist es: Wir wollen, dass bestehende Firmen auch weiterhin den Landkreis als ihre Heimat sehen, hier vor Ort entwickeln und produzieren sowie Arbeitsplätze sichern und neue schaffen“, macht Wagner deutlich.

Ansprechpartner Pressestelle