IHK Ratgeber

Corona: Finanzielle Unterstützung für Unternehmen

grafik_geld

Corona nagt bei vielen Unternehmen an der Substanz. Die Hilfsangebote sind groß. Informieren Sie sich, ob Soforthilfe, Schnellkredit, LfA-Kredit oder Schutzschirm für Sie passen.

Inhalt

Welche Hilfe gibt es für welche Unternehmen

Die Ankündigungen von Hilfsprogrammen überschlagen sich. Doch was eignet sich für wen?

Hier eine kurze Übersicht:

Zurück zum Inhalt

Das Bundesprogramm Überbrückungshilfe

Um was geht es:

  • Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschuss­programm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro. Detaillierte Infos gibt es hier.
  • Das Bundesprogramm Überbrückungshilfe löst die Soforthilfe ablösen, die Ende Mai ausgelaufen ist.
  • Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt.

An wen richtet sich das Programm


  • Die Überbrückungshilfe gilt branchenübergreifend, wobei den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs und Bars, als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Reisebüros, Profisportvereinen der unteren Ligen, Schaustellern, Unternehmen der Veranstaltungslogistik sowie Unternehmen im Bereich um Messeveranstaltungen angemessen Rechnung zu tragen ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen,

  • deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind
  • und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.
  • Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.

Wie hoch soll die Förderung sein?

  • Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat.
  • Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.
  • Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate.
  • Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen.
  • Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen.
  • Überzahlungen sind zu erstatten.

Antragstellung

Zurück zum Inhalt

Ausgleichszahlungen für die Reisebusbranche

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat ein Programm zur Unterstützung der Reisebusbranche gestartet. DieRichtlinie finden Sie hier zum Download. Zweck ist, das wirtschaftliche Fortbestehung der Reisebusbranche zu unterstützen. Dies geschieht durch eine Ausgleichszahlung für pandemiebedingte Einnahmeausfälle.

  • Die Ausgleichszahlung stellt eine freiwillige Leistung da. Ein Anspruch auf Gewährung besteht nicht.
  • Über die Anträge auf Gewährung der Ausgleichszahlung entscheidet das Bundesamt für Güterverkehr (BAG)

Welche Kosten werden bei der Ausgleichszahlung berücksichtigt?

Es geht um Vorhaltekosten und Vorleistungskosten

  • Vorhaltekosten: fortlaufend anfallende Kosten für die stillgelegten Produktionsmittel des Antragstellers (nicht einseitig veränderbare Kosten für die laufende Fahrzeugfinanzierung aus Kredit-, Leasing- und Mietverträgen.
  • Vorleistungskosten : Im Jahr 2019 vorfinanzierte Posten, deren Refinanzierung durch die laufenden Einnahmen im Jahr 2020 erfolen sollte. Erfasst sind Werbekosten wie z.B. Reisekataloge oder Werbeanzeigen. Ausgeschlossen sind Kosten zur Bewerbung des Antragstellers wie zum Beispiel Sponsoring.
  • Vorhaltekosten und Vorleistungskosten werden nur für Fahrzeuge erstattet, die vor dem 17. März 2020 neu oder gebraucht auf Grundlage eines Kredit-, Leasing- oder Mietvertrags in Besitz genommen wurden die sich noch am 30. Juni 2020 im Besitz befinden.

Antragsberechtigung

  • Antragsberechtigt sind alle privaten Unternehmen, die am 16. März 2020 Inhaber einer Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr mit Omnibussen waren, die vom Verbot von Reisebusreisen betroffen waren und eine Niederlassung in Deutschland haben.
  • Keine Ausgleichszahlung erhalten Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist.
  • Unternehmen, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden erhalten ebenfalls keine Ausgleichszahlung.

Art und Höhe der Ausgleichszahlung

  • Bei der Ausgleichszahlung handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Sie wird pro Fahrzeug gewährt.
  • Fahrzeuge müssen für die Beförderung von Personen und ihrem Gepäck gedacht sein und über mehr als acht Fahrgastsitze verfügen.
  • Die Fahrzeuge müssen in den Schadstoffklassen Euro V oder besser sein.
  • Die Ausgleichszahlung beträgt pro Fahrzeug höchstens 26.334 Euro.
    • Berechnung: 77 Einsatztage zwischen März und Juni mit 266 Euro Vorhaltekosten und 76 Euro Vorleistungskosten pro Einsatztag und Fahrzeug. Liegen die Kosten niedriger, so werden diese Beträge zugrunde gelegt.
  • Anträge können für mehrere Fahrzeuge gestellt werden. Die Gesamtsumme der gewährten Hilfe darf den Höchstbetrag von 800.000 Euro pro Unternehmen nicht übersteigen.

Geforderte Nachweise

  • Der Antragsteller muss erklären, an welchen Tagen die Fahrzeuge im Einsatz waren. Für diese Tage kann es keine Ausgleichszahlung geben.
  • Der Antragsteller darf keine anderweitigen Unterstützungsleistungen für die oben genannten Kosten erhalten haben. Das muss er rechtsverbindlich erklären.
  • Der Antragsteller hat elektronisch jede Form von Kleinbeihilfe anzugeben, die er auf Basis der "Bundesreglung Kleinbeihilfen 2020" erhalten hat.

Antragstellung

  • Die Anträge werden beim Bundesamt für Güterverkehr gestellt.
  • Die Anträge werden beim BAG elektronischBAG elektronisch gestellt.
  • Wenn die Mittel ausgeschöpft sind, wird das Antragssystem geschlossen.
  • Der Antrag muss spätestens am 30. September 2020 eingegangen sein.

Zurück zum Inhalt

Soforthilfe Bayerns und des Bundes

Das Programm der Soforthilfe ist Ende Mai ausgelaufen. Anträge können nicht mehr gestellt werden.

Als Anschlussprogramm ist die "Überbrückungshilfe" geplant, die Eckpunkte liegen noch nicht fest.

Zurück zum Inhalt

Schnellkreditprogramme für Unternehmen

Was sind Schnellkreditprogramme?

Programme, die schnelle Kredite ermöglichen sollen. Es gibt keine langwierigen Prüfungen, Formerfordernisse und Prognosen - die Fortführungsprognose entfällt - , die Bearbeitung seitens Hausbank und Förderstelle erfolgt beschleunigt. Der Zinssatz für die Schnellkredite beträgt einheitlich 3 Prozent, später kann ggf. auf normale Förderkredite umgeschuldet werden. Die Risikoübernahme durch Bund oder Land Bayern beträgt 100 %. Die Schnellkredite werden ausschließlich über die Hausbank beantragt.

Schnellkredite des Bundes (KfW)
Der Corona-Schnellkredit Bund

  • An wen richtet sich das Programm?
    An Unternehmen mit 11 bis 250 Beschäftigte, die bereits am 1. 1.2019 am Markt waren
  • Wie hoch kann der Kredit sein?
    Der Kredit kann in der Höhe die Umsätze von drei Monaten im Jahr 2019 erreichen. Maximal stehen zur Verfügung
    • für Unternehmen von 11 bis 50 Mitarbeiter: 500.000 Euro
    • für Unternehmen von 51 bis 250 Mitarbeiter: 800.000 Euro
  • Welche Voraussetzung müssen die Unternehmen erfüllen?
    Es erfolgt keine aufwändige Prüfung bei den Banken, demnach gelten im Antragsverfahren Kriterien aus der Unternehmenshistorie. Das Unternehmen muss aber in jedem Fall
    • im vergangenen Jahr wirtschaftlich tätig gewesen sein,
    • Umsätze gemacht und
    • Gewinn im Jahr 2019 erzielt haben.
    • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse müssen vorliegen (kein Insolvenzantrag!).
  • Zinssatz und Laufzeit:
    • 3%; Laufzeit bis 10 Jahre
  • Haftungsfreistellung:
    Bund/KFW übernehmen eine 100%-ige Haftung, die Hausbank ist vom Ausfallrisiko vollständig freigestellt.
  • Prüfung:
    • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne ausführliche Kreditrisikoprüfung durch die Hausbank und die KfW. Der Kredit kann entsprechend schnell bewilligt und ausgereicht werden.
    • Bereiten Sie sich auf das Kreditgespräch mit Ihrer Bank vor.
    • Erforderlich ist eine Selbsterklärung des Kreditnehmers, dass es sich um kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß der Leitlinie der EU 2014 C 249 handelt.

Tipp: Fragen Sie bei akuten Liquiditätsenpässen Ihre Hausbank direkt nach den Schnellkrediten von LfA oder KfW!

Bayerische Schnellkredite (LfA) für kleine Unternehmen
Der Corona-Schnellkredit Bayern

Die bayerischen Schnellkredite richten sich an kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten, die vom Schnellkreditprogramm des Bundes (KfW) nicht erfasst werden.

  • Für wen sind sie gedacht?
    Unternehmer mit bis zu 10 Beschäftigten, die eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern haben. Sie müssen mindestens seit dem 1. Oktober 2019 am Markt sein und dürfen zum 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gewesen sein.
  • Wie hoch ist der Kredit?
    - bis zu 10 Beschäftigte: 100.000 Euro (evt. Soforthilfe wird abgezogen)
    - bis zu 5 Beschäftigte: 50.000 Euro (evtl. Soforthilfe wird abgezogen)
    - Maximale Kredithöhe ist gedeckelt auf die Umsätze dreier Monate aus 2019
  • Verzinsung und Laufzeit:
    3%; 5 bis 10 Jahre
  • Prüfung:
    siehe oben zum Bundesprogramm!
  • Bitte bereiten Sie sich auf das Kreditgespräch mit Ihrer Bank vor: Kreditgespräch mit Ihrer Bank
  • Weitere Informationen zum Lfa-Schnellkredit:

Beachten Sie auch unsere Checkliste zur Überwindung der Coronakrise

Zurück zum Inhalt

Unterstützung für Startups in der Krise

Hilfspaket der Bundesregierung

Der Bund setzt ein 2 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für Startups auf. Es besteht aus zwei Säulen:

  • An Startups, die sich bereits über Wagniskapitalgeber finanzieren, richtet sich das Programm "Corona-Matching-Fazilität". Es umfasst 1,2 Milliarden Euro und unterstützt die Kapitalgeber/VC-Fonds.
    • Abgewickelt wird das Programm über die KfW-Capital.
    • Die einzelnen Wagniskapitalfonds können die öffentlichen Mittel im Verhältnis von bis zu maximal 70 zu 30 (70=öffentliche Mittel, 30=private Mittel) matchen.
    • Anträge stellen die VC-Fondsmanager über die KFW.
  • An Startups ohne Risikokapitalgeber richtet sich Säule 2 des Programms, das 800 Millionen Euro umfasst.
    • Start-ups und kleine Mittelständler, die nicht oder noch nicht über private Risikokapitalgeber finanziert werden, sollen von öffentlichen Direkthilfen profitieren.
    • Die Abwicklung wird über die LfA Förderbank Bayern erfolgen.
    • Mehr Informationen sowie eine Übersicht der Landesförderinstitute und Intermediäre finden Sie hier.
    • Die Unterstützung erfolgt als individuelle Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierung, die Startups bis zum Jahresende beantragen können. Die Finanzierung wird im Rahmen der Regelung zu den EU-Kleinbeihilfen gewährt und durch eine Garantie des Bundes abgesichert. Der öffentliche Förderanteil je Finanzierung liegt bei maximal 800.000 Euro. Eine Einbindung privater Kapitalgeber, zum Beispiel Business Angels zur Darstellung der Gesamtfinanzierung, ist möglich, jedoch nicht verpflichtend.

Weitere Förderungen für Gründer

Aufgrund der Corona-Krise wurden zwischenzeitlich auch bestehende Förderprogramme für Existenzgründungen bei KfW und LfA bezüglich Konditionen und Risikoentlastung angepasst.

Gründungszuschuss für Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Die Verlängerung des Arbeitslosengeldes im Rahmen des Sozialschutzpaketes II wirkt sich laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) nicht auf die 150-Tages-Frist zum Gründungszuschuss aus.

"Mit dem Sozialschutz-Paket II wird das Arbeitslosengeld für diejenigen einmalig um drei Monate verlängert, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020 enden würde. Die Verlängerung der Anspruchsdauer des Arbeitslosengeldes um 3 Monate (90 Tage) erfolgt damit erst zu dem Zeitpunkt, an dem der Anspruch auf Arbeitslosengeld ansonsten erschöpft wäre. Die Regelung zur Verlängerung der Anspruchsdauer des Arbeitslosengeldes führt damit nicht zu einer vorzeitigen Erhöhung des (Rest-)Anspruchs auf Arbeitslosengeld und daher nicht dazu, dass der Gründungszuschuss für eine geplante selbstständige Tätigkeit später beantragt werden kann.

Voraussetzung für die Bewilligung des Gründungszuschusses bleibt deshalb, dass bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit noch eine Restanspruchsdauer von mindestens 150 Tagen auf Arbeitslosengeld besteht, bevor die Verlängerung des Arbeitslosengeldes nach dem Sozialschutzpaket II greift." (Quelle: BMAS)

Der DIHK ist bereits mit dem BMAS und der Bundesagentur für Arbeit hierüber im Gespräch und pocht weiter auf eine Verlängerung der 150-Tages-Frist sowie der ersten Phase (derzeit 6 Monate) des Bezugs.

Zurück zum Inhalt

Kredite zur Überwindung von Liquiditätsengpässen und für Unternehmen in Schwierigkeiten

Förderung durch die LfA (Bayern)

Die LfA bietet den Schnellkredit für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern und 100% Risikoübernahme durch den Freistaat Bayern. Mehr Infos dazu weiter oben sowie hier:
LfA Schnellkredit

Darüber hinaus hilft die LfA Unternehmen mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit mit obligatorischer 90-prozentiger Haftungs­freistellung. Er wird zur Unterstützung der bayerischen Wirtschaft bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise ausgereicht.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Jahresumsatz (Konzernumsatz) bis einschließlich 500 Millionen Euro
    • Angehörige der Freien Berufe
    • Unternehmen, die zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten nach EU-Definition waren
  • Was wird finanziert?
    • Investitionen und Betriebsmittel bis zu 100 %
  • Wie hoch ist der Darlehensbetrag?
    • 10.000 Euro bis max. 10 Millionen Euro
  • Wer übernimmt das Kreditausfallrisiko?
    • Die LfA übernimmt 90% des Kreditausfallrisikos, die restlichen 10% trägt die Hausbank (90-prozentige Haftungsfreistellung)
  • Wie läuft das Verfahren?
    • Das Unternehmen beantragt den Kredit bei seiner Hausbank. Diese führt eine entsprechende Risikoprüfung durch.
    • Bis zu einem LfA-Kreditrisiko von 500.000 Euro gilt ein vereinfachtes Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren, die LfA verzichtet auf eine eigene Risikoprüfung.
    • Der Kreditantrag wird von der LfA geprüft, zugesagt und über die Hausbank ausgezahlt.
  • Laufzeit:
    • bis zu 6 Jahren mit flexiblen Tilgungsfreijahren
  • Wo beantrage ich den Kredit?
    • Bei meiner Hausbank

Die LfA unterstützt auch mit Bürgschaften.

  • Antragsberechtigt: Mittelständische gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe
  • Bürgschaften der LfA können grundsätzlich auch für Betriebsmittel beantragt werden.
  • Der maximale Bürgschaftssatz liegt – für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie bei Konsolidierungsdarlehen – bei aktuell einheitlich 90 Prozent des Kreditbetrages.
  • Bei Bürgschaften der LfA bis 500.000 Euro gilt auch das vereinfachte Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren wie beim Schutzschirmkredit mit LfA-Risiko bis 500.000 Euro (siehe oben).
  • Bürgschaften der LfA werden bis zu einem Betrag von 30 Millionen Euro übernommen. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.
  • Auf eine persönliche Mithaftung kann verzichtet werden, soweit in diese nicht problemlos eingewilligt werden kann.
  • Beantragung: Bei der Hausbank
  • Für Handwerk, Handel, Hotels und Gaststätten sowie Gartenbaubetriebe stehen Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung:
    Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern

Weitere LfA-Förderprogramme:
Universalkredit

  • zur Finanzierung von Investitionen, Warenlagern und Betriebsmitteln, für langfristige Konsolidierungen und Umschuldungen
  • Haftungsfreistellungssatz von 60 auf 80% angehoben

Weitere LfA-Förderprogramme:
Akutkredit

  • für Konsolidierungen und Umschuldungen
  • Wegen Corona wird auf die Erstellung eines Konsolidierungskonzepts verzichtet, sofern die Hausbank bestätigt, dass akute Liquiditätsschwierigkeiten aufgrund Corona vorliegen und sie die Konsolidierungsmaßnahmen mitträgt.

Schnelle und kostenfreie Information insbesondere zu Liquiditätshilfen bietet die LfA-Förderberatung unter Tel.: 089 / 21 24 – 1000, E-Mail: info@lfa.de.
Bei Bedarf wird die LfA-Task Force eingeschaltet, deren Experten die Krisensituationen analysieren, die betrieblichen Schwachstellen mit dem Unternehmen besprechen und Lösungswege aufzeigen. Nähere Infos finden Sie hier:
LfA Task Force

Förderung durch die KfW (Bund)

Für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern kann der KfW-Schnellkredit beantragt werden. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. Mehr Infos weiter oben und hier:
KfW-Schnellkredit

Genutzt werden können zudem bewährte Förderinstrumente. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet diverse Darlehensprogramme als KfW- und ERP-Unternehmer- bzw. Gründerkredite an. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich bei der Hausbank (Banken und Sparkassen).

Erleichterungen bei KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit

Seit April 2020 gelten u.a. diese Anpassungen:

  • Für Kredite bis 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von max. 5 auf max. 10 Jahre erhöht. Sie haben also länger Zeit, um den Kredit zurückzuzahlen.
  • Für Kredite über 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von max. 5 auf max. 6 Jahre erhöht.
  • Auf Wunsch zahlen Sie statt 1 Jahr jetzt 2 Jahre lang nur Zins, keine Tilgung – zu Beginn senkt das Ihre regelmäßige Belastung.

Die KfW hat eine Hotline für gewerbliche Kredite eingerichtet: 0800 539 9001
In bereits laufenden Kreditengagements bleibt aber die Hausbank Ihr erster Ansprechpartner!

In der Corona-Krise hat die KfW ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen grundsätzlich ausgeweitet. Dazu gehören:

  • KfW-Unternehmerkredit für Bestandsunternehmen
  • ERP-Gründerkredit-Universell für junge Unternehmen

Alle KfW-Förderkredite können die Unternehmen unverändert über ihre Hausbanken beantragen. Für Freiberufler und Selbständige gelten dabei die gleichen Regeln wie für Unternehmen.

KfW und Kreditwirtschaft haben vereinbart, den Antragsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen. Für die Gewährung von Haftungsfreistellungen wird die Risikobewertung der Hausbank übernommen.

Alle Infos zu den KfW-Corona-Hilfen

Tipps für eine schnelle Bearbeitung

Zurück zum Inhalt

Bayernfonds

Der Bayernfonds dient der Stabilisierung von Unternehmen der Real­wirtschaft in Bayern durch Überwindung von Liquiditäts­engpässen und durch Schaffung der Rahmen­bedingungen für eine Stärkung der Kapital­basis von Unternehmen, deren Bestands­gefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte.

Das entsprechende Gesetz zur Realisierung des Bayernfonds ist bereits beschlossen. Aktuell fehlt noch die Genehmigung durch die Europäische Kommission vorliegt: sobald diese vorliegt, können Stabilisierungsmaßnahmen aus dem BayernFonds gewährt werden.

Der Schutzschirm soll sich aus zwei Maßnahmen zusammensetzen:

  • 20 Mrd. Euro stehen für die Beteiligung des Freistaates an Unternehmen zur Verfügung. Das Management dafür wird an eine Finanzagentur übertragen.
  • 40 Mrd. Euro stehen für Bürgschaften über die LfA bzw. im Rahmen des LfA-Corona-Schutzschirm-Kreditprogramms zur Verfügung (siehe oben).

Weitere Infos zum Bayernfonds

Zurück zum Inhalt

Transformationsfonds Bayern

Unter dem Dach der vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gestarteten Veranstaltungsreihe "Unternehmen in der Transformation - Durchstarten trotz Corona-Krise" wurde u.a. der Transformationsfonds Bayern angekündigt.

Die mit dessen Umsetzung betraute LfA Förderbank Bayern bestätigt dazu: "Wir haben unsere Finanzierungshilfen zielgerichtet auf eine Unterstützung der bayerischen Unternehmen bei der Bewältigung der doppelten Herausforderung der Corona-Krise und der sich beschleunigenden Transformationsprozesse ausgerichtet.

Mit dem Transformationsfonds Bayern wird ein neues Instrument geschaffen, um die Eigenkapitalbasis der mittelständischen Unternehmen in Bayern zu verbessern."

Die Umsetzung des Fonds bzw. der Antragsstart ist für Ende Juli geplant.

Details zum Transformationsfonds

Zurück zum Inhalt

Wirtschaftsstabilisierungsfonds Bund

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf Unternehmen abfedern, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte. Er soll ebenfalls Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll bestehen aus:

  • 400 Milliarden Euro Staatsgarantien für Verbindlichkeiten
  • 100 Milliarden Euro für direkte staatliche Beteiligungen
  • 100 Milliarden Euro für Refinanzierung der KfW-Sonderprogramme

Ansprechpartner für Unternehmen ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Anträge können in Kürze unter dort eingereicht werden.

Details zum WSF

Zurück zum Inhalt

Gastronomie

Die Große Koalition hat sich darauf geeinigt, den Mehrwertsteuersatz im Gastgewerbe auf Speisen einheitlich auf 7 Prozent zu senken. Der verringerte Steuersatz soll vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 gelten. Nicht eingeschlossen in die Reduzierung sind laut Aussage Markus Söder alkoholische Getränke. Der Mehrwertsteuersatz auf Getränke bleibt unverändert bei 19 Prozent.

Informationen zur allgemeinen Umsatzsteuersenkung und zur Mehrwehrtsteuersenkung finden Sie hier.

Bitte beachten Sie die Hinweise zum Infektionsschutz in der Gastronomie bei Wiedereröffnung.

Zurück zum Inhalt