IHK Ratgeber

Corona: Finanzielle Unterstützung für Unternehmen

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Corona nagt bei vielen Unternehmen an der Substanz. Die Hilfsangebote sind groß. Informieren Sie sich, ob Soforthilfe, Schnellkredit, LfA-Kredit oder Schutzschirm für Sie passen.

Inhalt

Welche Hilfe gibt es für welche Unternehmen

Die Ankündigungen von Hilfsprogrammen überschlagen sich. Doch was eignet sich für wen?

Hier eine kurze Übersicht:

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Soforthilfe der Bayerischen Staatsregierung und des Bundes

Soforthilfe: Stand der Anträge

Wann können Sie mit Ihrem Geld rechnen?

Sie haben eine pdf-Antrag eingestellt?

  • Zwischen dem 15. und 25. Mai wird die Regierung von Oberbayern diese Anträge zum großen Teil bearbeiten und bescheiden. Mit Bewilligung des Bescheids wird die Auszahlung der Soforthilfe angeordnet. Es kann jedoch – wie üblich bei Transaktionen – zwischen 3 und 5 Tagen dauern, bis das Geld auf dem Konto eingegangen ist.
    • Sie haben Ihren pdf-Antrag nicht bei der Regierung von Oberbayern, sondern bei der Stadt München eingereicht? Hier sind die Anträge entweder ausbezahlt, aber bei 10.000 sind noch Rückfragen notwendig. In diesem Fall schreibt die Stadt Sie an und wird Sie bitten, den Antrag nochmals online einzugeben.

Sie haben Ihren Antrag online gesteckt?

  • Bei rd. 80 % der Fälle handelt es sich um Aufstockungsanträge. Die Regierung von Oberbayern wird diese Anträge voraussichtlich zwischen dem 15.5. und dem 25.5. bearbeiten und bescheiden.
  • Es kann jedoch – wie üblich bei Transaktionen – zwischen 3 und 5 Tagen dauern, bis das Geld auf dem Konto eingegangen ist

Was passiert im Fall einer Ablehnung?

  • Im Fall einer Ablehnung können nachträglich eingereichte Angaben nicht mehr verarbeitet werden.
    • Sollte die Ablehnung darauf beruhen, dass Sie keine vollständigen Angaben gemacht haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Bewilligungsstelle in Verbindung, ob Sie einen neuen Antrag stellen können. Die Sachbearbeiter können einen ggf. Antrag zurückziehen. Im Übrigen stehen Ihnen die üblichen Rechtsmittel zur Verfügung.
    • Bei solchen Anfragen geben Sie bitte die SR-Nummer, Ihre E-Mail und Ihre Telefonnummer an.

Sie haben Probleme beim Ausfüllen des Antrags?

Informationen zum Ausfüllen des Antrags erhalten Sie bei der IHK für München und Oberbayern unter der Tel. Nr. 089 5116-0 oder per E-Mail: info@muenchen.ihk.de.

Bitte beachten Sie:

Die IHK kann Ihnen keine weiteren Auskünfte zum Stand Ihres Verfahren geben.

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Soforthilfe: So stellen Sie Ihren Antrag

Termine:

  • Die Soforthilfe des Bundes kann bis zum 31. Mai 2020 beantragt werden.
  • Die Soforthilfe Bayerns endet - entgegen bisheriger Aussagen - ebenfalls am 31. Mai. Grund dafür ist das geplante Bundesprogramm "Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten für Unternehmen mit hohem Corona-bedingten Umsatzausfall", dessen Eckpunkte noch nicht vorliegen.

Antragstellung

  • Hier kommen Sie zum Online-Antrag. Bitte diesen Antrag ausfüllen und absenden. PDF-Formulare werden nicht mehr angenommen.
  • Bitte stellen Sie den Antrag nur einmal.
  • Belege müsse nicht eingereicht werden.
  • Nach der Eingabe der Anzahl Ihrer Beschäftigten erkennt und entscheidet das Programm, ob bei Ihnen das bayerische oder bundesdeutsche Soforthilfe-Programm zur Anwendung kommt. Es erscheint automatisch das für Sie einschlägige Antragsformular.
    • Wie berechnen Sie die Vollzeitäquivalente?
      Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
      Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
      Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
      Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
    • Bitte geben Sie die Anzahl der in BAYERN beschäftigten Arbeitnehmer an.
  • Unter Punkt 2 des Antrags- Grund für existenzbedrohliche Wirtschaftslage bzw. den Liquiditätsengpass oder Umsatzeinbruch - reicht der Verweis auf die Corona-Krise nicht.
    • Bitte erläutern Sie, welche gravierenden Nachfrage- und Produktionsausfälle, unterbrochene Lieferketten, Stornierungswellen, Honorarausfälle, massive Umsatzeinbußen und Gewinneinbrüche das für Sie bedeutet.
    • Machen Sie nach Möglichkeit auf dem Antrag deutlich, warum die laufenden Kosten jetzt oder in naher Zukunft nicht mehr gedeckt werden können. Erläutern Sie, dass die Probleme erst nach dem 11. März aufgetaucht sind. Personalaufwendungen werden nicht berücksichtigt.
    • Der Engpass muss unmittelbar auf die Coronakrise zurückzuführen sein. Geben Sie beispielsweise ein, wenn Ihr Unternehmen wegen Corona geschlossen werden musste.
  • Unter Nr. 5 des Antragsformulars ist die Höhe des Liquiditäts­engpasses konkret zu beziffern. Anträge mit Angaben wie z. B. „noch nicht absehbar“ können nicht bearbeitet und somit nicht berücksichtigt werden. Wie stellen Sie einen Liquiditätsengpass fest? Nutzen Sie unser Muster-Sheet für KMU oder die vereinfachte Vorlage.
    Hinweis: "Der Liquiditätsplan dient als Basis zur Planung der Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge. Jedoch ist für die Soforthilfe wichtig, dass die Löhne und Gehälter nicht mit einbezogen werden können. Dies gilt auch für Kapitalentnahmen. Sie können den Liquiditätsplan dahingehend verändern, kürzen oder erweitern
  • Mehr Infos: Wie fülle ich den Liquidätsplan aus
  • Sie erhalten eine automatische E-Mail, die den Eingang bestätigt. Rückfragen zum Bearbeitungsstand werden nicht bearbeitet. Es kann sein, dass E-Mail-Provider die Eingangsbestätigung nicht annehmen. Sie können aber sicher sein, dass Ihr Antrag im System erfasst wurde, wenn sich das Fenster mit Ihrer Fallnummer und dem Hinweis auf die Versendung der Eingangsbestätigung per E-Mail öffnet.
  • Die örtlich zuständigen Bewilligungsbehörden in Oberbayern sind die Region von Oberbayern sowie die Landeshauptstadt München.
  • Wer die Soforthilfe beantragt, ohne in einer existenzieller Notlage zu sein, begeht Betrug. Der Betrugstatbestand sieht eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren vor.
  • Frist: Bitte beantragen Sie die Soforthilfe bis Ende Mai.
  • Soforthilfe und Steuern: Die Soforthilfe gilt als Betriebseinnahme, eine Steuerbefreiung liegt dafür nicht vor.

Wie ist das mit der Soforthilfe von Bayern und der Soforthilfe des Bundes?

  • Die beiden Programme werden so eingesetzt, dass die Unternehmen bestmöglich profitieren.
  • Wichtig: Falls Sie bereits einen Antrag auf die bayerische Soforthilfe gestellt haben, unabhängig davon, ob Sie schon einen Bescheid oder eine Auszahlung erhalten haben, dann kreuzen Sie dies bitte im Online-Antrag an. Dann wird dies berücksichtigt.
  • Sie haben einen Liquiditätsengpass und bereits zuvor einen Antrag auf bayerische Soforthilfe gestellt (bis zu 5.000 Euro bzw. bis zu 7.500 Euro)? Dann stellen Sie einen Folgeantrag, um die Differenz zur neuen, höheren Summe auszugleichen.

Voraussetzung für die Soforthilfe:

Es muss ein Liquiditätsengpass vorliegen.

  • Mit den Soforthilfen soll die wirtschaftliche Existenz der Unternehmen gesichert und akute Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrückt werden, zum Beispiel gewerbliche Mieten und Pachten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten. Die Soforthilfen sind nicht darauf ausgerichtet, den ausfallenden Gewinn zu ersetzen, mit dem der Lebensunterhalt bestritten wird. In diesem Fall ist nicht der Betrieb, sondern die (private) wirtschaftliche Existenz gefährdet.
  • Ein Liquiditätsengpass liegt demnach vor, wenn infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Personalkosten werden nicht berücksichtigt). Private laufenden Kosten (private Miete, private Krankenversicherung etc.) sind kein erwerbsmäßiger Sach- und Finanzaufwand, sondern Kosten für die private Lebenshaltung. Private- und betriebliche liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Kosten für ein steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer können ebenso angesetzt werden.

Was ist die Soforthilfe?

Es geht um eine Billigkeitsleistung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Er ist für Unternehmen und Freiberufler, die infolge der unmittelbar durch den Corona-Virus COVID 19 ausgelösten Pandemie in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage bzw. in massive Liquiditätsengpässe geraten sind.

Bitte beachten: Mit der Soforthilfe sollen Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrückt werden. Soforthilfen sind nicht dafür gedacht, den ausfallenden Gewinn zu ersetzen.

Um welche Beträge geht es?

Die Soforthilfe beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro.

Obergrenze für die Höhe der Finanzhilfe ist der Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses.

Wer kann einen Antrag auf Soforthilfe stellen?

Der Antrag wird ausschließlich gestellt. PDF-Formulare werden nicht mehr akzeptiert.

Unternehmen mit bis zu 250 Erwerbstätige können einen Antrag stellen, wenn sie eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Für das gesamte Unternehmen mit allen Betriebsstätten / Filialen in Bayern darf nur ein Antrag gestellt werden.

Anspruchsberechtigung:

Sowohl nach der Bundes-Soforthilfe als auch in der bayerischen Soforthilfe sind (nun) anspruchsberechtigt:

  • Unternehmen, die wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt tätig sind,
  • Unternehmen der Landwirtschaft inklusive der landwirtschaftlichen Primärerzeugung,
  • im Haupterwerb Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe,
  • Körperschaften des Non-Profit-Sektors (z.B. gGmbHs, Vereine), die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe unternehmerisch tätig sind.

Öffentliche Unternehmen sind von der Soforthilfe auf Landes- wie auf Bundesebene ausgeschlossen.

Wichtig: Anträge für den erweiterten bayerischen Kreis der Anspruchsberechtigten (Primärerzeugung und gGmbHs/Vereine) können systembedingt erst ab dem 20. April gestellt werden (Antragseingaben vor diesem Datum werden vom Online-Tool abgelehnt).
D.h. die Förderrichtlinie unterscheidet "indirekt" zwischen Nebenerwerb und Haupterwerb (vgl. Tiret 1 und Tiret 2).

Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen. Liquiditätsengpass bedeutet, dass der Antragsteller durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen.

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass der Antragssteller versichert, alle Angaben im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht hat.

ACHTUNG: Sollte sich jemand bei Ihnen melden und als Mitarbeiter einer Behörde ausgeben, die Bearbeitungsgebühren oder einen Vorschuss für die Soforthilfe eintreiben will, gehen Sie nicht darauf ein. Es gibt keine solchen Gebühren.

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Das geplante Bundesprogramm "Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten"

Um was soll es gehen:

  • Das geplante Bundesprogramm soll die Soforthilfe des Bundes, die zum 30. Mai ausläuft, ergänzen bzw. fortführen. Es gilt auch als Fortsetzung der Soforthilfe Bayern.

Was ist das Bundesprogramm:

  • Beim Bundesprogramm soll es sich um Zuschüsse für Unternehmen handeln, die wegen der Corona-Krise hohe Umsatzverluste erlitten haben.

Wer ist voraussichtlich antragsberechtigt?

  • Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten (Stichtag 29. Februar 2020)
  • Soloselbständige und Freiberufler
    • Umsatz in April und Mai 2020 muss mindestens 60 Prozent unter demjenigen von April und Mai 2019 liegen.

Wie hoch soll die Förderung sein?

  • Die maximale Förderung soll nach den vorliegenden Plänen bei 50.000 Euro im Monat liegen.
  • Bei einem Umsatzrückgang bis 70 Prozent ist eine Erstattung von bis zu 70 Prozent der Fixkosten im Gespräch.
  • Bei einem Umsatzrückgang von 50 bis 70 Prozent ist eine Erstattung von bis zu 50 Prozent der Fixkosten im Gespräch.
  • Bei einem Umsatzrückgang von unter 50 Prozent ist bisher keine Erstattung vorgesehen.

Laufzeit

  • Bisher ist als Laufzeit Juni bis Dezember 2020 im Gespräch.

Was zählt zu den Fixkosten?

  • Fortlaufende fixe Betriebskosten incl. unabdingbarem Personalaufwand.
  • KEIN Unternehmerlohn.

Antragstellung, Ablauf:

  • Hier liegen noch keine Informationen vor.

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Schnellkreditprogramme für Unternehmen

Was sind Schnellkreditprogramme?

Programme, die schnelle Kredite ermöglichen sollen. Es gibt keine langwierigen Prüfungen, Formerfordernisse und Prognosen - die Fortführungsprognose entfällt - , die Bearbeitung seitens Hausbank und Förderstelle erfolgt beschleunigt. Der Zinssatz für die Schnellkredite beträgt einheitlich 3 Prozent, später kann ggf. auf normale Förderkredite umgeschuldet werden. Die Risikoübernahme durch Bund oder Land Bayern beträgt 100 %. Die Schnellkredite werden ausschließlich über die Hausbank beantragt.

Schnellkredite des Bundes (KfW)
Der Corona-Schnellkredit Bund

  • An wen richtet sich das Programm?
    An Unternehmen mit 11 bis 250 Beschäftigte, die bereits am 1. 1.2019 am Markt waren
  • Wie hoch kann der Kredit sein?
    Der Kredit kann in der Höhe die Umsätze von drei Monaten im Jahr 2019 erreichen. Maximal stehen zur Verfügung
    • für Unternehmen von 11 bis 50 Mitarbeiter: 500.000 Euro
    • für Unternehmen von 51 bis 250 Mitarbeiter: 800.000 Euro
  • Welche Voraussetzung müssen die Unternehmen erfüllen?
    Es erfolgt keine aufwändige Prüfung bei den Banken, demnach gelten im Antragsverfahren Kriterien aus der Unternehmenshistorie. Das Unternehmen muss aber in jedem Fall
    • im vergangenen Jahr wirtschaftlich tätig gewesen sein,
    • Umsätze gemacht und
    • Gewinn im Jahr 2019 erzielt haben.
    • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse müssen vorliegen (kein Insolvenzantrag!).
  • Zinssatz und Laufzeit:
    • 3%; Laufzeit bis 10 Jahre
  • Haftungsfreistellung:
    Bund/KFW übernehmen eine 100%-ige Haftung, die Hausbank ist vom Ausfallrisiko vollständig freigestellt.
  • Prüfung:
    • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne ausführliche Kreditrisikoprüfung durch die Hausbank und die KfW. Der Kredit kann entsprechend schnell bewilligt und ausgereicht werden.
    • Bereiten Sie sich auf das Kreditgespräch mit Ihrer Bank vor.
    • Erforderlich ist eine Selbsterklärung des Kreditnehmers, dass es sich um kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ gemäß der Leitlinie der EU 2014 C 249 handelt.

Tipp: Fragen Sie bei akuten Liquiditätsenpässen Ihre Hausbank direkt nach den Schnellkrediten von LfA oder KfW!

Bayerische Schnellkredite (LfA) für kleine Unternehmen
Der Corona-Schnellkredit Bayern

Die bayerischen Schnellkredite richten sich an kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten, die vom Schnellkreditprogramm des Bundes (KfW) nicht erfasst werden.

  • Für wen sind sie gedacht?
    Unternehmer mit bis zu 10 Beschäftigten, die eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern haben. Sie müssen mindestens seit dem 1. Oktober 2019 am Markt sein und dürfen zum 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gewesen sein.
  • Wie hoch ist der Kredit?
    - bis zu 10 Beschäftigte: 100.000 Euro (evt. Soforthilfe wird abgezogen)
    - bis zu 5 Beschäftigte: 50.000 Euro (evtl. Soforthilfe wird abgezogen)
    - Maximale Kredithöhe ist gedeckelt auf die Umsätze dreier Monate aus 2019
  • Verzinsung und Laufzeit:
    3%; 5 bis 10 Jahre
  • Prüfung:
    siehe oben zum Bundesprogramm!
  • Bitte bereiten Sie sich auf das Kreditgespräch mit Ihrer Bank vor: Kreditgespräch mit Ihrer Bank
  • Weitere Informationen zum Lfa-Schnellkredit:

Beachten Sie auch unsere Checkliste zur Überwindung der Coronakrise

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Geplante Unterstützung für Startups in der Krise

Hilfspaket der Bundesregierung

Der Bund setzt ein 2 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für Startups auf. Es besteht aus zwei Säulen:

  • An Startups, die sich bereits über Wagniskapitalgeber finanzieren, richtet sich das Programm "Corona-Matching-Fazilität". Es umfasst 1,2 Milliarden Euro und unterstützt die Kapitalgeber/VC-Fonds.
    • Abgewickelt wird das Programm über die KfW-Capital.
    • Die einzelnen Wagniskapitalfonds können die öffentlichen Mittel im Verhältnis von bis zu maximal 70 zu 30 (70=öffentliche Mittel, 30=private Mittel) matchen.
    • Anträge stellen die VC-Fondsmanager über die KFW.
  • An Startups ohne Risikokapitalgeber richtet sich Säule 2 des Programms, das 800 Millionen Euro umfasst.
    • Start-ups und kleine Mittelständler, die nicht oder noch nicht über private Risikokapitalgeber finanziert werden, sollen von öffentlichen Direkthilfen profitieren.
    • Die Abwicklung wird über die LfA Förderbank Bayern erfolgen.
    • Die neuen Eigenkapitalhilfen für Startups müssen zunächst noch auf die bestehenden Förderprogramme abgestimmt werden.
    • Eine Beantragung ist voraussichtlich ab Anfang Juni möglich.

Weitere Förderungen für Gründer

Aufgrund der Corona-Krise wurden zwischenzeitlich auch bestehende Förderprogramme für Existenzgründungen bei KfW und LfA bezüglich Konditionen und Risikoentlastung angepasst.

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Kredite für Unternehmen in Schwierigkeiten

Förderung durch die LfA (Bayern)

Die LfA bietet den Schnellkredit für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern und 100% Risikoübernahme durch den Freistaat Bayern. Mehr Infos dazu weiter oben sowie hier:
LfA Schnellkredit

Darüber hinaus hilft die LfA Unternehmen mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit mit obligatorischer 90-prozentiger Haftungs­freistellung. Er wird zur Unterstützung der bayerischen Wirtschaft bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise ausgereicht.

  • Wer ist antragsberechtigt?
    • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Jahresumsatz (Konzernumsatz) bis einschließlich 500 Millionen Euro
    • Angehörige der Freien Berufe
    • Unternehmen, die zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten nach EU-Definition waren
  • Was wird finanziert?
    • Investitionen und Betriebsmittel bis zu 100 %
  • Wie hoch ist der Darlehensbetrag?
    • 10.000 Euro bis max. 10 Millionen Euro
  • Wer übernimmt das Kreditausfallrisiko?
    • Die LfA übernimmt 90% des Kreditausfallrisikos, die restlichen 10% trägt die Hausbank (90-prozentige Haftungsfreistellung)
  • Wie läuft das Verfahren?
    • Das Unternehmen beantragt den Kredit bei seiner Hausbank. Diese führt eine entsprechende Risikoprüfung durch.
    • Bis zu einem LfA-Kreditrisiko von 500.000 Euro gilt ein vereinfachtes Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren, die LfA verzichtet auf eine eigene Risikoprüfung.
    • Der Kreditantrag wird von der LfA geprüft, zugesagt und über die Hausbank ausgezahlt.
  • Laufzeit:
    • bis zu 6 Jahren mit flexiblen Tilgungsfreijahren
  • Wo beantrage ich den Kredit?
    • Bei meiner Hausbank

Die LfA unterstützt auch mit Bürgschaften.

  • Antragsberechtigt: Mittelständische gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe
  • Bürgschaften der LfA können grundsätzlich auch für Betriebsmittel beantragt werden.
  • Der maximale Bürgschaftssatz liegt – für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie bei Konsolidierungsdarlehen – bei aktuell einheitlich 90 Prozent des Kreditbetrages.
  • Bei Bürgschaften der LfA bis 500.000 Euro gilt auch das vereinfachte Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren wie beim Schutzschirmkredit mit LfA-Risiko bis 500.000 Euro (siehe oben).
  • Bürgschaften der LfA werden bis zu einem Betrag von 30 Millionen Euro übernommen. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.
  • Auf eine persönliche Mithaftung kann verzichtet werden, soweit in diese nicht problemlos eingewilligt werden kann.
  • Beantragung: Bei der Hausbank
  • Für Handwerk, Handel, Hotels und Gaststätten sowie Gartenbaubetriebe stehen Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung:
    Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern

Weitere LfA-Förderprogramme:
Universalkredit

  • zur Finanzierung von Investitionen, Warenlagern und Betriebsmitteln, für langfristige Konsolidierungen und Umschuldungen
  • Haftungsfreistellungssatz von 60 auf 80% angehoben

Weitere LfA-Förderprogramme:
Akutkredit

  • für Konsolidierungen und Umschuldungen
  • Wegen Corona wird auf die Erstellung eines Konsolidierungskonzepts verzichtet, sofern die Hausbank bestätigt, dass akute Liquiditätsschwierigkeiten aufgrund Corona vorliegen und sie die Konsolidierungsmaßnahmen mitträgt.

Schnelle und kostenfreie Information insbesondere zu Liquiditätshilfen bietet die LfA-Förderberatung unter Tel.: 089 / 21 24 – 1000, E-Mail: info@lfa.de.
Bei Bedarf wird die LfA-Task Force eingeschaltet, deren Experten die Krisensituationen analysieren, die betrieblichen Schwachstellen mit dem Unternehmen besprechen und Lösungswege aufzeigen. Nähere Infos finden Sie hier:
LfA Task Force

Förderung durch die KfW (Bund)

Für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern kann der KfW-Schnellkredit beantragt werden. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. Mehr Infos weiter oben und hier:
KfW-Schnellkredit

Genutzt werden können zudem bewährte Förderinstrumente. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet diverse Darlehensprogramme als KfW- und ERP-Unternehmer- bzw. Gründerkredite an. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich bei der Hausbank (Banken und Sparkassen).

Erleichterungen bei KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit

Seit April 2020 gelten u.a. diese Anpassungen:

  • Für Kredite bis 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von max. 5 auf max. 10 Jahre erhöht. Sie haben also länger Zeit, um den Kredit zurückzuzahlen.
  • Für Kredite über 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von max. 5 auf max. 6 Jahre erhöht.
  • Auf Wunsch zahlen Sie statt 1 Jahr jetzt 2 Jahre lang nur Zins, keine Tilgung – zu Beginn senkt das Ihre regelmäßige Belastung.

Die KfW hat eine Hotline für gewerbliche Kredite eingerichtet: 0800 539 9001
In bereits laufenden Kreditengagements bleibt aber die Hausbank Ihr erster Ansprechpartner!

In der Corona-Krise hat die KfW ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen grundsätzlich ausgeweitet. Dazu gehören:

  • KfW-Unternehmerkredit für Bestandsunternehmen
  • ERP-Gründerkredit-Universell für junge Unternehmen

Alle KfW-Förderkredite können die Unternehmen unverändert über ihre Hausbanken beantragen. Für Freiberufler und Selbständige gelten dabei die gleichen Regeln wie für Unternehmen.

KfW und Kreditwirtschaft haben vereinbart, den Antragsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen. Für die Gewährung von Haftungsfreistellungen wird die Risikobewertung der Hausbank übernommen.

Alle Infos zu den KfW-Corona-Hilfen

Tipps für eine schnelle Bearbeitung

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Bayernfonds

Der Bayernfonds in einer Höhe von 60 Milliarden ist aufgesetzt. Er dient zur Stützung der Unternehmen im Freistaat, die durch die Coronakrise in einer Schieflage geraten.

Der Schutzschirm setzt sich aus zwei Maßnahmen zusammen:

  • 20 Mrd. Euro stehen für die Beteiligung des Freistaates an Unternehmen zur Verfügung. Das Management dafür wird an eine Finanzagentur übertragen.
  • 40 Mrd. Euro stehen für Bürgschaften über die LfA (Corona-Schutzschirm-Kredit ) zur Verfügung. Die Anträge können von kommender Woche an, also vom 6. April an, gestellt werden.

Eckpunkte des Corona-Schutzschirm-Kredits der LfA

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bis 500 Mio. Euro Jahresumsatz sowie Angehörige freier Berufe
    • mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern
    • Die Finanzierungsschwierigkeiten müssen
      • vorübergehend
      • durch die Coronakrise entstanden
      • und nicht bereits vor dem 31. Dezember 2019 vorgelegen sein.
  • Gefördert wird die Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln
  • Darlehensbetrag: 10.000 EUR bis 10 Mio. EUR und kann bis zu 100% des finanzierbaren Vorhabens gewährt werden.
  • Die Laufzeit beträgt bis zu 6 Jahre, die Zinssätze und Einheitskonditionen liegen fest.:
    • Für KMU: 1% Jahreszins und obligatorisch 90 % Haftungsfreistellung
    • Für größere Unternehmen bis 500 Mio. Jahresumsatz: 2 % Jahreszins und obligatorisch Haftungsfreistellung
  • Beantragung über die Hausbank
  • Anträge sollen vom 7. April an gestellt werden können.

Sobald mehr Infos über Einzelheiten und Antrag vorliegen, informieren wir Sie hier.

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Gastronomie

Die Große Koalition hat sich darauf geeinigt, den Mehrwertsteuersatz im Gastgewerbe auf Speisen einheitlich auf 7 Prozent zu senken. Der verringerte Steuersatz soll vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 gelten. Nicht eingeschlossen in die Reduzierung sind laut Aussage Markus Söder alkoholische Getränke. Der Mehrwertsteuersatz auf Getränke bleibt unverändert bei 19 Prozent.

Bitte beachten Sie die Hinweise zum Infektionsschutz in der Gastronomie bei Wiedereröffnung.

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