„Unser gemeinsames Ziel sollte sein, das Beste aus unserem Landkreis für die Wirtschaft herauszuholen“, sagt Katja Lindo Roever, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Starnberg. „Wenn wir als Wirtschaftsstandort weiterhin zukunftsfähig sein wollen, müssen wir auch mutige Schritte in Richtung Zukunft gehen. Weil Erfolg nur im Miteinander gelingt, wollen wir mit anpacken und Brücken zwischen Kommunalpolitik, Unternehmen und Verwaltung bauen.“
Konkret fordert der IHK-Regionalausschuss als Stimme von mehr als 14.000 IHK-Mitgliedsunternehmen im Landkreis:
- Moderne Verwaltung: „Es kommt einiges an Bürokratie aus Berlin und Brüssel“, so Lindo Roever. Hier vor Ort wird entschieden, wie lange Genehmigungsverfahren dauern und wie die Kommunikation mit Unternehmen ist, wenn sie zum Beispiel einen Antrag für eine Firmenerweiterung stellen.“ Der Regionalausschuss fordert daher unter anderem sogenannte „Fast Lanes“ für Gewerbetreibende, mehr Entscheidungsbefugnisse für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Einsatz bayern- und bundesweit einheitlicher digitaler Standards und IT-Programme. „Das Landratsamt hat bereits einen wirtschaftsfreundlichen Weg eingeschlagen und muss diesen auch fortsetzen“, sagt Lindo Roever.
- Mehr Tempo bei Planen, Genehmigen und Bauen: „Die Fach- und Arbeitskräfte brauchen Wohnraum, die Unternehmen brauchen Gewerbeflächen“, sagt die IHK-Regionalausschussvorsitzende. „Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren machen Projekte schwer kalkulierbar und erhöhen die Kosten.“ Deswegen brauche es weitere Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung und die Einbindung der Unternehmen bei Projekten, um zum Beispiel Mitarbeiterwohnungen oder Betriebswohnungen in Gewerbegebieten zu erleichtern.
- Unterstützung für Fach- und Arbeitskräfte: „Ohne ausreichend Fach- und Arbeitskräfte können die Unternehmen bei uns im Landkreis nicht arbeiten. Für das Wachstum der heimischen Wirtschaft brauchen wir mehr Arbeitskräfte“, so Lindo Roever. Deswegen fordert der IHK-Regionalausschuss unter anderem flächendeckende und kostengünstige Betreuungsangebote auch in Randzeiten, Informations- und Austauschangebote für Unternehmen, ein Welcome-Center als zentrale Anlaufstellen sowie eine „English Lane“ für Fach- und Arbeitskräfte aus dem Ausland.
„Die heimische Wirtschaft steht als Partner für die Kommunalpolitik und die Verwaltung bereit, wenn es um konkrete Projekte und Reformen geht. Unser Ziel ist es: Wir wollen, dass bestehende Firmen auch weiterhin den Landkreis als ihre Heimat sehen, hier vor Ort entwickeln und produzieren sowie Arbeitsplätze sichern und neue schaffen“, bekräftigt Lindo Roever.